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Oberhavel 4000 Kilometer bis nach Hause radeln
Lokales Oberhavel 4000 Kilometer bis nach Hause radeln
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11:08 13.03.2017
Norbert Franke steigt bald aufs Trekking-Rad.  Quelle: Ulrich Bergt
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Hennigsdorf

 Wenn Norbert Franke in die Pedale tritt, fühlt er sich frei. „Ich will mich einfach bewegen, und man sieht so viel mehr als mit dem Auto“, sagt der 66-Jährige. Am 9. April fliegt Franke in die georgische Hauptstadt Tiflis. Dann steigt er auf sein Trekking-Rad. „Und dann geht’s ab nach Hause.“

1000 Euro für drei Monate

Dabei ist ganz klar der Weg das Ziel. Denn Hennigsdorf wird etwa 4000 Kilometer entfernt sein. Nach ein paar Tagen in Tiflis will Norbert Franke zuerst zum Schwarzen Meer radeln und dann über die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Slowakei und Polen zurück in die Heimat. Etwa drei Monate hat er für den Trip eingeplant. „Wo es auf der Strecke schön ist, da mache ich halt“, sagt Franke. Auf dem Puckel hat er Zelt und Schlafsack. Rund 1000 Euro plant er als Reisebudget ein.

Triathlet bei Stahl Hennigsdorf

Franke ist kein Spinner, er hat seine Ausdauer schon bewiesen. Seit mehr als 25 Jahren ist er als Triathlet unterwegs, seit 1994 gehört er zum Team von Stahl Hennigsdorf und belegte immer vordere Plätze. Schwimmen, Radfahren und Laufen gehören zum Grundprogramm von Norbert Franke, der vor der Altersteilzeit beim Hennigsdorfer Stadtservice gearbeitet hat.

Mit dem Trekking-Rad schon halb Europa erkundet

Zeit hat er jetzt genug: Dreimal in der Woche fährt er je 30 bis 40 Kilometer mit dem Rad und läuft fünf Kilometer. Dazu schwimmt Franke jede Woche. So legt er den Grundstein für die Touren: Mit seinem Trekking-Rad ist er schon quer durch Europa gefahren. Es gab Trips entlang der spanischen und französischen Mittelmeerküste, durch Österreich, die Schweiz und das Baltikum und auch auf dem Balkan strampelte er sich ab.

Pleiten, Pech und Pannen

Mit dabei hat er immer einen Vorrat an Flickzeug. Aus gutem Grund. Auf dem letzten Abschnitt seiner 3000-Kilometer-Tour durch den Balkan, auf den Schotterpisten in den ukrainischen Karpaten, hatte Franke vor zwei Jahren dreimal einen Platten. Noch schlimmer kam es auf einer Tour, die auch durch die Halbinsel Krim führte. Irgendjemand stahl ihm sein Fahrrad. Damals musste Franke die Reise vorzeitig abbrechen und mit dem Zug zurück fahren.

Es geht auch ohne Englisch

Das soll ihm dieses Mal nicht passieren. Norbert Franke freut sich auf neue Landschaften, Orte und Menschen. Auch wenn er mit ihnen kaum kommunizieren kann. „Ich spreche kein Englisch, das ist schade“, so der 66-Jährige. Wenn er nicht auf dem Sattel unterwegs ist, sitzt Franke im Paddelboot. Von den Masuren schwärmt der Triathlet, selbst bis Litauen ist er mit dem Faltboot aus DDR-Zeiten geschippert.

Seine Ehefrau Ute steht übrigens hinter den langen Trips ihres Mannes. Eine Bedingung stellt ihm seine Gattin aber dann doch. „Sie will öfter eine SMS haben“, sagt Franke, „damit sie weiß, wo ich gerade bin.“

Von Marco Paetzel

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