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Moderne Wohnungen im alten Kaufhaus

Trebbin Moderne Wohnungen im alten Kaufhaus

Bauherr Michael Koskar investiert zwei Millionen Euro, damit aus einem Schandfleck eine moderne Wohnanlage entsteht.

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Bauherr Michael Koskar hat das alte Kaufhaus vor etwa zwei Jahren erworben und baut es derzeit zu einem Wohnhaus um.

Quelle: Margrit Hahn

Trebbin. „Es läuft alles nach Plan“, sagt Michael Koskar. Der Rehagener hat das ehemaliger Trebbiner Kaufhaus gekauft, das jetzt zum Wohnhaus umgebaut wird. Um Baukosten zu sparen, entschloss er sich, die Entkernung des Gebäudes, das jahrelang leer stand, selbst vorzunehmen. Seit anderthalb Jahren ist er fast jedes Wochenende auf der Baustelle, um nicht benötige Gebäudeteile und Schadstoffe zu entfernen. Vor allem die Hinterlassenschaften der Tauben, haben für Schweißperlen gesorgt.

Zwar sieht das Gebäude teilweise aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, doch Michael Koskar ist guter Dinge, dass in wenigen Wochen erste Erfolge zu sehen sind. Täglich tummeln sich jetzt je nach Baufortschritt vier bis zehn Maurer und Betonbauer im alten Trend-Kaufhaus. Als Firma hat er seinen Schwiegervater in spe, René Keiper, mit dessen Bau- und Dienstleistungs-GmbH beauftragt. Laut Keiper sei es momentan schwierig, Material zu bekommen. „Die Baubranche boomt. Die Zulieferer sind überfordert. Wenn man Beton bestellt bekommt man weder eine Pumpe noch findet sich jemand, der liefern kann“, sagt Keiper. Trotzdem ist er optimistisch. Ziel sei, den Bau im kommenden Jahr fertig zu stellen, sodass die Mieter im Mai einziehen könnten.

Von den 18 Wohnungen, die entstehen sollen, sind bereits zwölf vermietet. Darum kümmert sich ein Immobilienmakler. Vor allem junge Familie Trebbin haben sich dafür entschieden. Die Dachgeschosswohnungen mit Ausblick über die Clauertstadt waren als erstes weg. Die Grundrisse der einzelnen Wohnungen hängen am Giebel des Gebäudes. Daran ist der Zuschnitt genau zu erkennen. Zwei Wohnungen bekommen einen kleinen Garten.

„Ich habe überlegt, ob ich der Defa noch Bescheid sagen, falls sie hier noch einige Filmaufnahmen von der löchrigen Fassade machen wollen“, sagt René Keiper schmunzelnd. Die Fassade wird in den kommenden Wochen um 2,20 Meter nach vorn versetzt. „Uns war wichtig, den Charme und die Optik des ursprünglichen Gebäudes zu erhalten“, fügt Keiper hinzu.

Bei den Bauarbeiten wurden alte Leitungen der Deutschen Post entdeckt. Als Keiper nachfragte, was es damit auf sich habe, konnte ihm keiner genaueres sagen. Man riet ihm dazu, die Kabel zu entfernen. Als er um eine schriftliche Bestätigung bat, tauchte plötzlich jemand auf und schaute sich die Sache an. Es stellte sich heraus, dass es sich um Leitungen handelt, die von der Telekom genutzt werden. Hätte Keiper wie empfohlen, die Kabel weggehackt, wären ein Großteil der Trebbiner jetzt ohne Telefonanschluss.

Michael Koskar ist froh, dass die Zusammenarbeit mit Planer, Statiker und Brandschutzleuten gut funktioniert. Insgesamt investiert er in das Projekt zwei Millionen Euro.

Von Margrit Hahn

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