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Oberhavel 20 Alleebäume sind gerettet
Lokales Oberhavel 20 Alleebäume sind gerettet
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18:48 19.04.2017
Wird langsam wieder grün: die Linumhorster Straße am Mittwoch. Quelle: Enrico Kugler
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Linumhorst

Aufatmen in Linumhorst. An der Allee, die in den Kremmener Gemeindeteil führt, müssen weit weniger Bäume gefällt werden als ursprünglich vorgesehen. Sollten an der Linumhorster Straße eigentlich 39 Bäume der Säge zum Opfer fallen, sind es jetzt „nur“ noch 19. Bislang konnten also 20 Bäume gerettet werden.

Sebastian Partzsch, der Vorsitzende des Kremmener Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch, wertet das äußerst positiv. „Im Verein freuen wir uns natürlich sehr über den tollen Erfolg, dass einige Baumfällungen in Deutschlands Allee des Jahres 2011 verhindert werden konnten, der sicherlich auch aufgrund der Stellungnahmen unseres Vereins und des Bürgervereins Linumhorst an die Stadt und dem frühzeitigen öffentlichen Protest gegen die Fällungen zustande gekommen ist“, sagt er.

Blüten an der Linumhorster Straße. Quelle: Enrico Kugler

Als die Pläne für die 39 Fällungen bekannt geworden waren, gab der Verein eine Stellungnahme an die Stadt Kremmen ab. Darin äußerten sich die Mitglieder besorgt über die „vorschnelle Bereitschaft“ der Verwaltung, zur Durchführung von Fällarbeiten.“Eine Baumfällung sollte nur das letzte probate Mittel sein, um Gefahr für Mensch und Sache abzuwenden“, hieß es dort. Auch Fehler bei der Baumpflege sind in der Stellungnahme im März angemahnt worden.

Daraufhin hatte das Bau- und Ordnungsamt einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen mit einer erneuten Begutachtung der 39 betroffenen Bäume beauftragt. Es widersprach in einigen Punkten der vorherigen Baumbegutachtung. Am Ende blieben nur noch 19 Bäume übrig, die gefällt werden müssen.

Die Straße ist von etwa 1000 Bäumen gesäumt. Quelle: Enrico Kugler

Wie Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) amMittwoch sagte, „werden wir uns an dieses Gutachten halten. Wir lassen uns dort eines Besseren belehren. Wir werden danach handeln.“ Ein Baum muss schnellstens gefällt werden. Fünf weitere Bäume müssten innerhalb der nächsten vier Wochen weichen. Der Rest erfolgt bis zum Herbst. „Zur Sicherheit der Straße“, bekräftigte der Bürgermeister.

Bei den anderen Bäumen stehen nun entsprechende Pflegemaßnahmen auf der Tagesordnung. Totäste müssten entfernt werden, teilweise müssen die Arbeiter an die Baumkronen, um sie zu kürzen. In einigen Fällen müsse, außer der weiterhin stattfindenden regelmäßigen Kontrollen, gar nichts weiter unternommen werden. „Jetzt sind alle hoffentlich zufrieden“, sagte Sebastian Busse.

Von Robert Tiesler

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