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1,6 Millionen Euro für das Klubhaus nötig

Auf Kremmen kommen Kosten zu 1,6 Millionen Euro für das Klubhaus nötig

Dass Bäcker Plentz mit seinem Café ins Klubhaus zieht, steht fest. Ostern 2016 soll es nun so weit sein. Was aber passiert mit den oberen Etagen? Es fehlt immer noch ein Nutzungskonzept. Allerdings gibt es erstmals konkrete Zahlen: Der Umbau und die Sanierung könnten insgesamt 1,6 Millionen Euro kosten.

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Die meisten Ur-Kremmener haben viele Erinnerungen an rauschende Feste im Klubhaus.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Nach jetzigen Plänen könnte Bäcker Plentz mit seinem Kremmener Café zu Ostern ins Klubhaus am Marktplatz umziehen. Das wäre etwas später als ursprünglich gedacht. Dennoch steht immer noch die Frage im Raum, was mit den oberen Etagen des Hauses passiert. Damit werden sich die Stadtverordneten in den kommenden Wochen und Monate weiter intensiv beschäftigen müssen.

Sonja Hermann vom Potsdamer Planungsbüro Pha-Design legte im Bauausschuss am Dienstagabend erstmals konkrete Zahlen vor. Der erste Bauabschnitt mit dem Umbau des Erdgeschosses, das Plentz dann anmieten will, kostet 578 000 Euro. Der zweite Bauabschnitt umfasst den Anbau des Fluchttreppenhauses, eines Aufzuges, den Umbau der Passage und des Foyers, das Herrichten des Saales und die Sanierung des Obergeschosses. Die Kosten dafür könnten sich auf 1,02 Milionen Euro beziffern. Wie viel davon mit Fördermitteln bezahlt werden könne, darüber konnte Bauamtsleiter Bert Lehmann noch keine Angaben machen. Die Stadt müsse zunächst innerhalb der kommenden sechs Monate ein Nutzungskonzept vorlegen. Klar sei aber, dass Fördermittel sicher nicht in Höhe von 800 000 oder eine Million Euro kämen. „Die Stadt muss sich schon selber strecken, wenn sie das möchte“, so Lehmann.

An den Plänen für die Bäckerei im Erdgeschoss hat sich nichts geändert. Streit gab es am Dienstagabend um die Nutzung des großen Saals im ersten Stock. In den aktuellen Plänen fällt die große Bühne zugunsten eines neuen Eingangsbereichs weg. Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) forderte, sie so zu belassen, wie sie ist. „Sie ist wichtig“, sagte er. Stattdessen sieht der jetzige Plan vor, unter oder vor der Empore auf der Seite zum Markt hin, bei Bedarf eine mobile Bühne zu errichten.

Baurechtlich gebe es keine Alternative zum Abriss der alten Bühne. Dahinter befindet sich künftig das neue Treppenhaus – und damit auch Notausgänge. Sie zu verschieben funktioniere nicht, so Planerin Sonja Hermann. Auch die Möglichkeit, Zugänge um die Bühne herum zu schaffen, sei baurechtlich nicht zu bewerkstelligen. Zudem würden heutige, moderne Veranstaltungen ganz andere Bühnen benötigen als die im Klubhaussaal, ergänzte Bauamtschef Bert Lehmann. Koop am Ende der Diskussion: „Ich habe es akzeptiert, aber mit Schmerzen.“

Karl-Dietmar Plentz brachte die Idee einer Musikschule ins Spiel, die ins Klubhaus einziehen könnte – diese hätte auch die Möglichkeit, den Saal zu nutzen. Ein zen-traler Seniorentreff ist ebenfalls ins Spiel gebracht worden – wobei die Planerin an diesem Punkt mahnte, dass verschärfte Bestimmungen in Sachen Brandschutz gelten würden.

Noch in diesem Jahr will der Hauptausschuss dazu beraten.

Von Robert Tiesler

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