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350 Mülleimer sind den Hennigsdorfern nicht genug

Hennigsdorf (Oberhavel) 350 Mülleimer sind den Hennigsdorfern nicht genug

Alle 250 Meter sollen in Hennigsdorf (Oberhavel) künftig Abfallbehälter stehen, so wünschen es sich die Bürger. Rund 30.000 Euro würde das kosten. Eine klare Absage erteilt die Stadtverwaltung dagegen dem Ansinnen, auch Behälter und Tütenspender für Hundehaufen aufzustellen.

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Rund 350 Abfalleimer gibt es schon im Hennigsdorfer Stadtgebiet. Nun könnten noch mal etwa 100 weitere dazukommen.

Quelle: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Rund 350 Abfalleimer gibt es in Hennigsdorf – 75 an Bushaltestellen, 31 an Spielplätzen, der Rest verteilt sich im Stadtgebiet. Offenbar ist das den Bürgern aber nicht genug: Eine der dringlichsten Forderungen der Facebook-Gruppe „Hennigsdorf verbindet“ war laut einer inoffiziellen Umfrage im vergangenen Jahr jene nach mehr Papierkörben in der Stadt.

Die Fraktionen griffen die Idee der Bürger auf (MAZ berichte), nun schlägt die Stadtverwaltung einen Beschluss vor: Im gesamten Stadtgebiet sollen künftig im Abstand von 250 Metern Papierkörbe stehen. „So soll jeder die Möglichkeit haben, seinen Abfall zu entsorgen“, erklärte Bürgermeister Andreas Schulz kürzlich im Bauausschuss. Das entspreche je nach Geschwindigkeit etwa drei bis fünf Minuten Gehweg und stelle eine Entfernung dar, die den Bürgern „zugemutet“ werden kann, um ihren Abfall, etwa Hundekottüten, zu entsorgen, heißt es im Antrag der Verwaltung.

Sollten die Stadtverordneten Ende Mai diesem Antrag zustimmen, wolle die Verwaltung geeignete Standorte für die Papierkörbe im Stadtgebiet festlegen. Sie sollten für die Entsorgungsfahrzeuge gut anfahrbar sein und sich möglichst in Straßeneinmündungen befinden.

Um zu erreichen, dass Bürger alle 250 Meter einen Abfallbehälter finden, sind rund 100 neue Exemplare im Stadtgebiet nötig, die Aufstellung würde rund 30 000 Euro kosten. Dazu kämen noch Kosten für die Entleerung von rund 10 000 Euro pro Jahr. Bereits jetzt zahlt die Verwaltung rund 35 000 Euro jährlich, damit die Abfallbehälter regelmäßig geleert werden.

Damit die Hennigsdorfer die Abfallbehälter dann auch nutzen, sollen sie mit einer „imagefördernden Gestaltung“ versehen werden, wie es im Antrag heißt. Was die Verwaltung damit meint, bleibt offen. Denkbar wären aber Titel auf dem Eimer wie „Kippendiener“ oder „Häufchenhelfer“ oder „Ich bin Reiner“, wie man sie während der aktuellen BSR-Kampagne im Berliner Stadtgebiet sehen kann.

Die Bürger im Facebook-Forum hatten sich auch Hundekotboxen in der Stadt gewünscht. Diesen Vorschlag unterstützt die Verwaltung wiederum nicht. Ein paralleles Entsorgungsnetz für befüllte Hundetüten werde man nicht vorschlagen. „Die können sach- und fachgerecht in Abfallbehältern entsorgt werden“, so Bürgermeister Schulz. Auch sei es Hundehaltern zuzumuten, selbst eine Tüte für den Hund mitzunehmen. Die Aufstellung entsprechender Tütenspender empfiehlt die Verwaltung daher auch nicht.

Von Marco Paetzel

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