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4000 Wildschweine im Landkreis

Oberhavel 4000 Wildschweine im Landkreis

Vor allem in der Region um Hennigsdorf hatten sich die Wildschweine in den letzten Monaten stark vermehrt. Wegen der Sturmschäden können die Jäger dort derzeit aber keine Tiere im Wald schießen. Kreisweit steigt die Zahl der Wildschweine aber nicht wesentlich. Rund 4000 soll es im kommenden Frühjahr etwa geben.

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In der Region Velten gibt es derzeit sehr viele Wildschweine. Allerdings können die Jäger den Wald nicht betreten

Quelle: FotO: Fotolia

Oberhavel. Die Hennigsdorfer Innenstadt wurde in den vergangenen Monaten von Wildschweinen heimgesucht, Bürger sprachen von Rotten mit bis zu 40 Tieren. In den Wäldern vor den Toren der Stadt hatten der zuständige Revierleiter Bernd Erdmann vom Forstamt und ein Dutzend Jäger seit Anfang Mai dafür gesorgt, dass die Zahl der Schweine zurückgeht. Doch nach wie vor seien es zu viele Tiere, erklärt Erdmann. „Wir können aber momentan nicht jagen, weil wir nach dem Sturm nicht in den Wald können“, so der Revierförster.

In der Region Velten und Hennigsdorf habe der Sturm die Wälder schlimm getroffen, erklärt Oliver Graudenz von der Landeswaldoberförsterei Borgsdorf. „Auch in anderen Teilen des Kreises gibt es Wälder, wo es an einigen Stellen noch kritisch ist.“ Die Mitarbeiter der Forst seien dabei, die Sicherheit auf den Waldwegen wieder herzustellen. Bis Ende des Jahres, schätzt er, sollten die Waldwege begehbar sein – so könnten auch Jäger wieder überall schießen. Ob die Einschränkungen bei der Jagd Auswirkungen auf die Zahl der Wildschweine in den Wäldern hat, vermag Oliver Graudenz nicht zu sagen.

Bei der Kreisverwaltung geht man davon nicht aus. „Wenn die Waldbesitzer die Sturmschäden zügig aufarbeiten und Gefahrenstellen beseitigen, ist eine nachhaltige Beeinträchtigung der Jagd nicht zu erwarten“, so Sprecher Ronny Wappler. Nach Einschätzung der hiesigen Jäger sei im nächsten Frühjahr von rund 4000 Wildschweinen im Kreis auszugehen. „Dies entspricht dem langjährigen Niveau beim Gesamtbestand des Schwarzwildes.“ Die Zahl der erlegten Tiere gebe darauf einen Hinweis: 5360 Wildschweine wurden kreisweit 2014/2015 geschossen, 4900 Tiere waren es 2015/2016 und 5100 Wildschweine 2016/2017.

Im Revier von Förster Matthias Henkel (Neuroofen) sind die Schweine kein Problem. „Wenn, dann eher auf den Ackerflächen. Aber nicht im Wald. Wir sind eher dankbar, wenn der Waldboden mal aufgewühlt wird“, sagt er. Höchstens, wenn es im Winter mal sehr kalt wird, gehen sie auch an Wurzeln der Bäume ran.“

Von Marco Paetzel

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