Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Lokales Mehr Platz für Gewerbeansiedelungen
Lokales Mehr Platz für Gewerbeansiedelungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:46 24.10.2017
Das geplante Erweiterungsgebiet. Quelle: Stadt
Oranienburg

Grünes Licht für die Erweiterung des Gewerbeparks Süd: Die Voraussetzungen hat die Stadt jetzt mit der Schaffung von Baurecht mittels B-Plänen beziehungsweise vorhabebezogen B-Plänen auf den Liegenschaften des Ex-Flugplatzes geschaffen. Mit rund 90 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen ist der Gewerbepark Süd einer der größten Industriestandorte im Regionalen Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten. Die vorhandenen Gewerbe-Bauflächen sind jedoch inzwischen alle belegt, unter anderem Unternehmen aus dem Bereich Logistik, Bau und metallverarbeitender Industrie haben sich auf den Flächen des ehemaligen Flugplatzes angesiedelt. Da inzwischen in allen Gewerbegebieten die Flächenreserven erschöpft sind und die Nachfrage von Gewerbe- und Industrieunternehmen ungebrochen ist – insbesondere ab 10 000 Quadratmeter – hat Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke die Aufnahme von Kaufverhandlungen mit der Brandenburgischen Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH (BBG) über die nördlichen Teilflächen des ehemaligen Flugplatzes veranlasst. Die BBG ist Eigentümerin der Flächen. Am 9. Oktober hat die Stadtverordnetenversammlung dem Bürgermeister grünes Licht gegeben, den nördlichen Teil des alten Militärflugplatzes zu erwerben.

Ziel ist, den Gewerbepark dort zu erweitern, wo es der Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten von 1996 zum „Gesamtleitkonzept Flugplatz Oranienburg“ vorgesehen hat und es im Flächennutzungsplan steht. Bereits 2014 hatte die Stadtverordneten einen Aufstellungsbeschluss für den B-Plan „Gewerbepark Süd – Nordteil“ gefasst, um hier entsprechendes Baurecht zu schaffen. An den Planansätze wird jetzt angeknüpft. Oranienburg stellt sich der wachsenden Nachfrage an Gewerbeflächen und schafft die Voraussetzung dafür, dass weitere Arbeitsplätze entstehen. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke ist zufrieden damit, dass das lange, zähe Ringen mit dem Grundstückseigentümer zum Ende seiner Amtszeit zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte: „Für unsere boomende Stadt ist es wichtig, keine Schlafstadt für Pendler zu werden, sondern attraktive Arbeitsplätze vor Ort bieten zu können. Außerdem brauchen wir erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen, von deren Steuern wir profitieren, um darüber die Finanzierung der notwendigen sozialen und verkehrlichen Infrastruktur zu ermöglichen.“

Das betroffene Gebiet hat eine Größe von 60 Hektar. Das Grundstück ist bebaut mit einer ehemaligen Einfliegerhalle der Heinkelwerke, die seit 1999 unter Denkmalschutz steht. Neben der Einfliegerhalle befinden sich weitere Bauten und Rest ehemaliger Bebauung, wie Bunker, Wälle, Munitionslager, Wirtschaftsgebäude, Garagen, Hubschrauberunterstände, Splitterschutzwände, Unterkunftsgebäude, eine Sammelgrube und Reste der ehemaligen Start- und Landebahn.

Auf der Grundlage des Gesetzes über die Verwertung der Liegenschaften der Westgruppe der Truppen vom 3. Juni 1994 wurden die bis dahin von der Roten Armee militärisch genutzten Grundstücke in das Sondervermögen „Grundstücksfonds Brandenburg“ eingebracht. Es ist Kampfmittelverdachtsfläche.

Das Areal soll in Bauabschnitten entwickelt werden. Der 1. ist die Weiterführung des Straßenausbaus der Flugpionierstraße auf einer Längs von 1550 Metern mit der Anbindung an den Kreisverkehr Walther-Bothe-Straße/Bärenklauer Weg, um die künftigen Gewerbeflächen erschließen zu können. Gleichzeitig ist beabsichtigt, den Busverkehr zu optimieren, um die Straße am Kanal und anliegende Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Das soll bis Ende 2020 erfolgen. Voraussetzung ist der Abschluss eines B-Planverfahrens durch die Stadt. Die Kosten für Planverfahren und Bauvorhaben „Flugpionierstraße“ und der Kampfmittelbeseitigung sollen im Haushalt 2018 der Stadt Berücksichtigung finden. Die bemüht sich um Förderung beim Land zur Entwicklung des Gebietes.

Die Belastungen der Grundstücke mit Bauruinen, Abfällen und Kampfmitteln wurden beim Kaufpreis berücksichtigt. Die Stadt hat sich verpflichtet, den Abbruch, die Beseitigung von Abfällen und die Kampfmittelräumung bis 2027 durchzuführen und dem Verkäufer die Kosten nachzuweisen.

Sobald das Baurecht geschaffen und die Flugpionierstraße verlängert ist, will die Stadt die Bauflächen ab 2021 vermarkten.

Von MAZ-online

Margriet de Moor und Hermann Koch lesen Anfang November im Rahmen des Festivals „Stadt, Land, Buch 2017“ in Oranienburg. Aber auch Autoren aus der Region.

24.10.2017

Anwohner meldet sich am Lesertelefon und findet, dass das Glattschieben von Straßen rausgeschmissenes Geld ist, besser, eine Schwarzdecke aufgebracht werden solle. Doch es wird bei Reparaturen bleiben, so der Baustadtrat, auch 2018 haben Schul- und Kitabau Vorrang.

24.10.2017

Hermann Koebe wurde jahrelang von seinem Freund bespitzelt und erfuhr davon erst vor wenigen Wochen. Er ist schockiert, das sein Kinder- und Jugendfreund nicht wenigstens nach der Wende Reue gezeigt hat.

24.10.2017