Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
3 Verletzte nach Säure-Attacke in Oranienburg

Anschlag auf Eden-Genossenschaft 3 Verletzte nach Säure-Attacke in Oranienburg

In Oranienburg (Oberhavel) sind am Montag 3 Menschen bei einer Säure-Attacke auf die Genossenschaft Eden verletzt worden. Die Mitarbeiter der Firma sind ins Krankenhaus gebracht worden. Ein Unbekannter hatte eine Tür mit der Flüssigkeit beschmiert. Der Geschäftsführer vermutet einen gezielten Anschlag.

Voriger Artikel
Tempo 30 würde helfen
Nächster Artikel
Ein helles Licht in dunklen Zeiten

Ein Feuerwehrmann entfernt die gefährliche Substanz von der Tür der Eden-Genossenschaft in Oranienburg.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Drei Mitarbeiter der Eden-Genossenschaft wurden am Montagvormittag ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie mit einer gefährlichen Substanz an der Tür der Geschäftsstelle am Struveweg in Oranienburg in Berührung gekommen waren. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr kamen zum Einsatz.

Es passierte am Morgen auf dem Weg ins Büro, sagt Geschäftsführer Marco Fredersdorf. Beim Aufschließen und Öffnen der Tür seien zwei seiner Kollegen und er selbst mit einer orangefarbenen Substanz in Berührung gekommen. Die Flüssigkeit war während des dritten Adventswochenendes von Unbekannten gegen die Tür geschüttet worden. Nach kurzer Zeit habe die Haut an den Händen und im Gesicht gebrannt und sich gerötet. Eine Reizung habe er auch in den Augen verspürt, nicht jedoch in den Atemwegen. Daraufhin habe man die noch unbekannte Substanz mit Wasser abgewaschen und mit einer Kochsalzlösung die Augen ausgespült. „Ich muss mir ins Gesicht gefasst haben“, sagt Fredersdorf rückblickend.

Weil der Geschäftsführer nicht an einen Zufall glaubte, habe er gegen 8.20 Uhr die Polizei über den Vorfall informiert. Die Beamten hätten dann ihrerseits den Rettungsdienst und die Feuerwehr alarmiert.

Flüssigkeit wird noch untersucht

Eine 47-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 42 und 47 Jahren seien daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus nach Oranienburg gebracht worden, sagte Polizeisprecher Stefan Rannefeld auf Nachfrage. Die Feuerwehr habe bereits einen leichten Säuregehalt in der über die Tür geschütteten Flüssigkeit ermitteln können. Inhaltsstoffe ließen sich jedoch noch nicht benennen: Zu den Proben, die ein Kriminaltechniker am Vormittag genommen hat, lag am Montag jedoch noch kein Untersuchungsergebnis vor, so Rannefeld. Allerdings habe sich schnell herausgestellt, dass die unbekannte Substanz mit Wasser entfernt werden kann und die Symptome danach abklingen.

Geschäftsführer vermutet „gezielte“ Tat

Nach ambulanter Behandlung seien wieder alle drei Betroffenen aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagt Marco Fredersdorf. Eine Nachbehandlung sei nicht erforderlich. Noch aufgewühlt von den Ereignissen, spricht er von einer „gezielten“ Tat. „Ich kenne die Streitkultur in Eden“, sagt er. Aber dass diese solche Auswüchse annimmt, „damit habe ich nicht gerechnet“. Auf die Frage, ob sich der Anschlag mit den aktuellen Diskussionen um die Zukunft der 1893 gegründeten Eden-Genossenschaft in Verbindung bringen lässt, mochte sich der Geschäftsführer nicht festlegen: „Nichts ist unmöglich“, sagt er nur.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei geht derzeit von einem unbekannten Motiv für die Tat aus, sagte Sprecherin Dörte Röhrs. Im Zuge der Ermittlungen werde nach Zeugen gesucht. Wer im Laufe des dritten Adventswochenendes auffällige Personen vor der Geschäftsstelle im Struveweg 501 beobachtet hat, solle sich bitte unter 03301/85 10 bei der Polizeiinspektion Oberhavel melden.

 

Von Helge Treichel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg