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Nicht mehr täglich die Post im Kasten

Oberhavel Nicht mehr täglich die Post im Kasten

Anwohnerin beklagt, dass die Post ins Auge fasst, Briefe nicht mehr täglich auszuliefern. Die Post widerspricht: Es bleibt bei sechs Tagen die Woche: von Montag bis Sonnabend.

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Die Post wird auch weiter sechs Tage die Woche ausgetragen.

Quelle: Heike Bergt

Oberhavel. Gerlinde Hillebrand aus Borgsdorf war mehr als entsetzt, als sie vor einigen Tagen in der MAZ unter der Überschrift „Wenn die Post nicht mehr täglich klingelt“ las, dass die Post möglicherweise Briefe nur noch an ausgewählten Tagen in den Kasten steckt und in einem Pilotprojekt neue Möglichkeiten der Zustellung testet. „Die Post muss flächendeckend zur Grundversorgung gehören“, wettert Gerlinde Hillebrand am Lesertelefon. Sie vermutet, dass es „sicher wieder um Einsparungen an Geld und Personal geht“, aber das könne nicht sein. Schließlich sei „auch immer wieder das Porto kräftig angehoben worden“. Sie befürchtet vor allem, „dass Terminsachen liegenbleiben bei der Post“. Sie selbst findet die Entscheidung der Post schlecht, die Auslieferungstage zu reduzieren. Sie sei auch auf die tägliche Postlieferung angewiesen, könne als gehbehinderter Mensch auch nicht einfach zur Post gehen, um sich eine Postsache abzuholen. Sie hofft, dass es bei der Post sechs Tage die Woche bleibt. Weitere Leseranfragen gingen dahin, dass bereits jetzt montags keine Post mehr im Kasten sei, zumindest die, die die Deutsche Post ausfährt. Vor allem in den Gemeinden des S-Bahn-Bereiches.

„Seit Juli bietet die Deutsche Post Kunden in ausgewählten Zustellbezirken bundesweit einen Test an“, so die Pressesprecherin Brandenburg und Sachsen der Deutschen Post DHL Group, Tina Birke. Im Rahmen des Tests können Kunden auf freiwilliger Basis in einem begrenzten Zeitraum alternative Zustelloptionen ausprobieren. Ausschließliches Ziel dieses Tests sei es, „mehr über die heutigen Bedürfnisse der Kunden beim Briefempfang zu erfahren. Der Testzeitraum läuft aktuell noch und endet nach drei Monaten automatisch.“ Die Ergebnisse würden anschließend von der Deutschen Post ausgewertet. Eine Übernahme in den Regelbetrieb sei aber nicht geplant. „Selbstverständlich wird die Deutsche Post auch weiterhin ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen, ihren Kunden an sechs Tagen in der Woche Post zuzustellen“, so Tina Birke.

Zu den montags leer bleibenden Kästen sagte sie: Die Deutsche Post stelle werktags in Deutschland 59 Millionen Briefe zu. Davon sind 84 Prozent Geschäftspost wie Briefe von Versicherungen, Anwälten, Steuerberatern oder Behörden. „Diese Post wird von den Absendern montags bis freitags abgeschickt. Da wir 94 Prozent der Briefe am Tag nach der Einlieferung zustellen, ist diese Geschäftspost in der Regel bereits am Sonnabend bei den Kunden. Die verbleibenden 16 Prozent der Briefe sind Privatpost, die sich auf die gesamte Woche verteilt“, erklärt die Pressesprecherin. Aus diesem Grund sei montags oft keine Post in der Zustellung, so dass möglicherweise der falsche Eindruck bei Kunden entsteht. „Doch wir erfüllen nach wie vor den gesetzlichen Auftrag, sechs Tage die Woche Briefe als auch Pakete zuzustellen. Auch im genannten Bereich.“

Von Heike Bergt

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