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Lokales Musik und Show im Blut
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20:32 19.01.2017
Benefizkonzert zugunsten der Oranienburger Bürgerstiftung im Oktober letzten Jahres mit Stargast Claudio Maniscalco.
Oranienburg

„Als wir auf die Bühne kamen und ringsum die vielen Zuschauer. Es war überwältigend. Ein Gänsehautmoment“, erinnert sich Ronny Heinrich an den ersten Auftritt der Oranienburger Schlossmusiker im Großen Saal der Berliner Philharmonie. Nein, auch nach 25 Jahren an Mikro, Taktstock und Instrument sei er vor Herzklopfen nicht gefeit. Und Ehefrau Kathrin geht es ebenso. Aufregung ist Teil des Musikerlebens, wie es die beiden gemeinsam führen.

Das begann vor vielen Jahren. Die beiden wurden als Nachbarskinder im Lindenring groß, lernten in der hiesigen Musikschule, studierten an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin – er Kontrabass, sie die Geige. Ohne Musik ging und geht im Hause Heinrich gar nichts. Mal miteinander, mal auf getrennten Wegen. Ronny Heinrich ist Leiter der Hennigsdorfer Musikschule, auch Ehefrau Kathrin unterrichtet dort. „Das ist unsere Basis“, sagen sie. Konzerte sind wichtig, ein fester Job aber auch. Kathrin Heinrich hat in den 90er-Jahren beim Rias-Tanzorchester gespielt: „An meinem 30. Geburtstag für Natalie Cole beim Abschlusskonzert ihrer Welttournee in Deutschland.“ In Dieter Thomas Hecks Hitparade lernte sie nicht nur Stars wie Udo Jürgens kennen.

Am 4. April 1992 standen sie das erste Mal als „Oranienburger Schlossmusik“ auf der Bühne – beim 1. Wirtschafts- und Presseball. Bis heute sind neben Kathrin und Ronny Heinrich Antje Parchmann, Sabine Bilinski, Uta Hoyer, Andreas Holz, Bodo Czerny und Rolf-Peter Büttner mit dabei. Die Maximalbesetzung sind heute 20 Musiker. Erste Kostüme kamen noch aus den Defa-Studio-Werkstätten. Heute ist Evelin Harren aus Berlin -Hermsdorf Beraterin in Sachen Stoff und Kostüme. Schließlich „hört“ das Auge mit. Ronny Heinrich freut sich immer über das Raunen, das durch die Reihe geht, „wenn wir nach der Pause in neuer Robe auf der Bühne erscheinen“. Und er legt größten Wert darauf, dass die Etikette stimmt. Die Krawatte, der Hut, die Schminke. Die Show kann beginnen.

„Die 90er Jahre waren die Hochzeit der großen Bälle im ICC, an den Theatern. „Die ist vorbei, aber sie kommt wieder“, ist sich Ronny Heinrich sicher. Beliebt und geschätzt sind sie vor allem für ihr riesiges Repertoire an Musik von Musical bis Schlager, von romantischen Caféhausklängen bis zu klassischen Wiener Melodien. Leicht, technisch perfekt, virtuos dargeboten. In vier Formationen stehen sie heute auf der Bühne: Als Caféhausmusik-Ensemble, Streichquartett, Tanzorchester und eben als Schlossmusik. Gemeinsames Markenzeichen: Ronny Heinrich und: „Bei uns ist alles live.“

Inzwischen sind sie viel in Berlin gebucht, müssen schon Autogrammkarten schreiben. „Alles Liebe für Hilde und Trude“, scherzt der Dirigent. Er macht es gern. „Unvergesslich bleiben uns in Oranienburg unser Spiel vor Königin Beatrix im Oranierjahr.“ Ob Weihnachten oder Silvester – die Konzerte in Oranienburg sind Monate im Voraus ausgebucht. Ist ein Konzert in der Heimatstadt für sie also ein Heimspiel? „Nee“, kommt es zeitgleich aus beider Münder. Im Gegenteil: „Wenn wir hier spielen, bin ich besonders nervös. Ich kenne viele. Da will man gut sein.“ Stundenlang sortiert Kathrin Heinrich im Wohnzimmer Noten für alle im Vorfeld. Und Ehemann Ronny die Reihefolge der Stücke: „Letztlich ist es Gefühlssache.“

Vor allem Wiener Musik gehört seine musikalische Liebe. Peter Alexander verehrt er ebenso wie André Rieu. „Eine große Familie, der man den Spaß am Spiel anmerkt.“ Zum vierten Mal reisen die Heinrichs im Sommer nach Maastricht zum Konzert und „am liebsten würden wir mitspielen“.

Zuvor wird in Oranienburg Geburtstag gefeiert: Mit einem Konzert am 18. Juni ab 19 Uhr Open Air im Schlosspark. Ab Montag sind dafür die Karten im Vorverkauf zu haben. Und wer sie eher erleben möchte: Am Sonntag spielen die Schlossmusiker beim Oberhavel-Tag auf der Grünen Woche.

Von Heike Bergt

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