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56 Torten und Kuchen gebacken

Falkenthal 56 Torten und Kuchen gebacken

Das 5. Turmfest in Falkenthal war so gut besucht wie noch nie – 200 Gäste kamen, auch Amerikaner ließen es sich nicht nehmen, sich das Spektakel „Längste Kuchentafel in Oberhavel“ anzusehen.

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Lange Kaffeetafel in Falkenthal. Auch in die andere Richtung standen vollgestellte Kuchentische. Es mussten zusätzliche Sitzmöglichkeiten herangeschafft werden.

Quelle: Uwe Halling

Falkenthal. In Metern wurde die „Längste Kuchentafel Oberhavels“ nicht gemessen. Aber die Zahl der Kuchen wurde notiert. 56 Torten und Bleche, dazu noch einige extravagante Ausführungen, kamen am Sonnabend zusammen. Sie standen alle auf der langen Tafel, die gleich am Eingang des Kirchengeländes begann, an der Kirche vorbeiführte und irgendwo weit dahinter endete. „Mit dieser Beteiligung hatten wir gar nicht gerechnet“, schwärmte Wolfgang Reimann, der Vorsitzende des Fördervereins Falkenthaler Dorfkirche, vom Erfolg der Aktion, die wieder ein Beitrag dafür war, die Aufmerksamkeit auf die benötigte Sanierung des Kirchturms hinzuweisen.

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„Längste Kuchentafel in Oberhavel“ – 200 Gäste nahmen die Einladung an

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Die Hoffnung ging auf. „Es waren etwa 200 Menschen hier – soviel wie noch nie zum Turmfest“, so Reimann. Sie alle konnten sich satt essen an den vielen Kuchen. „Ich habe sieben Stück geschafft“, sagte Craig Horsley, der mit seiner Familie aus dem amerikanischen Oregon nach Falkenthal kam, um seine Schwester Angela Bergmann zu besuchen. Sie wohnt seit zwei Jahren im Storchendorf. Horsley kehrte nach 33 Jahren nach Deutschland zurück, er diente seinerzeit bei der Airforce in Frankfurt-Hahn. „Ich mag kleinere Orte lieber als große Städte“, sagte er, der mit seiner Familie – Brooke, Nicole und Marilyn Wilbur – für zwei Wochen im Löwenberger Land weilt.

Jury entschied über „beste Kuchen“

Den Kuchenbäckerinnen und -bäckern war ein Anreiz fürs Mitmachen geschaffen worden: vier Preise. Die Jury um den Obermeister der Bäckerinnung Oberhavels, Fred Plessow, den Falkenthaler Bäckermeister Eckehard Dummer und den Pfarrer im Ruhestand, Hans-Joachim Vanselow, bewertete vier Stunden lang die Kuchen und legte fest, wer vorn landete. „Das war echt hart“, so Fred Plessow. Bewertet wurden unter anderem Geschmack, Originalität, Aussehen und Konsistenz. „Ich wusste beim Probieren gleich, dass der Siegerkuchen sehr gute Chancen hat“, so Fred Plessow. Mit 96 von 105 möglichen Punkten schnitt die Obsttorte von Helga Göbel am besten ab. „Das war nichts Besonderes; ein Kuchen mit Himbeeren und Schmand – mehr nicht“, sagte die Siegerin. Sie gewann ein Wochenende in einem Vier-Sterne-Hotel.

Mit einem Punkt geschlagen geben musste sich Anne Grützmacher. Sie zauberte einen Kuchen aus Schokolade, Creme und Kirschen, der ein Schaf darstellte. „Es traute sich niemand, ihn anzuschneiden“, sagte sie zu dem Hingucker. Sie darf zu einem Brunch ins Schloss & Gut Liebenberg gehen. Mit ihrer Nusstorte schaffte es Silke Gutt-Hosseini auf Platz 3. Der Lohn: zwei Eintrittskarten für die Westernstadt Eldorado in Templin. Die Flasche Whisky für den 4. Platz ging an Brigitte Wilde aus Neulöwenberg; sie beteiligte sich mit einem Mohnkuchen.

Einnahmen für den Kirchturm

Beim Glücksraddrehen konnten Bücher und CDs gewonnen werden. Dann wurde das Sparschwein geknackt, in das seit fünf Jahren Geld für die Kirchturmsanierung gesteckt wurde und meist in der Bäckerei Dummer stand. 1128,40 Euro wurden gezählt. Es konnte für einen Euro geraten werden, wie viel Geld sich darin befindet. Elke Mohrin schätzte am besten, 1111,11 Euro, und erhielt einen Amazon-Gutschein (50 Euro). Ortsvorsteher Karsten Kiesewetter ersteigerte einen Kuchen für 25 Euro, auf dem die Kirche abgebildet war. Die Einnahmen den Aktionen kommen der Sanierung des 300 Jahre alten Kirchturms (der Mörtel im Fachwerk hält nicht mehr) zugute. „Einen Zeitplan gibt es aber noch nicht. Wir wissen, dass es ein schwieriger Prozess ist. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagt Wolfgang Reimann. Mit solchen Aktionen wie am Sonnabend bleibt das Thema in den Köpfen. Jurymitglied Hans-Joachim Vanselow meinte sogar: „Wir sollten den Titel ’Hervorragendes Kuchen- und Tortendorf in Oberhavel’ auf das Ortsschild schreiben.“

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Von Stefan Blumberg

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