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Lucki-Land zum Träumen

Luckenwalde Lucki-Land zum Träumen

In der ehemaligen Luckenwalder Konsumbäckerei entsteht durch Privatinitiative ein Abenteuer-Indoorspielplatz mit Drahtseilbahn, Trampolin, Schaukel und Kletterturm. Im April soll die Eröffnung sein. Gabriele und Andreas Stockhaus haben bisher alles aus privater Tasche bezahlt. Inzwischen wird es finanziell eng und sie hoffen auf Spenden.

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Gabriele Stockhaus malt lustige Märchen- und Kinderfiguren an die Wände, wie hier diesen Piraten.

Luckenwalde. Auf einer Fläche von 500 Quadratmetern entsteht auf dem Gewerbehof der ehemaligen Konsumbäckerei in der Luckenwalder, Bussestraße 20a, das „Lucki-Kinderland“. Seit Monaten sind Andreas und Gabriele Stockhaus dabei, dort einen Indoor-Spielplatz zu schaffen. 400 Meter Versorgungsschächte mussten per Hand entsorgt werden, zudem mehr als 1000 Meter Kabel. Die Fliesenwände wurden geschrubbt und die Sanitäranlagen in Gang gebracht.

Was die beiden bisher auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. „Ich wollte diesen Abenteuerspielplatz errichten, weil ich der Ansicht bin, dass es in der Stadt für die Kleinsten nicht genügend Freizeitangebote gibt, wo sie sich voll ausleben und entwickeln können“, sagt Andreas Stockhaus.

Der feine Kies fehlt noch ebenso wie Turnmatten

Der feine Kies fehlt noch ebenso wie Turnmatten. Auch sonst muss noch einiges in diesem Bereich getan werden.

Quelle: Margrit Hahn

Der 47-Jährige hat die riesige Halle aufgeteilt. So gibt es einen Spielraum mit einem 20 Quadratmeter großen Buddelplatz für Kinder bis drei Jahre. Einen zweiten bis sechs Jahre und einen dritten für Mädchen und Jungen bis 14 Jahre. Einen ersten Test hat das „Lucki“ bereits bestanden: Vor kurzem konnten Eltern mit ihren Kindern schon mal ein Blick in die drei Hallenabschnitte werfen und die Spielgeräte ausprobieren. Besonders gut kamen die Drahtseilbahn, das Trampolin, die Schaukeln, der Kletterturm sowie die Balancierstrecke zum Hangeln an. „Die Kinder hatten ihre Vorstellungen, was sie noch gern haben möchten oder was verändert werden könnte. Aber ich muss zuerst an die Sicherheit denken“, sagt Stockhaus.

Lustige Figuren an den Wänden

Seine Frau sorgt für die Dekoration und malt lustige bunte Figuren an die Wände. Die Sozialpädagogin hat auch für die Zeit nach der Fertigstellung des Indoor-Spielplatzes viele tolle Ideen. „Man könnte an den Nachmittagen beispielsweise Stelzen oder Seifenkisten bauen, um so die Kinder zu fördern“, sagt sie. Ideen haben sie jede Menge. Das Problem ist die Finanzierung.

Sie haben all ihr Erspartes in dieses Projekt gesteckt und gehofft, dass es ausreichen würde. „8000 Euro sind allein für Materialkosten draufgegangen", fügt Stockhaus hinzu. Die gesamten Bauzeichnungen hat er selbst angefertigt. Allerdings musste ein Architekt wegen der Brandschutzbestimmungen hinzugezogen werden. „Auch das waren unvorhergesehene Ausgaben“, stellt er fest. Inzwischen hat er einige Abstriche gemacht. Von seiner Anfangsidee, eine Minigolfanlage im Außenbereich zu errichten, musste er sich zunächst verabschieden. „Allein das Akustikgutachten kosten 4000 Euro“, bedauert er.

Ziel im Auge behalten

Trotzdem will er sich von seinen Plänen nicht abbringen lassen. Zwar gab es Phasen, in denen es nicht weiterging und die bürokratischen Hürden unüberwindbar schienen, doch die Luckenwalder glauben nach wie vor an ihre Sache. „Wir haben Glück, dass uns Handwerksfirmen der Stadt unterstützen“, sagt Stockhaus. Doch allein das reicht nicht aus. Daher hofft das Ehepaar auf Spenden, um das „Lucki-Kinderland“ zu vollenden.

Geplant ist die Eröffnung für den April. Und bis dahin gibt es noch viel zu tun. In den nächsten Tag soll der Sand geliefert werden. Für die Eltern sollen Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Um es wohnlicher und wärmer werden zu lassen, brauchen die Spielplatz- Initiatoren jede Menge Teppiche. „Wer seinen Teppich nicht mehr braucht, kann ihn gern zu uns bringen. Allerdings kommen nur Teppiche, keine Auslegware in Frage“, erklärt Stockhaus. Die größte Hürde kommt allerdings noch: Vom Tüv müssen sämtliche Spielgeräte abgenommen werden. Und was das kostet, wissen Stockhaus auch noch nicht.

Kontakt: stockhaus69@web.de

Von Margrit Hahn

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