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Notfalldosen für den Kühlschrank

Luckenwalde Notfalldosen für den Kühlschrank

Der DRK-Kreisverband verteilt ab 15. Januar 5000 Notfalldosen an Interessierte im Landkreis Teltow-Fläming. Wer möchte, kann sich diese in der Geschäftsstelle im Haus des Ehrenamtes in Luckenwalde oder in den DRK-Einrichtungen abholen. Sollten die Dosen nicht ausreichen, will man nach Sponsoren suchen, um weitere ordern zu können.

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Astrid Hustan, Christian Ziehe und Harald-Albert Swik freuen sich, dass 5000 Notfalldosen kostenlos bereitgestellt werden können.

Quelle: Foto: Margrit Hahn

Luckenwalde. 5000 Notfalldosen stellt der DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald für seine Einrichtungen und Dienste kostenlos zur Verfügung. „Wer Interesse hat, der kann sich eine Dose ab 15. Januar in der Kreisgeschäftsstelle in Luckenwalde oder in einer unserer Einrichtungen abholen“, sagt der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Harald Albert Swik.

Überzeugungsarbeit war notwendig

Die Idee stammt von Astrid Hustan vom Seniorenbeirat Großbeeren. Anfangs hatte sie es selbst in den eigenen Reihen nicht leicht, die Mitglieder des Beirates von der Notwendigkeit der Dosen zu überzeugen. Als sie dem Kreisverbandsvorsitzenden Harald-Albert Swik dann davon erzählte, war dieser sofort begeistert und versprach Unterstützung.

Für Swik steht fest, dass die Notfalldosen keineswegs nur für ältere Menschen in Betracht kommen, sondern auch für junge Leute, die allein leben oder für Mütter mit Kindern lebenswichtig sein können. Wenn Ärzte und Rettungspersonal zu Verletzten und Kranken gerufen werden, ist meist Eile geboten. Dann ist meist keine Zeit mehr, nach vielleicht lebenswichtigen Unterlagen zu suchen. Medikamentenpläne, Impfpass, Verordnungen oder eine Patientenverfügung bleiben oft unbeachtet.

Die Dose für den Kühlschrank

Das kann mit einer Notfalldose nicht passieren. Darin befinden sich alle wichtigen Informationen – vom zu benachrichtigenden Angehörigen bis zur Patientenverfügung. Die Notfalldose hat einen festgelegten und allen Beteiligten bekannten Aufbewahrungsort – die Seitentür des Kühlschranks. Damit die Retter wissen, dass sich im Haus eine Notfalldose befindet, kommt ein Aufkleber an die Innenseite der Haustür und ein zweiter an den Kühlschrank.

„Unsere Einsatzkräfte sind informiert. Wir haben um Rückmeldung gebeten und möchten wissen, ob sich die Dosen tatsächlich im Kühlschrank befinden und ob das Informationsblatt ordentlich ausgefüllt wurde“, sagt Christian Ziehe, stellvertretender Rettungsdienstleiter beim Rettungsdienst Teltow-Fläming.

Kostenloses Angebot

Bisher wurden Rettungsdosen in der Region über Apotheken vertrieben. „Dass ist auch gut, denn eine Dose, die im Notfall Leben rettet, darf auch was kosten. Andererseits gibt es viele Menschen, die mit jedem Cent rechnen müssen und kein Geld dafür haben. Die können sich dann kostenlos in den DRK-Einrichtungen oder im Haus des Ehrenamts eine Notfalldose abholen“, sagt Astrid Hustan. Sie wohnt seit drei Jahren in Großbeeren. Ihre Freundin in ihrer früheren Heimat Nordrhein-Westfalen arbeitet ebenfalls im Seniorenbeirat . Sie hatte ihr schon vor anderthalb Jahren von den Notfalldosen erzählt.

Astrid Hustan griff die Idee auf und sorgt dafür, dass jetzt auch flächendeckend in Brandenburg die Notfalldose eingeführt wird. „Das ist die billigste Versicherung für jeden selbst“, betont sie. Auch privat hat sie schon gute Erfahrungen damit gemacht. Sie musste ihren Mann zur Rettungsstelle bringen und hat gleich die Notfalldaten aus der Dose mit ins Krankenhaus genommen. Dort war man sehr froh, sofort alle notwendigen Informationen zur Hand zu haben.

Notfalldose als Weihnachtsgeschenk

Da sich der Seniorenbeirat in Großbeeren inzwischen einstimmig dazu bekannt hat, gab es zur Seniorenweihnachtsfeier in diesem Jahr keine Weihnachtssterne oder Pralinen, sondern eine Notfalldose. „Einige hatten sich inzwischen schon eine gekauft. Denen haben wir empfohlen, ein Exemplar zu verschenken“, berichtet Astrid Hustan. Für sie ist nicht nur die Dose wichtig, sondern das gesamte System. Denn zur Dose gehört auch Aufklärung, damit man weiß, welche Informationen im Ernstfall wichtig sind.

„Das ist eine gute Ergänzung zum Hausrufsystem“, stellt Harald-Albert Swik fest.

Von Margrit Hahn

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