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2500 Leute wollen nach Oranienburg ziehen

Einwohnerentwicklung 2500 Leute wollen nach Oranienburg ziehen

Etwa 43 000 Menschen leben derzeit in Oranienburg. Und es werden immer mehr, die es in die Stadt an der Havel zieht. In den nächsten fünf Jahren wird mit einem Zuzug von 2500 Leuten gerechnet. Aber die wollen irgendwo wohnen und ihre Kinder in Kitas und Schulen schicken. Die Stadtverwaltung überlegt nun, wie sie dieser Herausforderung gerecht werden kann.

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In der Weißen Stadt könnte noch viel gebaut werden. Architekten aus Wien hatten im Juni ihre Plän edazu vorgestellt.

Quelle: Andrea Kathert

Oranienburg. In Oranienburg leben zurzeit rund 43 000 Menschen. Seit 1990 wuchs die Bevölkerung um knapp sieben Prozent. Laut Bertelsmannstiftung rechnet die Stadt mittelfristig mit einem Zuzug von 2500 Menschen. Nicht zuletzt ist der angespannte Wohnungsmarkt in Berlin ein Grund dafür. Die Stadtverwaltung arbeitet bereits an einem Konzept, wie darauf reagiert werden kann. Prinzipiell sei die Stadt gut aufgestellt, um diesen Bedarf zu befriedigen, sagte Baustadtrat Frank Oltersdorf im Bauausschuss. Innerhalb von fünf Jahren könnten 1000 Wohneinheiten durch bereits genehmigte oder laufenden B-Pläne aktiviert werden. Das sind in der Regel Einfamilienhäuser. Im Innenbereich wurden zudem 2500 Baulücken registriert. Dazu zählen aber auch Grundstücke mit Wochenendhäusern und Lauben, die nicht so schnell zur Verfügung stehen. Weitere Baupotenziale könnten sich mittel- und langfristig auftun, wenn Wohnbauflächen mobilisiert werden, zum Beispiel Wochenendhausgebiete oder Flächen im Außenbereich, wo noch jetzt kein Baurecht besteht. Auch in der Innenstadt gibt es Reserveflächen für Wohnungsbau. Die Stadtverwaltung schließt auch nicht aus, dass Kleingartenanlagen und Wochenendhaussiedlungen zum Wohnen umgenutzt werden oder als Wohnungsbaureserve in Frage kommen, wenn sie nahe der Innenstadt liegen.

2003 sah die Situation noch ganz anders aus. „Da hatten wir eine echte Notlage im Geschosswohnungsbau“, sagte Bernd Jarczewski, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Oranienburg (Woba). „Es standen etwa 1000 Wohnungen leer, wir mussten verhindern, zur Umbaustadt zu werden.“ Zum Glück habe sich die Entwicklung umgekehrt. Auch im Geschosswohnungsbau gibt es keinen Wegzug. „Im Moment haben wir mehr Nachfragen als Angebote“, sagte Jarczewski. Allerdings wären die Förderprogramme des Bundes nicht gerade geeignet für sozialen Wohnungsbau. „Wir können nur hoffen, dass wir mal für 5,50 Euro pro Quadratmeter bauen können.“

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte einen Antrag zur Erarbeitung eines wohnungspolitisches Konzeptes eingebracht, der damit überholt war und zurückgezogen wurde.

Von Andrea Kathert

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