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1600 Bohrungen geplant

Start für systematische Munitionssuche im und um den Oranienburger Bahnhof 1600 Bohrungen geplant

Bis Jahresende will die Bahn die systematische Munitionssuche in Oranienburg zum Abschluss bringen. Nun ist as Bahnhofsgebäude dran. Hier werden 117 Bohrlöcher gesetzt, 65 davon draußen, der Rest im Innern des denkmalgeschützten Hauses. Die Bahn hofft, dass es keine gefährlichen Überraschungen gibt.

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Seit Montag werden rund um das Bahnhofsgebäude Bohrlöcher gesetzt. Partner der Bahn ist die Firma Schollenberger.

Quelle: Foto: Heike Bergt

Oranienburg. Was passiert, wenn unterm Bahnhofsgebäude ein Blindgänger entdeckt wird, daran mag Jürgen Eckerts jetzt noch nicht denken: „Darüber machen wir uns Gedanken, wenn es einen Verdacht geben sollte“, so der Projektleiter der DB Netz AG der Munitionssuche am Oranienburger Bahnhof, die vor drei Jahren auf den Gleisen und der alten Ladestraße bis Lehnitz begonnen hatte. Mit der Sondierung nach alter Munition rund ums Bahnhofsgebäude und im Bahnwall entlang der Stralsunder Straße findet die Aktion, für die insgesamt 20 Millionen Euro veranschlagt sind, ihren Abschluss. Bis Ende November wird nun auf einer letzten Fläche von 2,5 Hektar nach Kriegsrelikten gesucht. 1600 Bohrlöcher werden dafür gesetzt.

Am Montag hat die systematische Suche am Bahnhofsgebäude begonnen. Rote Farbmarkierungen zeugen davon. 117 Bohrlöcher werden am denkmalgeschützten Bau gesetzt, 65 davon außerhalb. „Wir gehen etwa elf Meter senkrecht in die Tiefe, per Georadar wird von da das Gebiet im Umkreis von sechs Metern abgesucht.“ Damit wird auch ein Teil unter dem Gebäude erreicht. Dann verbleibt eine Restfläche in der Mitte, die anschließend, so in vier Wochen, abgebohrt wird. „Auf dem Luftbild ist nichts zu sehen, aber wir brauchen endlich die Freigabebescheinigung fürs Bahnhofsgebäude. Bisher gibt es noch ein Umbauverbot. Diese Suche ist schon heikel“, so Eckerts. Die Zugänge zu den Bahnsteigen blieben aber jederzeit offen.

Zeitgleich beginnen die Bohrsondierungen im Bahnwall entlang der Stralsunder Straße. Hier waren im Frühjahr, vor Beginn der Vegetationsperiode, bereits Bäume gefällt worden. Die Straße muss allerdings halbseitig gesperrt werden. „Es wird eine Ampelregelung eingerichtet und der Taxistand verlegt. Der Busverkehr bleibt ohne Beeinträchtigung“, erklärt Eckerts. Für diese Arbeiten entlang der Stralsunder Straße will die Bahn die Sommerferienzeit nutzen. Auch am Bahndamm in der Picanstraße bis zum Kanal laufen aktuell Sucharbeiten, ebenso und in der Bykstraße an der Containeranlage.

Die Suche im Gleiskörper insgesamt ist abgeschlossen. Eine Munitionssuche dieser Größenordnung sei auch für die Bahn einmalig, so Eckerts. In Erlangen habe es mal eine ähnlich groß angelegte Suche gegeben, aber da sei der Bahnhof neu gebaut worden. Nun beginnt das große Hoffen, dass auf dem letzten Abschnitt der Suche in Oranienburg gefährliche Überraschungen ausbleiben.

Von Heike Bergt

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