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Lokales „Mourlot und seine Freunde“
Lokales „Mourlot und seine Freunde“
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04:40 27.09.2017
Bei der Ausstellungseröffnung: Roman Schmidt und Akkordeonspielerin Carmen Hey. Quelle: foto: Stadtverwaltung Luckenwalde
Luckenwalde

Die Sonderausstellung „Mourlot und seine Freunde“ ist im Luckenwalder Heimatmuseum eröffnet worden. Ursprünglich waren andere Bilder der Sudermann-Galerie in Luckenwalde vorgesehen. Doch einige davon waren bei einer anderen Ausstellung kurz zuvor zu Bruch gegangen, sodass umdisponiert werden musste. Museumsleiter Roman Schmidt ist froh, dass die jetzige Ausstellung zustande gekommen ist.

„Wir alle kennen die berühmten grafischen Werke von Chagall, Matisse, Picasso und Miró. Doch woher kommt diese große grafische Kunst der Lithografie dieser Maler? Sie hat einen großen Namen: Mourlot“, sagte Schmidt bei der Eröffnung. Fernand Mourlot wurde 1895 in Paris geboren. Er studierte Malerei an einer Universität in Paris. Nach dem Tod seines Vaters 1921, übernahm Fernand Mourlot die Druckwerkstatt. Von nun an widmete er sich ausschließlich dem Druck von Lithografien. Es war die Geburtsstunde der Künstlergrafik, wie wir sie heute kennen.

In Paris der 1930er und 1940er Jahre sprach sich in Künstlerkreisen schnell herum, dass sich die Druckwerkstatt von Mourlot auf Künstlergrafik und Künstlerplakate spezialisiert hatte. Als frühe Beispiele sind in dieser Ausstellung Paul Klee mit „Der Winter“, und Wassily Kandinsky mit der Farblithografie „Sterne“ zu sehen, die beide 1938 entstanden. Es kamen Künstler wie Pierre Bonnard, Henri Matisse, Marc Chagall, Pablo Picasso oder Georges Braque in das Atelier von Mourlot, um ihre Ideen auf den Lithostein künstlerisch umzusetzen. Sie erlernten das Lithografieren bei Mourlot und druckten die Auflagen ihrer Lithografien bei ihm. Mit den meisten dieser Künstler verband Mourlot eine lebenslange Freundschaft. Er war für die Künstler Freund und Meister in einer Person.

Der Galerist Rüdiger Sundermann aus Würzburg besuchte Mitte der 1980er Jahre das Atelier von Mourlot in Paris und war von der Atmosphäre, dem Geruch der fetthaltigen Lithofarbe und den Druckpressen aus verschiedenen Jahrzehnten tief beeindruckt. „Alle hier bei uns gezeigten Arbeiten stammen aus dem Atelier Mourlot Paris und sind Originale“, sagt Roman Schmidt.

Die Ausstellung ist bis zum 29. Oktober zu sehen.

Von Margrit Hahn

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