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Oberhavel 10.000 Euro für Hinweise auf den Feuerteufel
Lokales Oberhavel 10.000 Euro für Hinweise auf den Feuerteufel
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15:17 03.06.2017
Waldbrand in der Gemarkung Nassenheide. Dort musste die Feuerwehrleute in der Vergangenheit besonders häufig zu Löscheinsätzen ausrücken. Quelle: Julian Stähle
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Löwenberg/Liebenwalde

Sowohl im Löwenberger Land als auch in Liebenwalde hat man die Nase voll. Immer wieder waren dort während der vergangenen Wochen und Monate Brände gelegt worden. Damit dies endlich aufhört, sind die Verwaltungen in Löwenberg und Liebenwalde bereit, tief in die Tasche zu greifen. Für Hinweise, die zur Ergreifung und zu rechtskräftigen Verurteilung des oder der Brandstifter führen, wird von der Gemeinde Löwenberger Land und der Stadt Liebenwalde eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgelobt.

„Das kann doch nicht wahr sein“, sagte am Freitag Bernd-Christian Schneck. Löwenbergs Gemeindebürgermeister war gerade einige Tage im Urlaub und was musste er dort im Internet über seine Gemeinde lesen: „Wieder zahlreiche Feuer im Wald – die Polizei geht von Brandstiftung aus“. Allein dieses Jahr wurden im Löwenberger Land bereits 27 Brände gezählt, in Liebenwalde waren es im gleichen Zeitraum acht. Dabei waren besonders die Ortseile Nassenheide, Teschendorf, Neuendorf, Grüneberg und Liebenberg sowie Freienhagen und Neuholland betroffen. Ein Teil der Brände erstreckte sich zu

Hier brannte ein Holzstapel im Wald bei Nassenheide. Quelle: Julian Stähle

dem auf die Oranienburger Ortsteile Malz und Sachsenhausen.

„Die Kameraden haben echt die Schnauze voll“, hieß es unlängst in Nassenheide, nachdem die Feuerwehrleute am Wochenende 27./28. Mai quasi im Akkord ausgerückt waren, um in Flammen stehende Waldflächen zu löschen. Bei all diesen Einsätzen, so die Verwaltungen in Löwenberg und Liebenwalde übereinstimmend, seien die ehrenamtlichen Feuerwehrleute schwersten Bedingungen und nicht zu unterschätzenden Gefahren ausgesetzt. Zugleich würden natürlich auch die Familien der Kameradinnen und Kameraden unter den ewigen Einsätzen leiden, weil jede Alarmierung zumeist mit einem mehrstündigen Einsatz verbunden sei. Man könne den Feuerwehrleuten gar nicht genug für deren aufopferungsvollen Einsatz danken.

Brand zwischen Freienhagen und Neuholland. Ein Jäger hatte die Flammen bemerkt, als er auf dem Weg zu einem Hochsitz war. Quelle: Julian Stähle

Die Art der Brände sei vielfältig und reiche vom Holzstapel bis zu Waldbränden. Die privaten wie auch wirtschaftlichen Schäden seien immens. Für die betroffenen Kommunen entstünden zudem mit jedem Feuer hohe Kosten für den Einsatz der Wehren. So gesehen seien die 10.000 Euro, die jetzt in die Hand genommen werden, um dem Feuerteufel das Handwerk zu legen, gut investiertes Geld.

„Ich finde es gut, wenn Bewegung in die Sache kommt“, sagt Heiko Müller. „Wir möchten schließlich verhindern“, so Liebenwaldes stellvertretender Ortswehrführer, „dass noch Schlimmeres passiert, als der Brand von Waldflächen. Womöglich sind irgendwann Menschen in Gefahr, weil Flammen auf Grundstücke übergreifen.“ Liebenwaldes Oberbrandmeister denkt zugleich auch an die Verluste für Arbeitgeber, wenn sie dauernd Mitarbeiter für Feuerwehreinsätze freistellen müssen.

Sachdienliche Hinweise nehmen entgegen:

Polizeiinspektion Oberhavel,Germendorfer Allee 17,
16 515 Oranienburg, Telefon: 03301/8 51 11  11 oder 03301/85 10.

Gemeinde Löwenberger Land, Alte Schulstraße 5,
16 775 Löwenberger Land, Ortseil Löwenberg, Telefon: 033094/69 80.

Stadt Liebenwalde, Marktplatz 20, 16 559 Liebenwalde,
Telfon: 033054/50810.

Von Bert Wittke

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