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Nadelklappern für den guten Zweck

Malzer Strickfrauen Nadelklappern für den guten Zweck

Jeden Donnerstag ist Treff bei Marga Münchhoff am Küchentisch. Dann wird gestrickt und geklönt. Es entstehen Socken, Pullover, Schals und Mützen. Die spenden die Frauen ans Oranienburger Obdachlosenhaus. Und neuerdings macht Marga Münchoff auch wöchentlich Handarbeiten mit Frauen aus Flüchtlingsfamilien in Lehnitz.

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Bei der Arbeit: Kerstin Kind, Liselotte Winkler und Marga Münchhoff. Quelle: Enrico Kugler

Malz. Dicke Wollknäule liegen bereit. Noch schnell die Brille auf der Nase zurechtgerückt und los geht es! Jeden Donnerstag ab 14 Uhr ist Stricknachmittag am Küchentisch von Marga Münchhoff in Malz. Die Runde aus insgesamt vier Frauen gibt es seit drei Jahren. Damals starb die Schwester von Marga Münchhoff und hinterließ „drei riesige Säcke Wolle“, erinnert sie sich. Seitdem klappern regelmäßig die Nadeln: „Schließlich gibt es genug Obdachlose, auch in Oranienburg“, begründet sie. Wie viele Schals, Mützen und Socken seitdem in der Runde fertig geworden sind, hat sie nicht gezählt. Zweimal im Jahr geben sie jedenfalls kistenweise Gestricktes im Obdachlosenhaus der Stadt ab, bereiten Freude und lindern Not. Auch bei den Bedürftigen der Oranienburger Kleiderkammer.

Jede der Frauen hat ihre Favoriten: Kerstin Kind strickt mir Vorliebe Socken, Liselotte Winkler Baby-Garnituren und Marga Münchhoff Jacken, Westen, Pullover, Ponchos. Derzeit arbeitet sie an einer Babydecke. Denn montags ist sie seit Neuem in der Lehnitzer Eltern-Kind-Gruppe mit den Nadeln unterwegs. Macht mit den Frauen aus Flüchtlingsfamilien Handarbeiten: „Sie häkeln vor allem. Und ich bringe Wolle mit.“

Nach dem Spendenaufruf im letzen Jahr, sammelten sie wahre Wolleberge zwischen Schwante, Marwitz, Borgsdorf und Hennigsdorf ein. „Danke“, möchte Kerstin Kind noch einmal sagen. Aber die Wolle hat inzwischen soweit abgenommen, dass Nachschub erwünscht ist: „Wir holen sie auch ab.“ (03301/80 82 68)

Hinschauen muss Marga Münchhoff bei der Arbeit mit den Nadeln nicht mehr: „Ich weiß doch, was ich stricke.“ Zwei Tage, dann sind ein Paar Socken komplett. Und natürlich wird bei den drei Damen immer gestrickt: im Garten, am Fernseher, bei einem Eierlikör .....

Von Heike Bergt

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