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Konsens im Spielplatzstreit gefunden

Oranienburg Konsens im Spielplatzstreit gefunden

Oranienburg braucht mehr und auch sauberere Spielplätze. Die Umsetzung der Spielplatzkonzeption aus 2011 sei in den letzten Jahren etwas hinten runter gefallen. Das zumindest findet die CDU-Fraktion und hat eine Prüfantrag für ein neues Konzept 2017 und einen neuen Spielplatz 2018 gestellt. Die geänderte Fassung bekam von den Stadtverordneten grünes Licht.

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Den Wasserspielplatz im Schlosspark lieben alle Kinder.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Im ersten Quartal kommenden Jahres muss die Stadtverwaltung ein überarbeitetes Spielplatzkonzept für Oranienburg vorlegen. Außerdem soll 2017 als ersten Schritt Geld in den Etat für einen neuen Spielplatz eingestellt werden, um diesen 2018 zu bauen. Zudem soll die Stadt untersuchen, ob Außenanlagen städtischer Schulen am Nachmittag für die Allgemeinheit geöffnet werden können. So der abschließende und in einer fünfminütigen Auszeit noch einmal geänderte Antrag der CDU-Fraktion, für den die Stadtverordneten am Montagabend einstimmig grünes Licht gaben.

Vorangegangen war eine heftige Debatte. Nicole Walter-Mundt (CDU) hatte der Stadt vorgeworfen: dass viele Spielplätze dreckig und ungepflegt seien, und das Spielplatzkonzept aus 2011 nicht umgesetzt worden ist. Kinder und Eltern fragten, wann sich an der Spielplatzsituation etwas ändere. Auch „sind eine Bank und eine Tischtennisplatte noch kein Spielplatz“. Zudem forderte sie, alle Spielplätze der städtischen Schulen am Nachmittag zu mindest zu bestimmten Zeiten zu öffnen.

Die General-Kritik, sich um die Spielplätze nicht zu kümmern, wies Baustadtrat Frank Oltersdorf (SPD) von sich: „Wir haben für die 61 Spielplätze in den Wohngebieten und an den Schulen seit 2012 980 000 Euro ausgegeben. Spielplätze in Friedrichsthal, Germendorf, am Bötzower Platz und die Erweiterung im Schlossplatz sind gemacht worden.“ Zusammen mit Reparaturen und Tüv seinen in den letzten vier Jahren gar 1,7 Millionen Euro für die Spielanlagen ausgegeben worden, rechnete er vor. Es gebe viel Vandalismus.

Deswegen warnte der Bürgermeister einmal mehr davor, die Spielhöfe der Schulen zu öffnen. Gerade bei der neuen Comeniusschule liege der in einem nicht einsehbaren Innenhof: „Der wird doch gleich wieder zerlegt“, befürchtet Hans-Joachim Laesicke (SPD).

Sozialausschusschefin Elke Kästner (Linke) ärgerte die Rundum-Kritik: Uns lag die Spielpatzkonzeption schon am Herzen und war uns nicht jahrelang egal.“ Man müsse aber in der Umsetzung konsequenter sein, räumte sie ein.

„Der Antrag greift ein Thema auf, bei dem es nicht vorangegangen ist“, deshalb fand Heiner Klemp (Grüne) den Prüfantrag gut.

Ebenso SPD-Fraktionschef Dirk Blettermann: „Nix getan, ist kein guter Zungenschlag, aber der Prüfantrag ist o.k.“ Sachlichkeit mahnte Ralph Bujok (Linke) an: „Prüfen wir, was seit 2011 umgesetzt worden ist und wo dringend Bedarf besteht.“ So wird es mit dem Prüfantrag der CDU nun passieren.

Von Heike Bergt

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