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Oberhavel „Ich biete einfach mein Hilfe an“
Lokales Oberhavel „Ich biete einfach mein Hilfe an“
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00:42 19.07.2015
Karin Grüneberg (l.) ist jetzt offiziell Netzwerk-Patin. Quelle: Foto: Cindy Lüderitz
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Mildenberg

38 Jahre lang hat sich Karin Grüneberg um Kinder gekümmert – und das möchte die ehemalige Lehrerin trotz Ruhestands gerne weiterhin tun. „Ich habe meinen Beruf gerne gemacht und jetzt nach etwas Neuem gesucht. Das Gefühl, gebraucht zu werden, ist schon wichtig“, sagt sie. Im Netzwerk „Gesunde Kinder“ der Oberhavel Kliniken werden Menschen wie Karin Grüneberg gebraucht. Sie begleiten Familien mit Kindern und stehen den Eltern in der ersten drei Lebensjahren der Neugeborenen mit Rat und Tat zur Seite.

Ausbildung des Netzwerks

Eine Aufgabe, der Karin Grüneberg gerne Zeit widmet. Gemeinsam mit 20 anderen Frauen und Männern aus Oberhavel durchlief sie eine Ausbildung des Netzwerkes. Am Dienstag erhielten die neuen Paten im Ziegeleipark offiziell ihre Urkunde.

Karin Grüneberg ist längst im Dienst, betreut zwei Familien im Raum Zehdenick. „Das sind ehemalige Schülerinnen von mir. Das war beim ersten Treffen vielleicht eine Überraschung“, sagt die Pädagogin. Sie selbst hat zwei Kinder großgezogen, und war doch dankbar für die Seminare, die sie im Rahmen der Patenausbildung besuchen konnte. „Es hat sich vieles geändert im Umgang mit Kleinkindern. Es gibt so viel Neues, dass ich mich zwischendurch schon gefragt habe, wie ich eigentlich meine Kinder groß bekommen habe“, sagt sie. Aber jede Zeit habe eben ihre Besonderheiten.

Sicherheit und Erfahrung

Karin Grüneberg möchte „ihren“ Familien Sicherheit geben und ihre Erfahrung weitergeben, ohne „lehrerhaft“ zu wirken. „Ich möchte mich niemanden aufdrängen, ich biete einfach meine Hilfe an“, sagt sie.

119 Paten sind kreisweit in dem Netzwerk der Oberhavel Kliniken organisiert. 400 Kinder werden derzeit betreut, weit mehr als 1000 sind es seit der Gründung. Seit April gibt es auch im Granseer Krankenhaus eine Anlauf- und Beratungsstelle. Fünf der 21 Paten kommen aus dem Nordbereich und wurden dort auch geschult. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle des DRK-Kreisverbandes Gransee trage Früchte, sagte Mandy Schulz, Mitarbeiterin der Projektkoordination am Dienstag. „Ich wünsche mir, dass das Netzwerk im Norden auch so gut zum Laufen kommt, wie im Südkreis“, betonte Lucia Wocko, Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin der Klinik Oranienburg und Projektleiterin des Netzwerkes.

Inzwischen seien auch die Effekte der Paten-Arbeit messbar. Kinder aus dem Netzwerk hätten demnach deutlich mehr Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen und seien „besser durchgeimpft“ als ihre Altersgenossen. Das konnte dank einer statistischen Erhebung im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen in Brandenburg festgestellt werden.

Von Cindy Lüderitz

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