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Luckenwalder gestalten Kunstwerk

Aktion zur 800-Jahr-Feier der Stadt am Bahnhof Luckenwalder gestalten Kunstwerk

Kratzbilder haben Teilnehmer einer Kunstaktion in Luckenwalde am Sonntag gestaltet. Die Platten werden jetzt zu einem Gesamtkunstwerk verbunden, dass in der Nähe des Bahnhofs aufgehängt werden soll. Künstler Mario Mannhaupt hatte die Idee zu dem Projekt. Nur ein Manko gibt es: Es sind weniger Bilder als geplant.

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Künstler Mario Mannhaupt (r.) und Tochter Thea (l.) geben Teilnehmern der Kunstaktion Hinweise zur Kratzkunst.

Quelle: Schubert

Luckenwalde. Ihre Wünsche und Hoffnungen oder ihre Eindrücke aus der Stadt konnten die Luckenwalder am Sonntag in Holz schnitzen: Die Stadt und der Künstler Mario Mannhaupt hatten anlässlich der 800-Jahr-Feier die Einwohner zu einer Kunstaktion in den Nuthepark eingeladen. Vorabanmeldungen waren zwar erwünscht, die öffentliche Aktion auf dem „Luckenwalder Beach“ lockte zusätzlich aber auch spontan Begeisterte an, die bei dem sonnigen Wetter unter anderem von der Fläming-Skate kamen. So versuchten sich Hobbykünstler und ganz Ungeübte an den vorab bunt grundierten Holzplatten, um ihr ganz persönliches Motiv schnitzend zu verewigen. Dabei mussten sie weder einen Sonnenstich fürchten noch hungern – es gab Pavillons, unter denen sich schattige Plätze an Tischen befanden, sowie einen vom Gymnasium organisierten Kuchenbasar, mit dem die Schüler Geld für ihren Abiball sammelten.

Buntes Potpourri künstlerischer Intentionen

Das ständige Kommen und Gehen der vielen Teilnehmer wurde beaufsichtigt von Künstler Mario Mannhaupt und seiner 16-jährigen Tochter Thea. Beide halfen gern mit ein paar guten Ratschlägen. Es ergab sich ein buntes Potpourri aus künstlerischen Intentionen: Themen wie Migration, Toleranz und Heimat wurden teils abstrakt dargestellt, Motive der Freundschaft und der Gemeinschaft spielten eine große Rolle. Sandro Schulz (32) war im April 2015 hergezogen. Er stellte beispielsweise dar, wie gut er von der Nachbarschaft aufgenommen wurde. „Ich möchte einfach Danke sagen.“ Sandra Schulz (38) dagegen drückte in ihrem Bild ihre Kritik am Jugendamt und am Kinderschutz aus: „Es soll sich etwas verbessern!“, fand sie.

Obwohl die Mitmach-Kunstaktion eigentlich gut von der Luckenwalder Bevölkerung angenommen wurde, kamen am Ende nur etwa 70 Platten zusammen, eigentlich sollten es insgesamt 100 werden. Diese Platten werden demnächst in der Nähe des Luckenwalder Bahnhofs als Gemeinschaftswerk installiert. Mario Mannhaupt selbst war sehr zufrieden mit der aktiven Beteiligung der Luckenwalder und freute sich über alle, die sich hier von ihren eigenen Fertigkeiten überraschen ließen, von denen sie selbst vielleicht nichts wussten. Diese „andere Art von Attraktion“, wie er es nannte, böte die Möglichkeit, „die Gedanken und Gefühle stellvertretend für Luckenwalde ausdrücken zu können.“

Von Katja Schubert

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