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Luckenwalde Küche international

Großer Andrang herrschte beim ersten kleinen Streetfestival auf dem Freigelände der „Goldenen 33“ am Markt in Luckenwalde. 20 Köche und viele Helfer bereitete ein internationales Büfett zu. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit kulturellen Häppchen.

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Kein Wunder, dass bei den vielen leckeren Gerichten der Andrang gestern groß war.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Marga Müller war begeistert. Vor allem von diese Vielfalt von süß und deftig. „Ich finde die Idee einfach toll, hier verschiedene Speisen anzubieten“, so die Luckenwalderin gestern beim ersten kleinen Streetfood-Festival in der Stadt.

Marga Müller war nicht die einzige, die zum Schlemmen gekommen war. Die Stände waren von Anfang an dicht umlagert. Mit einem solchen Andrang hatten die Initiatoren von „Kultur & Streetfood“ nicht gerechnet. „Lassen Sie sich auf eine kulinarische Weltreise ein“, forderte Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth von der Heide (SPD) die Besucher auf: „20 Köche wollen mit Ihnen ihre Lieblingsspeisen teilen und Sie dabei mit ihren Esskulturen vertraut machen.

Das Schöne daran sei, dass dafür keine Fremdsprachenkenntnisse erforderlich seien. Es reiche aus, zu sehen und zu schmecken, um zu verstehen. In Luckenwalde braucht man keine ausländische Spitzenköche einfliegen zu lassen, denn sie sind bereits hier. „Viele Köche veredeln den Brei“, so von der Heide, die sich bei den Organisatorinnen des Festivals, Sabine Ernicke und Anke Habelmann für die Idee bedankte.

Etliches wurden vor Ort in der mobilen Küchenzeile zubereitet, die Nadine Walbrach zur Verfügung stellte. Andere Speisen wurden fertig in Schüsseln oder auf Tabletts serviert. Anke Habelmann, Koordinatorin für Flüchtlingsintegration der Stadt Luckenwalde, stellte einige Köche und deren Gerichte vor.

Besonders begehrt waren die afghanischen Hackbällchen, Kichererbsenpasta nach Damaskus Art sowie der arabische Petersiliensalat. Die Süßspeise, die Firyal Faour aus Syrien zubereitet hatte, war schon nach 20 Minuten verputzt. „Ich freue mich sehr, dass es den Besuchern gut geschmeckt hat. Das macht mich glücklich“, sagte Faour.

Kinderschminken war sehr beliebt

Kinderschminken war sehr beliebt. Jean Freund vom Projekt Integrationsbegleitung Teltow-Fläming hatte alle Hände voll zu tun.

Quelle: Margrit Hahn

Bäckermeisterin Antje Mieske aus Blankensee hatte von Kultur & Streetfood in der MAZ gelesen und war neugierig. „Wir reisen oft in südliche Länder. Ich liebe deren Speisen. Ich mag vor allem Baglava. Und hier bekommt man echte Hausmannskost“, sagte Mieske. Die Frauen hätten sich wirklich große Mühe bei der Zubereitung gegeben. Einige der Rezepte müsse sie unbedingt ausprobieren. Besonders gut fand sie, dass die Rezepte gleich mit Fotos abgedruckt waren. Allerdings sei es schwierig, alle Zutaten zu bekommen. Deshalb müsse ihr Sohn hin und wieder nach Berlin, um Fehlendes zu besorgen.

„Ich finde das Essen großartig. Ich kenne viele der Köche hier vom Deutschunterricht, den ich gegeben haben“, berichtet Reinhard Pinkert aus Luckenwalde.

Abdul Karim (M) und Ammar Abu Nabbat sorgten für kulturelle Häppchen

Abdul Karim (M.) und Ammar Abu Nabbat sorgten für kulturelle Häppchen.

Quelle: Margrit Hahn

Und während tüchtig geschlemmt wurde, konnten sich die Kinder schminken lassen, Jaen Freund vom Projekt Integrationsbegleitung Teltow-Fläming erfüllte die Wünsche der kleinen Besucher und zeichnete Schmetterlinge, Blumen und gar ein Monstergesicht auf die Wangen. Abdul Karim hatte seine Trommel mitgebracht und sorgte abwechselnd mit Ammar Abu Nabbat für musikalische Häppchen.

Von Margrit Hahn

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