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Oberhavel 100 Meilen rund um Berlin
Lokales Oberhavel 100 Meilen rund um Berlin
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00:20 04.08.2017
Schon 2016 ging das Bollhagen-Team beim Lauf auf dem ehemaligen Grenzpostenweg an den Start. Quelle: Foto: privat
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Velten/Berlin

Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr, als ein Team des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums als erste Schulstaffel am Ultramarathon „100 Meilen Berlin“, dem Berliner Mauerweglauf, teilnahm, werden die Veltener auch in diesem Jahr an den Start gehen. Am 12./13. August muss innerhalb von 27 Stunden – Einzelstarter bekommen drei Stunden mehr Zeit – die 160, 9 Kilometer lange Strecke auf dem ehemaligen Grenzpostenweg rund um das ehemalige Westberlin zurückgelegt werden.

„Das Flair der Veranstaltung ist toll, von der Pastaparty bis zu den Gesprächen mit anderen Ultraläufern“, so Bollhagen-Lehrerin Delia Borsum, auf deren Initiative die Schulstaffel auch schon im letzten Jahr an den Start gegangen ist. So könne die Schule nicht nur politisch Gesicht zeigen, sondern es sei auch eine sportliche Herausforderung. Bei der 20 Schüler und Ehemalige gegen Laufvereine und Betriebssportgruppen antreten. Im letzten Jahr belegte das HBG-Laufteam dabei den neunten von 26 Staffelplätzen. Den Start im Berliner Ludwig-Jahn-Stadion übernimmt Borsum am frühen Morgen des 12. Augusts selbst. Zwischen 4,5 und 12 Kilometer laufen die einzelnen Läufer, einige gehen mehrmals auf die Strecke. Ihre Familien als Helfer und Fahrer zur Seite.

Zwischen 10 und 11 Uhr werden die acht weiblichen und 12 männlichen Bollhagenläufer auf dem Hennigsdorfer Streckenabschnitt am Ruderklub erwartet, bevor es weiter über Nieder Neuendorf nach Spandau geht. Obwohl für die Teilnahme am Lauf ein Mindestalter von 18 Jahren gilt, dürfen mit Ausnahmegenehmigung auch schon zwei jüngere Schüler der zehnten und drei der elften Klasse starten. Acht Bollhagenläufer haben gerade ihr Abitur abgelegt. Durch den Zeitpunkt der Veranstaltung, die stets anlässlich des Tages des Mauerbaus vom 12. bis 13. August und so meistens in den Ferien stattfindet, bedeutet die Teilnahme für die Schule einen hohen organisatorischen Aufwand.

Ein Jahr Vorbereitung liegen hinter Delia Borsum und ihrem Team. Auch die Startgebühren von über 500 Euro sind nicht unerheblich. Die Hälfte davon trägt der Schulförderverein. Die andere Hälfte übernahm das Lehrerkollegium in Form von Patenschaften für die Läufer. An der Kostenhöhe müsse sich etwas ändern, sagt die engagierte Lehrerin, damit auch andere Schulstaffeln an den Start gehen können. Denn der Mauerweglauf leiste einen wichtigen Beitrag zum zeithistorischen Verständnis der Schüler, die selbst beim Fall der Mauer noch lange nicht geboren waren.

Jährlich wird bei dem seit 2011 ausgetragenen Mauerweglauf, bei dem 2017 rund 400 Sportler aus der ganzen Welt an den Start gehen, einem Mauertoten gedacht. In diesem Jahr ist es Dorit Schmiel, die im Februar 1962 im Alter von 20 Jahren bei ihrem Fluchtversuch durch Schüsse an der Grenze zwischen Rosenthal und Reinickendorf so stark verletzt wurde, dass sie an inneren Blutungen starb. Vier Freunde, die mit Schmiel versucht hatten zu fliehen, überlebten schwerverletzt und wurden inhaftiert. Geschichtswissen werde durch den Verlauf des Ultramarathons entlang der ehemaligen Mauer erfahr- und fühlbar, erklärten die Schüler. Jeder Teilnehmer von „100 Meilen Berlin“ erhält als Medaille ein Stück Mauerrest, auf dem in diesem Jahr das Gesicht der jungen Dorit Schmiel zu sehen ist. Zum mahnenden Gedenken. Borsum: „Wir können als Schule politisch Gesicht zeigen.“

Von Ulrike Gawande

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