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1500 Besucher auf der „Youlab“

Oranienburg 1500 Besucher auf der „Youlab“

Mit einem Aussteller- und einem Besucherrekord ist am Mittwochnachmittag die siebente Auflage der Ausbildungsmesse in den Hallen an der Turm-Erlebniscity zu Ende gegangen. 111 Unternehmen stellen ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor, 1500 Schüler besuchten die Messe. 300 mehr als im Vorjahr.

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Die Berufsorientierungsmesse „Youlab“ zog Schüler aus dem ganzen Kreis in die Hallen an der Turm-Erlebniscity.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Volles Haus am Mittwoch in beiden Hallen an der Turm-Erlebniscity. Mehr als 1500 Schüler, Lehrer, Freunde und Eltern zählte die mittlerweile 7. Auflage der Berufsausbildungsmesse „Youlab“. Und seit Beginn hat sich das Bild gewandelt: Waren anfangs junge Leute auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle und nicht jeder fand eine, so ist es heute umgekehrt: Die Unternehmen bemühen sich händeringend um Nachwuchs.

Wohl deshalb präsentierten sich am Mittwoch mit 111 Firmen und Unternehmen so viele wie noch nie. Denn nahezu jede Branche möchte von den rund 2000 Absolventen, die jedes Jahr Oberhavels Schulen verlassen, einige für sich gewinnen. Ob Polizei, Pflegeunternehmen, Verwaltung, Handwerker oder Bio-Tech-Firmen – sie alle stellten ihre Ausbildungschancen im Unternehmen von 10 bis 16 Uhr vor.

Lieber heute als morgen würde zum Beispiel die Rohrleitungsfirma Esbe in Eichstädt „mindestens zwei, aber auch drei Azubis einstellen“, so Bürokauffrau Antje Matzke. Die Mitarbeiter im 35-köpfigen Unternehmen würden älter, man muss sich um Nachwuchs bemühen. Einer, der im Unternehmen gelernt hat, ist Sebastian Zucker, der gestern erzählen konnte, worauf es bei einem Tiefbaufacharbeiter ankommt. Auf gute Noten nicht in erster Linie, „aber die Freude an der Arbeit, das Engagement sind sehr wichtig“, so Antje Matzke. Seit vier Jahren ist Sebastian Zucker auf Baustellen zwischen Berlin und Oranienburg unterwegs. Und die Arbeit ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Auf kleinen Baustellen, wo kein Bagger zum Einsatz kommen kann, muss geschaufelt werden. „Ich bin viel draußen, das hält fit und das Geld stimmt auch“, warb Sebastian Zucker für seinen Beruf.

Ähnlich sieht es Ina Mangler. Die Reinickendorferin lernt im ersten Lehrjahr Köchin im Berufsbildungswerk Mühlenbeck. Dessen „Chefkoch“ André Möllmann möchte auch lieber heute als morgen drei Azubis einstellen. Mathe und Deutsch sollten sie schon können, aber ebenso wichtig sei, „kommunizieren zu können und Lust am Lernen zu haben“. Er kocht täglich für 600 Menschen, „und das frisch und mit Liebe, auch in der Großküche“. Und Ina Mangler ist sich auch nach einem Jahr noch sicher: Koch ist der richtige Job. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und will später noch studieren.

Bei der Polizeifachhochschule macht sich Marc Belchev schlau, der gern studieren und später im gehobenen Dienst bei der Kripo arbeiten möchte. Bei der Friseurinnung versucht sich Jasmin Horlacher darin, einen eingeschäumten Luftballon mit dem Rasiermesser zu rasieren. Auch das will gelernt sein.

Ziel der Messe sei es, Unternehmen und Schüler zusammenzubringen, so Landrat Ludger Weskamp. Er sei zufrieden, dass die Zahl der Schulabgänger in Oberhavel steigt: Waren es vor zehn Jahren jährlich um die 1500, so sind es heute 2000.

Doch 530 junge Leute pendelten täglich aus Oberhavel nach Berlin für die Ausbildung. Zu viele, mahnte IHK-Regionalleiter Philipp Gall: „Sie gilt es hier zu halten.“ Dass das in Zukunft besser gelingt, dafür leiste die „Youlab“ einen Beitrag. Am Mittwoch konnten interessierte Schüler auch direkt Bewerbungsgespräche führen oder ihre Bewerbungsmappen checken lassen.

Von Heike Bergt

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