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Oberhavel 1000 Gänsekeulen mit Kohl und Klößen
Lokales Oberhavel 1000 Gänsekeulen mit Kohl und Klößen
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07:03 26.11.2017
Gans, Rot- und Grünkohl, Klöße, Soße: Anika Wilde (l.) und Christin Wellnitz gaben das Essen aus. Quelle: Robert Tiesler
Schwante

Gegen Mittag hat es kurz etwas weniger geregnet. „Das sind heute wirklich harte Bedingungen“, sagte Schwantes Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz am Sonnabend. In der Tat zeigte sich der Herbst zum Gänsebratentag von seiner finster-regnerischen Seite. So war es auch längst nicht so voll wie sonst, wenn die Gänsekeulen ausgeschenkt worden sind – wahlweise mit Grün- oder Rotkohl. Im beheizten (und trockenen) Festzelt gab es noch Klöße und Soße dazu.

„Die Keule war sehr gut gewesen“, sagte Ulrike Penzlin aus Hennigsdorf. „Sie war wenigstens gut durch. Gerade bei der Menge, die man hier heute verkauft, ist das eine echte Leistung.“ Sie entschied sich für die Rotkohl-Variante. „Das schmeckt wie zu Hause.“ Trotz des schlechten Wetters seien viele Menschen da. „Das spricht für den guten Ruf“, so die Besucherin weiter. Günther Seidler aus Leegebruch sah das genauso. „Ich finde es sehr gut, dass Bäcker Plentz solche Veranstaltungen durchführt. Er tut was für die Bevölkerung.“

Ein Bottich voll mit Gänsekeulen. Quelle: Robert Tiesler

Mehr als 1000 Gänsekeulen sind seit Donnerstag in Schwante zubereitet worden. Sie stammten aus Polen, wie Karl-Dietmar Plentz sagte. Wegen des Regens, der ja am Freitag schon im Wetterbericht angekündigt worden war, sind mehrere große Schirme zusätzlich aufgestellt worden. Auch einige der Händler bekamen Unterstände, „dass sie trocken stehen können“, wie Madlen Hänsch, die im Bäckereiunternehmen für das Marketing zuständig ist, sagte. Seit 2002 wird der Gänsebratentag nun schon in Schwante veranstaltet, „aber so etwas haben wir noch nie erlebt“, so Madlen Hänsch weiter. Sonst konnte es passieren, dass um 14.30 Uhr schon alle Gänsekeulen ausverkauft waren. Damit wurde am Sonnabendmittag nicht gerechnet.

Lilly (5) und ihre Mutter Heike Hübner beim Plätzchen backen. Quelle: Robert Tiesler

140 Mitarbeiter hat das Unternehmen, so ziemlich alle waren sie am Sonnabend im Einsatz – entweder in den Filialen oder beim Gänsebratentag. „Bei den Festen herrscht eine Urlaubssperre“, erklärt Madlen Hänsch. Sie selbst ist bis zum Mittag noch nicht dazu gekommen, eine Keule zu essen. „Aber ich muss mir unbedingt noch eine reservieren.“ Es gibt viele Leute, die sich das Essen mit nach Hause nehmen. „Wir haben Kunden, die fragen, ob sie gleich um 10 Uhr kommen können, um zehn Keulen zu kaufen.“ Es gibt auch Kunden, die nur eine Portion Grünkohl möchten – auch dieser Wunsch wird erfüllt.

Plentz hat diesmal übrigens auch am Parkplatz- und Sicherheitskonzept gefeilt. So gab es entlang der Dorfstraße im Bereich der Bäckerei Absperrungen zwischen Gehweg und Straße. „Das hat nichts mit Terror zu tun, aber damit, dass die Fußgänger etwas sensibilisiert werden“, so Karl-Dietmar Plentz.

Kremmens Erntekönigin mit kleinen Prinzessinnen. Quelle: Bäckerei Plentz

Die Besucher konnten aber nicht nur essen. Kinder übten sich im Plätzchen backen oder bauten Lebkuchenhäuser. Die „Vehlefanzer Amseln“ gaben ein Konzert. Zwischendurch fand eine kleine „Eiskönigin“-Kostümparade statt, bei der die Mädchen aussahen wie Prinzessin Elsa.

Von Robert Tiesler

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