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6 x 6 Netzwerkabend in Oranienburg

Kreativer Dialog 6 x 6 Netzwerkabend in Oranienburg

Sechs Kreative Köpfe bekommen sechs Minuten, um sich und ihre Idee vorzustellen. Ein Konzept, dass sich in Potsdam seit längerer Zeit bewährt hat und nun erstmals in Oranienburg vorgestellt wurde. Und so trafen sich in dort am Dienstag Kreative, die so sicher nicht zusammengekommen wären.

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Ute Spingler aus Birkenwerder porträtierte am Abend als Live-Painterin die Referenten während ihrer Vorträge.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Oranienburg. Genau sechs Minuten hatte jeder Kreative Zeit, sich beim Netzwerkabend am Dienstag im Oranienburger Oranienwerk zu präsentieren. Dann klingelte erbarmungslos der Wecker und die Rede- bzw. Darstellungszeit war vorbei. Daher auch der Titel des Gesprächsabends: 6 x 6. Sechs Kreative in je sechs Minuten. Katja Dietrich-Kröck, Referentin für Kreativwirtschaft im Brandenburger Wirtschaftsministerium, verriet den Zuhörern, dass sich dieses Format zu ihrem Lieblingsnetzwerkformat entwickelt habe: „Charmant und sportlich.“

Mit dem Abend im Oranienwerk wagte man sich nun erstmals nach Oranienburg. Eingeladen waren kreative Köpfe der Region. Davon drei im Oranienwerk ansässige Kreative: Die Textildesignerin Eva Waldherr vom Label „Erna und Gustav“, die Journalistin Dagmar Möbius und der Werbeagenturinhaber Gideon Reymann von „Zimt und Zucker“. Jeder stellte seine Arbeit auf seine ganz persönliche Weise vor.

Der Inhaber der Hörspielfabrik aus Hohen Neuendorf, Jens-Uwe Bartholomäus , entführte die zahlreichen Zuhörer in seine Hörspielwelt. Ließ Töne, Musik und Stimmen für sich sprechen. Auf humorvolle und selbstironische Art. So wurde der dramatische Schwerterkampf mal eben von einer Stimme aus dem Off unterbrochen: „Die Zeit ist abgelaufen!“ Den Besuchern gefiel diese auf das auditive reduzierte und damit fokussierte Vorstellung des Regisseurs und Musikers, der in seinem Tonstudio auch Kurse für die Hörspielproduktion anbietet.

Einen völlig anderen Angang wählte Kathrin Karras aus Grüneberg, die sich als Fotografin dem Mittel der Mehrfachbelichtung verschrieben hat. Sie sei quasi eine Schichtarbeiterin. Die Bilder sprachen für sich. Schemenhaft und doch eindringlich. „Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht der Mensch“, so die Fotografin, die Träume von Menschen sammelt.

Gerade diese unterschiedliche Art der Selbstpräsentation mache den Reiz des „6x6“ aus, begeistert sich Dietrich-Kröck. Viele Künstler würden zu selten miteinander in Kontakt treten. Dem will Brit Eismann mit ihrem Künstler-OnlineNetzwerk „Craftentfaltung“ entgegenwirken. Und wer sich vor direkt begegnen will, dem bietet die von ihre betriebene Mühle in Himmelpfort den passenden Rahmen.

Einen weiterer Gast, Nael Alhkteb , erweiterte die Sechserrunde auf ein 6+1. Der Schmied, aus Syrien geflüchtet, hat nach einem Praktikum in der Marina Havelbaude nun dort auch einen festen Arbeitsvertrag erhalten. Von seiner Arbeitsfreude zeugten die Fotos seiner Schmiedekunst.

Kunstvoll waren auch die Porträts, die Live-Painterin Ute Spingler aus Birkenwerder während der Vorträge von den Referenten anfertigte. Mit wenigen Bleistiftstrichen und ein wenig Farbe fing sie die Situation ein und charakterisierte die Kreativen. „Ich mag Frauenpower“, so die Birkenwerderin, die auch auf Tanzfestivals und Pferderennen mit ihren Malutensilien anzutreffen ist. Nach den Vorträgen blieb Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und ausführlicher über die Arbeit zu sprechen.

Von Ulrike Gawande

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