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Lokales Kreatives vor königlicher Kulisse
Lokales Kreatives vor königlicher Kulisse
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00:18 05.05.2017
An mehr als 50 Keramikständen konnten sich die Besucher „verführen“ lassen, außerdem wurden alte Handwerke vorgestellt. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

Ungebrochen ist die Faszination, die von handwerklicher Keramik ausgeht. Das zeigte auch die Zahl der Besucher beim 11. Keramikmarkt in Königs Wusterhausen. Mehr als 50 Kunstkeramiker und Töpfermeister präsentierten am Wochenende ihre individuell gefertigten Produkte. Diese überzeugten durch Form und Farbe, die von künstlerischem Können und handwerklichem Geschick bestimmt waren. Die Palette reichte vom Steinzeug bis zu Fayencen, von traditionellen Formen und Mustern bis zu modernem Design. „Ich komme schon viele, viele Jahre hierher. Das Umfeld ist schön, mit den Leuten komme ich bestens klar und der Markt ist gut organisiert“, lobte Andreas Leonhardt. Der Töpfermeister aus Plauen demonstrierte anschaulich, wie Raku-Keramik hergestellt wird. Raku ist eine mehr als 400 Jahre alte japanische Brenntechnik. Leonhardt nahm mit einer langen Zange die 1000 Grad heißen Schalen aus dem Brennofen und bettete sie in Holzspäne. Rauch stieg auf. Er schob mehr Späne drüber. Zum Schluss taucht er die Keramik ins Wasser. „Durch das Abräuchern in kohlenstoffhaltigen Stoffen wird der Glasur der Sauerstoff entzogen und es entstehen die für Raku typischen Oberflächeneffekte“, erläuterte Leonhardt.

Farbenfrohe Keramik und andere alte Handwerkstechniken

Mit verschiedenfarbigen Engoben und Glasuren arbeitet Tilman Beyer. Vor mehr als 50 Jahren hat er das Töpfern erlernt. „Es ist ein schöner, vielseitiger Beruf und man kann bis ins hohe Alter kreativ sein“, sagte der Hallenser. Seine fröhlich-bunten Teller und Schalen machten schon beim Ansehen einfach gute Laune. Aber auch schlichte Gefäße fertigt der Keramiker.

Traditionell waren neben der Töpferei andere alte Handwerkstechniken wie Schmieden, Drechseln und Korbflechten am Schloss vertreten. Die Besucher hatten auch Gelegenheit, einer Töpferin bei der Arbeit an der Drehscheibe über die Schulter zu schauen. Der Markt lockte aber nicht nur mit seinen vielen Ständen: „Los Dilettantos“ zogen das Publikum mit mittelalterlicher Musik und Straßentheaterszenen in den Bann.

„Mich fasziniert das Persönliche, Handgemachte. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich Ton verarbeitet werden kann“, sagte Amrita Torosa. Die Berlinerin hatte schon einen türkisfarbenen Teetopf gekauft und überlegte, noch mehr zu erwerben.

Zufriedene Organisatoren

Markus Motz, der zusammen mit dem Verein Kulturallianz die Veranstaltung wieder auf die Beine gestellt hatte, freute sich, dass sie so gut angenommen wurde. „Wir haben hier Kunsthandwerker aus ganz Deutschland, Holland und Ungarn“, sagte der Keramiker aus Zernsdorf. Er bedauerte, dass auch in diesem Jahr der Markt nur vor den Kavalierhäusern und nicht rund ums Schloss aufgebaut werden durfte. Das irritierte auch Besucher. „Das ist schade, dass die Stände am Graben enden, aber es ist trotzdem richtig schön hier“, meine Valeska Vogel.

Von Heidrun Voigt

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