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31 Millionen Euro fürs Schweitzer-Viertel

Hennigsdorf 31 Millionen Euro fürs Schweitzer-Viertel

Rund 31 Millionen Euro könnten in die Aufwertung des Schweitzer-Quartiers fließen, es ist einer der sozialen Brennpunkte in der Stadt. Unter anderem soll es ein Quartiersmanagement geben, auch die Mieter selbst sollen gefördert werden, ihnen sollen berufliche Perspektiven aufgezeigt werden. Nach den ersten Planungen könnten auch rund 180 Appartements entstehen.

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Das Quartier soll aufgehübscht werden, unter anderem soll der Hof des U-förmigen Wohnhauses von Autos befreit werden.

Quelle: Skizze: Planer

Hennigsdorf. Viele ALG II-Empfängern, Vandalismus und Vermüllung, Konflikte zwischen den Bewohnern und ein ganz schlechtes Image – das sind die großen Probleme des Quartiers in der Albert-Schweitzer-Straße. Das Wohngebiet zwischen Schweitzer-Straße, Fabrikstraße, August-Conrad-Straße und Berliner Straße im Zentrum soll in den kommenden Jahren auf Vordermann gebracht werden, rund 31 Millionen Euro könnten demnächst hierhin fließen. Etwa ein Zehntel davon könnte aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ kommen, wenn das Projekt genehmigt wird, so Daniel Stenger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. In den vergangenen Monaten hat die Verwaltung dafür ein integriertes Entwicklungskonzept entwickelt. Es sind 24 Maßnahmen.

Unter anderem soll es ein Quartiersmanagement geben, das sich – ähnlich wie im Brennpunkt in Velten-Süd – gezielt um die Förderung des Viertels kümmert und erster Ansprechpartner für die Bewohner ist (480 000 Euro). Zudem sollen möglichst aus der Bewohnerschaft zwei Leute gefunden werden, die als Concierges und Sozialmanager im Viertel fungieren (320 000). Auch soll ein Aktionsfonds gebildet werden, damit kleine Straßenfeste oder andere Ideen der Bewohner, Händler und Vereine in dem Wohngebiet finanziert werden können (80 000). Auch soll der Nachbarschaftstreff renoviert und erweitert werden, da er stark in die Jahre gekommen ist (200 000), die sozialen Angebote im Pur-Gebäude, Fabrikstraße 10, sollen erweitert werden (400 000). Bewohner sollen auch mit Ausbildungs- und Beschäftigungsangeboten unterstützt werden, Frauen mit Migrationshintergrund besonders gefördert werden (je 240 000).

Zudem sollen vier neue Häuser gebaut werden, drei davon wird die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft (HWB) in der Fabrikstraße (42 Wohnungen), der August-Conrad-Straße (24 Wohnungen) und der Berliner Straße (50 Wohnungen) errichten, die Kosten betragen insgesamt rund 20 Millionen Euro – das Projekt würde vom Land gefördert. Hierbei soll es sich um Wohnraum im bezahlbaren Preissegment von um die fünf Euro pro Quadratmeter bewegen, bis 2023 sollten diese Häuser fertig sein. Auf dem Grundstück Schweitzer-Straße / Ecke Berliner Straße will ein privater Investor bis 2020 vier Wohn- und Geschäftshäuser mit 18 Appartements und 45 altengerechten Wohnungen bauen (6,6 Millionen Euro).

Neu organisiert werden soll in diesem Zuge der Arbeiten der Hof des U-förmigen Wohnblocks in der Schweitzer-Straße, die Parkplätze sollen entfallen und Spiel- und Grünflächen geschaffen werden (300000). Als Ersatz für die Stellplätze wird bis 2021 östlich der Schweitzer-Straße 2-5 eine zweigeschossige Parkpalette errichtet, auch für Räder und E-Bikes (650 000).

Von Marco Paetzel

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