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Mehr Fahrzeuge zur Erntezeit

Hennickendorf Mehr Fahrzeuge zur Erntezeit

In Hennickendorf scheiden sich die Geister. Es scheint unterschiedliche Auffassungen zum Thema Lärm zu geben. Unternehmer Ernst-August Winkelmann betont, dass seine Mitarbeiter nicht auf die Felder fliegen können.

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In Hennickendorf sind sich die Bewohner beim Thema Lärm und Umweltbelastung nicht einig.

Quelle: Margrit Hahn

Hennickendorf. Beim Thema Lärm scheiden sich in Hennickendorf die Geister. Während sich Jovita Galster-Döring darüber beklagt, dass der Lärm im Ort immer mehr zunimmt (die MAZ berichtete), ist Michaela Hoffmann anderer Ansicht. „Hennickendorf ist und bleibt ein Dorf. Dazu gehört auch die Landwirtschaft mit ihren Fahrzeugen“, sagt die Hennickendorferin.

Schon früher hätten die Kinder am Straßenrand gestanden und den Mähdrescherfahrern gewunken. „Wir hatten hier die NVA und später die Bundeswehr sowie Traktoren und Landmaschinen“, berichtetet Michaela Hoffmann. Nur einmal seien Lärm und die Verkehrsbelastung richtig schlimm gewesen. Das war, als die B246 gebaut wurde und die Umleitung durch Hennickendorf führte.

In der Erntezeit sind mehr Fahrzeuge unterwegs

Jovita Galster-Döring hat sich mit einem Brief an Nuthe-Urstromtals Bürgermeister Stefan Scheddin gewandt. Sie schrieb ihm, dass vor allem die Fahrzeuge vom Unternehmen Winkelmann eine Belastung für die Dorfbewohner und die Straßen im Ort seien. Wie Ernst-August Winkelmann, Chef vom Klaistower Spargelhof, sagt, könne man nicht verhindern, dass während der Erntezeit mit einem höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen sei. „Als wir damals die Kaserne gekauft haben, wurde Wert darauf gelegt, die ehemalige Ministerzufahrt wie sie genannt wurde, (die heutige Waldstraße) zu verlegen, um das Verkehrsaufkommen im Ort so gering wie möglich zu halten“, sagt Winkelmann. Auf sein Drängen hin erfolgte ein direkter Anschluss an die L80. „Alle unsere Fahrzeuge sind TÜV-geprüft. Wir haben keine ausgemusterten Fahrzeuge im Bestand. Sämtliche Fahrzeuge entsprechen den technischen Standards“, fügt Winkelmann hinzu. Er setze alles daran, den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Allerdings sagt er, dass seine Leute nicht zu den Feldern fliegen könnten. „Man darf auch nicht vergessen, dass wir 90 feste Arbeitsplätze geschaffen haben.“ Der Spargelanbau wird laut Winkelmann in der Region nicht weiter ausgebaut. Der Unternehmer will an seine Mitarbeiter appellieren, die Fahrzeuge so zu führen, dass die Belastung für die Dorfbewohner so gering wie möglich ist.

Die Aktion wird von der FDP unterstützt

Jovita Galster-Döring will nach wie vor, dass die Gemeinde Nuthe-Urstromtal die Lärmbelästigungen in Hennickendorf bei der Erarbeitung des Lärmaktionsplanes berücksichtigt. Als stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP und Vorstand des FDP Ortsvereins Süd betone sie, dass die Aktion seitens der FDP unterstützt wird.

Von Margrit Hahn

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