Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel 3 Verletzte nach Säure-Attacke in Oranienburg
Lokales Oberhavel 3 Verletzte nach Säure-Attacke in Oranienburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:24 14.12.2015
Ein Feuerwehrmann entfernt die gefährliche Substanz von der Tür der Eden-Genossenschaft in Oranienburg. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Oranienburg

Drei Mitarbeiter der Eden-Genossenschaft wurden am Montagvormittag ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie mit einer gefährlichen Substanz an der Tür der Geschäftsstelle am Struveweg in Oranienburg in Berührung gekommen waren. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr kamen zum Einsatz.

Es passierte am Morgen auf dem Weg ins Büro, sagt Geschäftsführer Marco Fredersdorf. Beim Aufschließen und Öffnen der Tür seien zwei seiner Kollegen und er selbst mit einer orangefarbenen Substanz in Berührung gekommen. Die Flüssigkeit war während des dritten Adventswochenendes von Unbekannten gegen die Tür geschüttet worden. Nach kurzer Zeit habe die Haut an den Händen und im Gesicht gebrannt und sich gerötet. Eine Reizung habe er auch in den Augen verspürt, nicht jedoch in den Atemwegen. Daraufhin habe man die noch unbekannte Substanz mit Wasser abgewaschen und mit einer Kochsalzlösung die Augen ausgespült. „Ich muss mir ins Gesicht gefasst haben“, sagt Fredersdorf rückblickend.

Weil der Geschäftsführer nicht an einen Zufall glaubte, habe er gegen 8.20 Uhr die Polizei über den Vorfall informiert. Die Beamten hätten dann ihrerseits den Rettungsdienst und die Feuerwehr alarmiert.

Flüssigkeit wird noch untersucht

Eine 47-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 42 und 47 Jahren seien daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus nach Oranienburg gebracht worden, sagte Polizeisprecher Stefan Rannefeld auf Nachfrage. Die Feuerwehr habe bereits einen leichten Säuregehalt in der über die Tür geschütteten Flüssigkeit ermitteln können. Inhaltsstoffe ließen sich jedoch noch nicht benennen: Zu den Proben, die ein Kriminaltechniker am Vormittag genommen hat, lag am Montag jedoch noch kein Untersuchungsergebnis vor, so Rannefeld. Allerdings habe sich schnell herausgestellt, dass die unbekannte Substanz mit Wasser entfernt werden kann und die Symptome danach abklingen.

Geschäftsführer vermutet „gezielte“ Tat

Nach ambulanter Behandlung seien wieder alle drei Betroffenen aus dem Krankenhaus entlassen worden, sagt Marco Fredersdorf. Eine Nachbehandlung sei nicht erforderlich. Noch aufgewühlt von den Ereignissen, spricht er von einer „gezielten“ Tat. „Ich kenne die Streitkultur in Eden“, sagt er. Aber dass diese solche Auswüchse annimmt, „damit habe ich nicht gerechnet“. Auf die Frage, ob sich der Anschlag mit den aktuellen Diskussionen um die Zukunft der 1893 gegründeten Eden-Genossenschaft in Verbindung bringen lässt, mochte sich der Geschäftsführer nicht festlegen: „Nichts ist unmöglich“, sagt er nur.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei geht derzeit von einem unbekannten Motiv für die Tat aus, sagte Sprecherin Dörte Röhrs. Im Zuge der Ermittlungen werde nach Zeugen gesucht. Wer im Laufe des dritten Adventswochenendes auffällige Personen vor der Geschäftsstelle im Struveweg 501 beobachtet hat, solle sich bitte unter 03301/85 10 bei der Polizeiinspektion Oberhavel melden.

Von Helge Treichel

Oberhavel MAZ-Umfrage Radfahrer - Tempo 30 würde helfen

Die MAZ-Leser-Diskussion zur Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern in Oranienburg geht weiter. Diesmal im Fokus: die Stelle in der Saarlandstraße, an der im Oktober ein tödlicher Unfall passierte. Außerdem meldet sich ein Oranienburger zu Wort, der inzwischen in Schottland lebt.

14.12.2015
Oberhavel Maxi Arland und Kollegen in Dreifeldhalle - Erst Gransee, dann Amerika

Der Schlagerstar Maxi Arland gab mit seinem Vater, seinem Bruder und weiteren Kollegen ein weihnachtliches Konzert in der Dreifeldhalle. Etwa 350 konzentrierte und begeisterte Zuhörer ließen sich diesen Auftritt nicht entgehen.

14.12.2015
Oberhavel Auto an Auto – der Strom an Gästen lässt nicht nach - Gedrängel auf dem Markt in Liebenberg

Der Liebenberger Weihnachtsmarkt ist einer der großen Besucher-Magneten in der Adventszeit. Wochenende für Wochenende strömen tausende Gäste auf das Areal rund um Schloss und Gut. So auch an diesem Sonnabend.

14.12.2015
Anzeige