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Lokales Nicht locker lassen
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17:16 22.11.2017
Der neue Senioren- und Behindertenbeirates der Stadt Luckenwalde mit der wiedergewählten Vorsitzenden Evelin Kierschk (M.). Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Die alte und neue Vorsitzende des Senioren- und Behindertenbeirates der Stadt Luckenwalde ist Evelin Kierschk. „Ich werde die kommenden vier Jahre wieder mein Bestes geben. Ich denke, dass ich es trotz meines Alters packen werde und bedanke mich für das Vertrauen“, sagte die 74-Jährige am Mittwochvormittag nach der Wahl im Haus Sonnenschein.

AG Barrierefreiheit ist aktiv

Zuvor berichtete sie über die Arbeit des Beirates, der auch weiterhin Sprachrohr der älteren Generation sein wird. Besonders stolz ist Evelin Kierschk auf die AG Barrierefreiheit, die sich einmischt, wenn es beispielsweise um öffentliche Gebäude, Arztpraxen, Bushaltestellen oder um zu hohe Bürgersteige geht. Auch die defekten Fahrstühle am Bahnhof sind ständig Thema. Deshalb war die Deutsche Bahn kürzlich zu einem Treffen eingeladen. Der Beirat wollte Vorschläge unterbreiten, wie man ohne Fahrstühle Barrierefreiheit erreichen könnte. „Wer nicht kam, war die Bahn“, bedauert Kierschk.

Ärger über fehlende Fahrstühle im Amtsgericht

Noch mehr ärgert sie sich aber über die Mitteilung, dass bis Ende 2018 keine Fahrstühle im Amtsgericht in der Lindenallee eingebaut werden sollen. „Das Geld wurde vom Land bereits zur Verfügung gestellt. Jetzt schlägt man uns Handläufe vor. Das geht absolut nicht. Wir werden da nicht locker lassen“, so Kierschk.

Positiv sieht sie hingegen die Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft, die hilft, wenn Wohnungen behindertengerecht umgebaut werden müssen. Für die kommenden Jahre hat sich der Senioren- und Behindertenbeirat einiges vorgenommen, dazu zählt unter anderem die Notfalldose, die in Wohnungen älterer Menschen deponiert werden soll.

Gute Zusammenarbeit zwischen Senioren und Behinderten

Der SPD-Landtagsabgeordnete Silvia Lehmann geht wie sie selbst sagt, das Herz auf, wenn sie hört, wie sehr man sich in Luckenwalde ehrenamtlich engagiert. Ihr gefällt, dass Senioren- und Behindertenbeirat so gut zusammenarbeiten.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) teilte mit, dass die Stadt nicht nur das Haus „Sonnenschein“ zur Verfügung gestellt hat und sich um deren Werterhaltung kümmert. In den vergangenen drei Jahren habe man 9000 Euro investiert und mit 3000 Euro im Jahr komme die Stadt auch für die Bewirtschaftung auf. Wie und durch wen das Haus genutzt wird, liegt in den Händen des Senioren- und Behindertenverbandes, der die Begegnungsstätte in eigener Verantwortung führt.

Klinkenputzen für den guten Zweck

Die Bürgermeisterin lobte das unermüdliche Engagement von Evelin Kierschk, die im Interesse dieser Begegnungsstätte zur Expertin in Klinkenputzen geworden ist. „Und alles was sie an Förderung „abgestaubt“ hat, wurde drinnen und draußen eingesetzt, um die Stätte schöner und behaglicher zu machen. Wie Herzog von der Heide berichtete, bemüht sich die Stadt darum, die Friedrich-Ebert-Grundschule mit einem Aufzug und behindertengerechten Toileletten auszustatten. Auch das Gemeindehaus soll so umgebaut werden, dass es für alle gut zu erreichen ist.

Zum neu gewählten Beirat gehören weiterhin: Petra Toko, Gildis Promme, Ursula Jädicke, Elke Schäfer, Heinz Fröhlich, Phill Christopher Wechsel, Andreas Schönfeld, Jannette Jakobi.

Von Margrit Hahn

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