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20. Stadtfest mit vielen Highlights

Hennigsdorf 20. Stadtfest mit vielen Highlights

Mit Legosteinen konnten die Besucher des Stadtfestes Hennigsdorf am Wochenende die Stadt so bauen, wie sie 2050 aussehen könnte. Trotz extremer Hitze kamen viele Besucher. Denn die Jubiläumsfestmeile lockte mit einigen Programmhöhepunkten. Dazu zählten Cora, Achim Petry und originelle Mitmachangebote.

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Kleine und große Besucher bauen mit Legosteinen das Hennigsdorf der Zukunft auf.

Quelle: Fritz Hermann Köser

Hennigsdorf. Bei Fuß. Doch der Kontrabass hört nicht auf Frauchen. Das Instrument, es steckt in einer braunen Hülle, trippelt zu einem älteren Herrn, legt liebevoll, aber dreist seinen Hals um seinen Nacken. Dann zieht es den wenig zart besaiteten Frechdachs zu einem Tisch, wo er nach der dort liegenden Handtasche einer Dame greift.

„Ist er sehr unverschämt?“, fragt die Dame mit den roten Locken und der schwarzen Fliege besorgt. Offensichtlich eine leicht schräge Orchestermusikerin, die das klassische Instrument wie einen Vierbeiner Gassi führt. Nur mit wenig Erfolg, da nützt auch das Drohen mit dem Bogen und der Brahms-Notenfibel nichts.

Schlecht, wenn man dann an den Falschen gerät. Etwa an den tätowierten Muskelprotz, den der Kontrabass nun belästigt. Und der das nur wenig witzig zu finden scheint. „Vorsicht, dieser Mann ist gefährlich“, warnt Frauchen, sehr zum Vergnügen der anderen Besucher auf dem Hennigsdorfer Stadtfest. Trotz hoher Temperaturen waren sie zahlreich gekommen.

Der laufende Kontrabass

Der laufende Kontrabass.

Quelle: Köser

In der Hülle des laufenden Kontrabasses steckt Eva-Maria Michel. Der Bass sei ein wenig wie so mancher Hund, sagt Doris Batzler, die die Orchestermusikerin mimt. Neugierig, frech, aber liebenswert. „Basso Doble“ nennt sich das Duo, das vergangenen Sonnabend die Leute mit spontanen, witzigen Aktionen aufs Vortrefflichste unterhielt. Wer selber aktiv werden wollte, konnte sich bei der Zirkusschule Contraire aus Berlin als Nachwuchs-Jongleur oder Hula-Hoop-Artist versuchen. Andere Kinder wandeln derweil auf Piraten-Pfaden, wedeln mit der schwarzen Totenkopf-Fahne.

Mit der Seeräuber-Jenny, einer singenden Säbel-Schwingerin, überlegten sie, was denn die furchtbaren Freibeuter so alles brauchen. Einer ihrer Begleitmusiker warnt dabei vor Spinnen und dem Klabautermann. Alles Blödsinn. „Piraten kennen keine Furcht“, erwidert die Dame mit dem schwarzen Dreispitz. Ratzefummel nennt sich die Kombo, die mit ihren Songs Kindern lustige Geschichten erzählen will.

aus dem Unterhaltungsprogramm

...aus dem Unterhaltungsprogramm

Quelle: Köser

Auch sonst wurde viel geboten, schließlich fand die Hennigsdorfer Festmeile zum 20. Mal statt. So durfte jeder die Zukunft des Ortes mitgestalten. Wie sieht Hennigsdorf im Jahr 2050 aus?

Ob erneuerbare Energien, ob schöne Gebäude oder Fahrzeuge, Kinder wie Erwachsene setzen ihre Ideen um. Mit Lego, im Rahmen der Aktion „Stein auf Stein“, unterstützt von den Mitarbeitern von „Design in Stein“. An einem Tisch wühlen Kinder wie Erwachsene in einem Haufen voll kleiner bunter Plastiksteine. Weiter hinten sind die ersten Ergebnisse zu sehen. Auf eine großen Fläche mit den entsprechend eingezeichneten Straßen. Da gibt es Hochhäuser mit Balkonen voller Pflanzen und einem Kletterpark. Im Wasser steht ein Haus auf Stelzen, woanders parkt ein fliegendes Auto.

Tanzende Bären, Cora und „Wolle“ Petrys Sohn

Das Jahr 2050 wurde gewählt, weil hundert Jahre zuvor die für Hennigsdorf so typische Architektur entstand, erklärt Diana Beinroth. Später sollen alle Steine an eine Kindereinrichtung gespendet werden, erklärt die Mitarbeiterin im Organisationsteam weiter.

Sie schreit gegen den Lärm an. Überall dröhnt Musik aus den Lautsprechern. Schlagersänger versuchen, trotz brütender Hitze die Leute bei Laune zu halten. Danke, dass ihr gekommen seid, sagt Newcomerin Jana Meyerdierks. Und jubiliert ihren Song „Domino“. Direkt vor der Bühne auf dem Postplatz herrscht noch gähnende Leere, die wenigen Zuhörer haben sich schattige Oasen an den Ständen gesucht. Die kleinen tanzenden Bären müssen wohl oder übel darauf verzichten. Tapfer und gekonnt tanzen die Kinder der Line-Dance-Gruppe „Little Bears“ in der prallen Sonne.

Bei André Stade ist mehr los. Der Schlagersänger und Chartstürmer, der auf dem Havelplatz auftritt, zählt neben Acts wie Cora oder Achim Petry zu den Highlights der Festmeile. Da sitzen tatsächlich welche in der Todeszone, stellt der bärtige Barde fest. Und warnt: Ihr seht bald aus wie gegrillte Würstchen.

Von Fritz Hermann Köser

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