Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel 350 Mülleimer sind den Hennigsdorfern nicht genug
Lokales Oberhavel 350 Mülleimer sind den Hennigsdorfern nicht genug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 25.05.2017
Rund 350 Abfalleimer gibt es schon im Hennigsdorfer Stadtgebiet. Nun könnten noch mal etwa 100 weitere dazukommen. Quelle: Marco Paetzel
Anzeige
Hennigsdorf

Rund 350 Abfalleimer gibt es in Hennigsdorf – 75 an Bushaltestellen, 31 an Spielplätzen, der Rest verteilt sich im Stadtgebiet. Offenbar ist das den Bürgern aber nicht genug: Eine der dringlichsten Forderungen der Facebook-Gruppe „Hennigsdorf verbindet“ war laut einer inoffiziellen Umfrage im vergangenen Jahr jene nach mehr Papierkörben in der Stadt.

Die Fraktionen griffen die Idee der Bürger auf (MAZ berichte), nun schlägt die Stadtverwaltung einen Beschluss vor: Im gesamten Stadtgebiet sollen künftig im Abstand von 250 Metern Papierkörbe stehen. „So soll jeder die Möglichkeit haben, seinen Abfall zu entsorgen“, erklärte Bürgermeister Andreas Schulz kürzlich im Bauausschuss. Das entspreche je nach Geschwindigkeit etwa drei bis fünf Minuten Gehweg und stelle eine Entfernung dar, die den Bürgern „zugemutet“ werden kann, um ihren Abfall, etwa Hundekottüten, zu entsorgen, heißt es im Antrag der Verwaltung.

Sollten die Stadtverordneten Ende Mai diesem Antrag zustimmen, wolle die Verwaltung geeignete Standorte für die Papierkörbe im Stadtgebiet festlegen. Sie sollten für die Entsorgungsfahrzeuge gut anfahrbar sein und sich möglichst in Straßeneinmündungen befinden.

Um zu erreichen, dass Bürger alle 250 Meter einen Abfallbehälter finden, sind rund 100 neue Exemplare im Stadtgebiet nötig, die Aufstellung würde rund 30 000 Euro kosten. Dazu kämen noch Kosten für die Entleerung von rund 10 000 Euro pro Jahr. Bereits jetzt zahlt die Verwaltung rund 35 000 Euro jährlich, damit die Abfallbehälter regelmäßig geleert werden.

Damit die Hennigsdorfer die Abfallbehälter dann auch nutzen, sollen sie mit einer „imagefördernden Gestaltung“ versehen werden, wie es im Antrag heißt. Was die Verwaltung damit meint, bleibt offen. Denkbar wären aber Titel auf dem Eimer wie „Kippendiener“ oder „Häufchenhelfer“ oder „Ich bin Reiner“, wie man sie während der aktuellen BSR-Kampagne im Berliner Stadtgebiet sehen kann.

Die Bürger im Facebook-Forum hatten sich auch Hundekotboxen in der Stadt gewünscht. Diesen Vorschlag unterstützt die Verwaltung wiederum nicht. Ein paralleles Entsorgungsnetz für befüllte Hundetüten werde man nicht vorschlagen. „Die können sach- und fachgerecht in Abfallbehältern entsorgt werden“, so Bürgermeister Schulz. Auch sei es Hundehaltern zuzumuten, selbst eine Tüte für den Hund mitzunehmen. Die Aufstellung entsprechender Tütenspender empfiehlt die Verwaltung daher auch nicht.

Von Marco Paetzel

Am Sonntag war in Klein-Ziethen wieder Trödelmarkt – nicht an einer Stelle, sondern überall auf den Höfen im ganzen Dorf. Die Bürgergemeinschaft Klein-Ziethen veranstaltete den Garagen- und Scheunenflohmarkt zum zehnten Mal. Viele der Händler waren zufrieden.

25.05.2017

Im Wald bei Beetz (Oberhavel) ist eine riesige Rotbuche entdeckt worden. Sie könnte 250 bis 300 Jahre alt sein und hat in einem Meter Höhe einen Umfang von 6,20 Meter. Das Naturwunder steht in einem Wald, der für Windräder in Frage kommt. Der Verein „Oberes Rhinluch“ will den Baum und den Wald retten.

23.05.2017

Ein Neunjähriger wählt den Notruf und berichtet von einer Attacke durch einen Mann. Der Mann soll ihn und drei Freunde mit einer Eisenstange geschlagen und mit einer Glasflasche beworfen haben, erzählt das Kind. Doch bei den Ermittlungen hört sich die Geschichte plötzlich anders an.

22.05.2017
Anzeige