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250-Kilo-Weltkriegsbombe in Velten

Sprengung am Mittwoch sorgt für Behinderungen im Bahnverkehr 250-Kilo-Weltkriegsbombe in Velten

Eine 250-Kilo-Bombe ist in einem Wald in Velten gefunden worden. Der Blindgänger kann nicht entschärft werden und wird voraussichtlich am nächsten Mittwoch gesprengt. Von der Evakuierung des Sperrkreises werden mehrere Einfamilienhäuser, ein Hotel, der Hornbach-Baumarkt und Gewerbebetriebe betroffen sein - auch im Bahnverkehr kommt es zu Behinderungen.

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In einem Waldstück in Hohenschöpping wurde eine 250-Kilo-Bombe gefunden.

Quelle: Bernd Gartenschläger (Archiv)

Velten. Der Blindgänger liegt auf einer Fläche zwischen der Landesstraße L 172 in Richtung Hennigsdorf und der Bahnlinie, die parallel dazu verläuft. Die Bombe enthält 66 Kilogramm Sprengstoff.

Am Donnerstag tagte in Velten ein 20-köpfiger Krisenstab. Feststeht, dass die Bombe, die mit einem Aufschlagzünder versehen ist, nicht entschärft werden kann. „Die Bombe muss gesprengt werden“, sagte Ordnungsamtsleiter Berthold Zenner. Als voraussichtlichen Termin nannte er Mittwoch kommender Woche, 30. Oktober.

Zuständig ist Sprengmeister Jens Simon vom staatlichen Munitionsbergungsdienst. Er legte einen 1000 Meter großer Sperrkreis um den Bombenfundort fest. Innerhalb des Sperrkreises liegen die Bahnlinie, die Landesstraße, acht Einfamilienhäuser, ein Hotel, der Hornbach- Baumarkt sowie etwa 40 Gewerbe- und Industriebetriebe wie die Wall AG. Die betroffenen Anwohner und Unternehmen seien, sofern sie zu erreichen waren, bereits direkt angesprochen worden, informierte der Ordnungsamtsleiter. Mit Postwurfsendungen werden die noch nicht erreichten Bewohner informiert. Gesperrt werden muss auch die Abfahrt der Autobahn A 111.

Innerhalb des Sperrkreises verlaufen zwei Ferngasleitungen. Vertreter des Netzbetreibers NBB machten sich Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Sprengmeister Simon ein Bild von der Situation. Geklärt wird auch noch, ob die Hochspannungsleitungen innerhalb des Sperrbereiches verlaufen.

Gefunden wurde die Bombe von den Mitarbeitern der Firma GfLK GmbH, der Gesellschaft für Liegenschaftskonversion. Die Spezialisten aus der Schorfheide suchen im Auftrag der Forst das Waldstück nach Munition ab. Nur etwa 40 Zentimeter unter der Oberfläche hatten sie den Blindgänger entdeckt. Ein zweiter Verdachtspunkt, der in 2,50 Metern Tiefe geortet wurde, entpuppte sich als ein Eisenrohr. „Mit einer Bombe haben wir nun gar nicht gerechnet“, sagte gestern der zuständige Revierförster Bernd Erdmann.

Die Sprengung soll von den Fachleuten der Firma GfLK vorgenommen werden. Am Sprengtag muss der Sperrkreis bis 8 Uhr geräumt sein. Etwa um 10 Uhr wollen die Munitionsexperten mit den Vorbereitungen beginnen. „Gegen 12.30 Uhr soll die Bombe dann gesprengt werden“, sagte Ordnungsamtsleiter Zenner. Die Stadtverwaltung rechne damit, dass die Sperrung zwischen 13 und 14 Uhr wieder aufgehoben werden kann.

Da sich der Sperrkreis auf die Gemarkungen der Stadt Hennigsdorf und der Gemeinde Oberkrämer erstreckt, beteiligen sich beide Kommunen an den Absperrmaßnahmen. Die Sperrschilder werden vom Bauhof der Stadt Velten aufgebaut. Die Stadt wird neben den Nachbarkommunen unterstützt vom Munitionsbergungsdienst, von der Forstverwaltung Borgsdorf mit der Revierförsterei, vom Polizeirevier Hennigsdorf, dem Wasserschifffahrtsamt Eberswalde und der Wasserschutzpolizei Lehnitz. In die Maßnahme einbezogen sind zudem das Autobahnamt, die für die Landesstraßen zuständige Straßenmeisterei, der Landkreis Oberhavel, die Bundespolizei sowie die Deutsche Bahn AG. Die Freiwillige Feuerwehr Velten wird die gesamte Aktion federführend mit anderen Wehren begleiten. Die Flugsicherheit bekommt entsprechende Informationen, damit der Luftraum für die Zeit der Sprengung gesperrt wird.

Von Andrea Kathert

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