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Leidenschaft, Melancholie und Schmerz

Luckenwalde Leidenschaft, Melancholie und Schmerz

Die Volkshochschule Teltow-Fläming bietet mit Debra Ferrari und Emiliano Giménez Tangokurse für Fortgeschrittene und Anfänger

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Immer mittwochs kann im Kreativzentrum der Volkshochschule in der Dessauer Straße in Luckenwalde Tango getanzt werden.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Schon allein der Name Debra Ferrari verspricht Tempo und Leidenschaft. Die Argentinierin und ihr Lebensgefährt Emiliano Giménez unterrichten an der Volkshochschule Teltow-Fläming Tango. Sie stammen aus Buenos Aires und erhielten dort eine Ausbildung zu professionellen Tangotänzern. Seit 1995 arbeiten sie gemeinsam als Tanzlehrer, Tänzer und Choreografen in Berlin. Sie traten in ganz Europa auf.

In ihrem Unterricht bauen sie auf die traditionellen Wurzeln des Tangos und fördern gleichzeitig die Improvisation und Kreativität der Tänzer. In Luckenwalde geben sie seit einem Jahr Unterricht. „Teilnehmen können bei uns nur Paare“, sagt Debra Ferrari. Jeden Mittwoch kommen die zehn Tango-Schüler in den Räumen der Volkshochschule in der Dessauer Straße zusammen. Die Tanzlehrer bringen die Musik mit und die Schüler die Lust an der Bewegung und die entsprechenden Schuhe.

Jens Dreßler und Nadine Becker (vorn) beherrschen die Elemente schon recht gut

Jens Dreßler und Nadine Becker (vorn) beherrschen die Elemente schon recht gut

Quelle: Margrit Hahn

Tango ist Ausdruck von Leidenschaft, Melancholie und Schmerz. Diesen Tanz in klobigen Turnschuhen auszuführen, wäre ungeeignet. „Frauen sind oft die ehrgeizigeren Tanzpartner“, erklärt Debra Ferrari, Wobei das nicht in jedem Fall zutrifft, wie Jens Dreßler aus Ludwigsfelde beweist. Vor drei Jahren haben er und seine Freundin Nadine Becker auf seine Initiative hin mit Standardtänzen begonnen. „Wir wollten schon seit längerem Lateinamerikanische Tänze lernen und haben auch mit Zumba begonnen. Doch die meisten Kurse wurden nur in Berlin oder und Potsdam angeboten“, sagt der Vertriebs-Außendienstmitarbeiter. Als er erfuhr, dass in Luckenwalde Tango unterrichtet wird, zögerte er nicht lange. Für ihn ist Tangotanzen ein schöner Ausgleich zur täglichen Arbeit, die überwiegend aus Autofahren besteht. „Es ist ein tolles Hobby und man tut zudem noch etwas für den Körper“, fügt Dreßler hinzu, der auch im Urlaub und bei Veranstaltungen gern das Tanzbein schwingt.

Die Tanzlehrer zeigen immer wieder Schrittfolgen Emiliano

Die Tanzlehrer zeigen immer wieder Schrittfolgen Emiliano

Quelle: Margrit Hahn

Auch Rüdiger Schmidt aus Jüterbog ist leidenschaftlicher Tangotänzer. Der promovierte Mediziner hat die Grundlagen schon vor 15 Jahren in Berlin gelernt. „Das ist ein Tanz , den man unendlich perfektionieren kann“. Tango sei eine Lebensaufgabe. Man lerne immer neue Elemente dazu. „Und als Mediziner kann ich Tanzen allgemein als ideale Demenzprophylaxe empfehlen“, sagt Schmidt. Besonders gefällt ihm, dass die Tangolehrer echte Argentinier sind und eine solche Geduld haben, dass es jeder lernt.

Nach den Oktoberferien soll ein Anfängerkurs gestartet werden, der immer mittwochs von 20.15 bis 21.45 Uhr stattfindet. Wer Lust hat. kann sich gern bei der Volkshochschule Teltow-Fläming anmelden. Der Kurs geht über zehn bis zwölf Wochen und Debra Ferrari verspricht, dass man danach auf der Tanzfläche auf jeden Fall schon eine gute Figur macht. Teilnehmen können bis zu acht Paare.

Von Margrit Hahn

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