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Nostalgie zum Anfassen

Trödelmarkt rund um die Miersdorfer Kirche Nostalgie zum Anfassen

Zum vierten Mal bereits wurde rund um die Miersdorfer Kirche zugunsten der Kita „Senfkorn“ getrödelt. Keiner der vielen Besucher verließ am Ende den für seine charmante Atmosphäre gelobten Trödelmarkt ohne Tüte.

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Die Besucher schlenderten, stöberten und shoppten.

Quelle: Heidrun Voigt

Miersdorf. Wer glaubt, Trödelmärkte seien nur ein Ort des Krimskrams, Krempels und Kitsches, der irrt. Trödelmärkte sind Schatzkammern, Fundgruben – ein Ort der Nostalgie. Rund um die Miersdorfer Kirche konnten sich davon am Samstag viele überzeugen.

Froschgrüne Kinderschuhchen, altes Silberbesteck, ein blauer Tonkrug, eine Wärmflasche aus Messing, eine verstaubte Federtasche aus Holz, ein Ölbild mit Mohnblumen und, und, und. Es gab viele Dinge, die das Glück vollkommen machen – oder zumindest den Tag in ein nostalgisches Rosa tauchen.

Die Miersdorfer Kirchengemeinde und die evangelische Kita „Senfkorn“ hatten gemeinsam den Trödelmarkt organisiert. „Jeder musste fünf Euro Anmeldegebühr und einen selbst gebackenen Kuchen mitbringen. Der Erlös ist für die Kita bestimmt“, erzählte Christel Scheel vom Gemeindekirchenrat. Sie hatte bei der Vorbereitung den Hut auf. Es war mittlerweile der vierte Trödelmarkt zugunsten der kleinen „Senfkörner“. Das freute ganz besonders Kita-Leiterin Ines Krüger. „Das Geld werden wir in Spielzeug für den Garten stecken. Wir haben noch keine Tretautos und die Kinder lieben so etwas“, sagte sie. Gutes Spielzeug sei wichtig, zumal die Kita, die im August erst zwei Jahre wird, einen Anbau für 20 Krippenkinder bekomme. Zurzeit werden 30 Mädchen und Jungen in dem Haus von vier Erzieherinnen betreut.

 Martina Janz und Christel Scheel (r) verkauften Kuchen für einen guten Zweck

Martina Janz und Christel Scheel (r.) verkauften Kuchen für einen guten Zweck.

Quelle: Heidrun Voigt

Der Tisch von Marianne Kröhl sah bunt aus. Es gab ausrangierte Schuhe und Textiles sowie Hausrat aus Omas Zeiten. „Ich bin zum ersten Mal dabei und habe gern für den guten Zweck einen Buttermilchkuchen beigesteuert“, verriet die Miersdorferin. Auch einige Kita-Muttis hatten Stände aufgebaut. Bei ihnen gab es vor allem Kindersachen und Spielzeug. „Ich habe zwei kleine Kinder, und da sammelt sich eine Menge an“, meinte Steffi Pansegrau. Die Zeuthenerin war vom Trödelmarkt ganz begeistert. Es sei nicht nur schön, nebenbei zu stöbern, sondern zudem eine gute Gelegenheit, um beispielsweise mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Auch Ute Ulm, deren Kinder ebenfalls die Kita besuchen, war vom Markt sehr angetan. „Es herrscht eine schöne Atmosphäre, es ist richtig familiär.“ Corinna Schmidt hatte Technik im Angebot. Darunter einen alten Zirkelkasten, Kameras, Kofferradios. Aber auch Drucke, Ölbilder und eine kleine alte Bibel von 1891 gab es an ihrem Tisch. „Ich werfe nicht gern was weg, das tut mir weh“, erklärte die Zeuthenerin. Der Markt sei eine gute Gelegenheit, etwas loszuwerden.

„Ich habe Glück gehabt und drei Bücher von Charlotte Link gefunden“, freute sich Renate Pfeiffer, die mit ihrem Mann über den Markt schlenderte. Das Paar legte am Kuchenstand eine Pause ein und probierte dort zwei der 21 Köstlichkeiten. „Irgendwas findet man immer, auch wenn mein Mann gesagt hat, ich darf nichts mitbringen“, meinte eine kleine, ältere Dame vergnügt beim Rausgehen zu ihrer Begleiterin. Und genau genommen verließ niemand den Trödelmarkt ohne eine Tüte.

Von Heidrun Voigt

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