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100 Jahre Stahlwerk auf zwölf Tafeln

Hennigsdorf 100 Jahre Stahlwerk auf zwölf Tafeln

In einer neuen Dauerausstellung vor dem Rathaus in Hennigsdorf wird auf zwölf Tafeln die Geschichte des Stahlwerks, von der Gründung durch die AEG 1917, bis heute gezeigt. Zu sehen sein sollen die Tafeln noch etwa ein halbes Jahr. Anschließend soll’s die Motive wahrscheinlich in Broschürenform für daheim geben.

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Bürgermeister Andreas Schulz (l.) und der Marketingbeauftragte Christoph Schneider enthüllen die Tafeln.

Quelle: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Minutenlang stand Steffen Lange vor einer Tafel. Sein Blick ruhte auf dem Foto eines Ferien-Wohnblocks in Baabe auf Rügen. „Hier habe ich mit meinen Eltern die Ferien verbracht, wir haben viel gebadet und es gab ein Freiluftkino“, sagt Lange, seit zehn Jahren selbst bei Riva.

In dem Ort konnten sich zu DDR-Zeiten Stahlwerker mit ihren Familien erholen, genau wie in Lindow/Mark, Luhme/Mark oder Zella-Mehlis. Die Bilder, sagt Steffen Lange, holen all die Erinnerungen wieder hoch.

Sie sind ein Teil der neuen Dauerausstellung vor dem Rathaus, die am Donnerstag von Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) enthüllt wurde. Der Anlass ist der 100. Geburtstag, den das Werk dieses Jahr feiert. Auf zwölf Tafeln zeigt die Ausstellung die Geschichte des Werks, von der Gründung durch die AEG 1917, die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, die DDR-Zeit samt Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953, der Betriebsbesetzung 1991 und der Übernahme durch die Riva-Gruppe, die seit 1992 mehr als 280 Millionen Euro investierte.

Bürgermeister Schulz unterstrich die Bedeutung des Stahlwerks. „Seine Errichtung war die Geburtsstunde der Industriestadt Hennigsdorf“, sagte er im strömenden Regen. In diesen 100 Jahren seien es immer die Menschen gewesen, die mit ihrer Hände Arbeit und ihren Fertigkeiten den Fortgang des Werkes mitbestimmt hätten. Auch Ex-Betriebsrat Peter Schulz, mehr als 40 Jahre im Werk, war zur Eröffnung der Ausstellung gekommen. „Wir haben nach der Wende ums Überleben gekämpft, heute hat das Werk in Hennigsdorf die beste Entwicklung genommen. Das macht schon stolz.“

Die Bilder und Texte vorm Rathaus, die von den drei Mitarbeitern des Stadtarchives zusammengestellt wurden, sollen alte und junge Stahlwerker zusammenbringen, einen Dialog der Generationen entfachen. Zu sehen sein sollen die Tafeln noch etwa ein halbes Jahr. Anschließend soll’s die Motive wahrscheinlich in Broschürenform für daheim geben.

Von Marco Paetzel

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