Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Neues Einzelhandelskonzept für Oranienburg

City behält Vorrang Neues Einzelhandelskonzept für Oranienburg

Wie bekommt man den richtigen Mix aus Geschäften in Oranienburg hin und wie sollte man auf Veränderungen im Einzelhandel reagieren? Oranienburg gibt sich ein neues Einzelhandelskonzept, über das Ansiedelungen gesteuert werden. Der Bauausschuss hat es diskutiert.

Voriger Artikel
Herzklopfen inklusive
Nächster Artikel
Fahrerflucht nach Unfall

Der Bötzower Platz soll nach dem Konzept nicht mehr zur favorisierten City gehören.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Nur 27 Prozent der Kaufkraft der Oranienburger bleibt in der Stadt. 73 Prozent fließen ab – vorwiegend nach Berlin. „Bei Bekleidung sind es gar nur 15 Prozent, auch bei Schuhen oder Möbeln“ sieht es ähnlich aus, sagt Silvia Horn. Sie stellte am Montagabend in einer Sondersitzung des Bauausschusses das neue Einzelhandelskonzept der BBE GmbH aus München für Oranienburg vor.

Neue Trends im Einzelhandel machen ein neues Konzept erforderlich: Der Onlinehandel, der den Geschäften zu schaffen macht, aber auch neue Strategien bei den Supermärkten: „Die Verkaufsflächen werden immer größer und damit die Sortimente.“ Der Kunde erwarte heute ein bessere Präsentation der Waren und gute Erreichbarkeit der Geschäfte. Hinzu kommen Oranienburger Besonderheiten: Mit 103 Anbietern befinden sich 37 Prozent aller Geschäfte der Stadt in der City, die aber lediglich über 14 Prozent der Verkaufsareale verfügen. Die Geschäfte in der Innenstadt sind ziemlich klein. Ihr Anteil am Umsatz in der Stadt liegt bei 19 Prozent.

„Das Einzelhandelskonzept will nicht den Wettbewerb, sondern die Standorte steuern“, so Silvia Horn. Große und kleine Standort und verschiedene Angebote sollen sich ergänzen: „Der Kunde will den Mix.“

Dabei soll die Stärkung der Innenstadt absoluten Vorrang haben. Auch bei Investitionen. Dazu gehören die Bernauer Straße und tangierend das Südcenter und die Oranienpassage. Als sogenannte „Ergänzungsstandorte“ gelten das Gebiet an der Rungestraße, rund um den Baumarkt Germendorf und der Oranienpark mit dem Kaufland. Nicht mehr zur favorisierten City-Lage gehört der Bötzower Platz. „Wir sehen hier keinen funktionalen Zusammenhang. Wir brauchen rechtlich nachvollziehbare Grenzen für solch ein Citygebiet“, begründet Silvia Horn.

Nachdem sich die Stadt von den Kaufhaus-Plänen vis-a-vis des Schlosses verabschiedet hat, gehen Vorschläge des neuen Konzepts dahin, das freie, rund 11 000 Quadratmeter umfassende Areal an der Rungestraße für einen großen „Verbrauchermarkt“ zu nutzen. Zudem könnte der Supermarkt in spe samt Parkflächen an die Bernauer Straße andocken. Voraussetzung: Der Umbau des Woba-Gebäudes an der Bernauer Straße, in dessen unterer Etage modernisierte Läden unterkommen könnten und ein verbindender Durchgang.

Für das großflächige Oranienburg regt das Konzept „Oranienburger Nachbarschaftsläden“ an. Geschäfte von unter 100 Quadratmetern Größe. Gerade in den Ortsteilen besteht zunehmender Bedarf an Geschäften.

Verändert werden soll auch die so genannten „Oranienburger Liste“, die festschreibt, welche Warenangebot es in der Innenstadt geben sollte. Gestrichen werden: Tiernahrung, Elektrogroßgeräte, Fahrräder, Lampen und Sportgroßgeräte wie Zelte oder Kanus.

In der kurzen Diskussion im Ausschuss wurde ein überdachtes Wochenmarktareal vorm Schloss angeregt. So hätte er vielleicht künftig mehr Erfolg. Als Fehlentscheidung kritisiert wurde, den Bötzower Platz aus dem favorisierten Zentrum zu verbannen.

Von Heike Bergt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg