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Oberhavel Von wegen „Frosti“: Warme Gefühle für Oranienburgs Eisbader
Lokales Oberhavel Von wegen „Frosti“: Warme Gefühle für Oranienburgs Eisbader
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00:19 15.01.2019
Nicht nur ordentlich abgehärtet, sondern auch originell verkleidet ging es zum Neujahrsplanschen an die Havel. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

“Also auf keinen Fall würde ich das machen“, erklärte Melinda David-Linke zitternd, während sie das Treiben der Schwimmer von Frostis Fun Crew im gerade einmal vier Grad kalten Wasser der Havel unweit des Oranienburger Schlosses verfolgte. „Aber für die Männer ist das ein Riesenspaß, also sollen sie es halt machen“, befand die 40-Jährige. Wenig später schloss sie ihren Freund Nico Spitzenberg in die Arme, der an der Havelpromenade aus dem kühlen Nass ans Ufer kletterte.

Wasser vier Grad, Außentemperaturen sechs Grad

„Ich bin zum dritten Mal beim Neujahrsplanschen dabei“, erzählte der 41-Jährige. „Das war heute richtig angenehm“, flachste er herum. „Vor drei Jahren war alles zugefroren, da hatten wir es mit ordentlich Eis im Wasser zu tun. Dagegen war das heute ja richtig warm“, fand der Oranienburger bei Außentemperaturen von sechs Grad Celsius. „Ich war lange beim Bund, bin auch sonst viel draußen unterwegs – das härtet ab“, meinte er, bevor es mit Freundin Melinda zum Imbisswagen ging, wo eine heiße Suppe auf Schwimmer, Familien und die zahlreichen Zuschauer wartete, die das Spektakel entlang der Havel verfolgt hatten.

Bei vier Grad Wassertemperatur schwammen die Spaßvögel der „Frostis Fun Crew“ am Sonnabendvormittag, 12. Januar 2019, beim 6. Oranienburger Neujahrsplanschen mehrere hundert Meter vom Schlosshafen bis zur Havelpromenade, begleitet von zahlreichen Zuschauern.

Am Schlosshafen waren die dreizehn Männer der „Frostis Fun Crew“ aus Oranienburg, teils verkleidet als Einhörner und Piraten, eiskalt zur sechsten Auflage des Oranienburger Neujahrsplanschens in die Fluten gestapft. Unter den wachsamen Augen von Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei schwammen sie anschließend gemächlich die mehreren hundert Meter bis zur Havelpromenade, wo die Aktion nach einer guten halben Stunde ihr Ende fand. Viele Zuschauer standen für das Spektakel im Wasser am Ufer auf der Schlossbrücke und am Louise-Henriette-Steg Spalier. Und fröstelten schon beim Zusehen.

„Sowas macht halt auch nicht jeder“

Frostis Fun Crew, am Ziel von zwei weiteren Eisbadern mit einem Sprung ins Wasser unterstützt, ließ sich davon nicht beirren. Den Spaß an der Aktion, den könne man nicht erklären, so Mario Koch. „Sowas macht halt auch nicht jeder. Und wir machen’s, weil wir’s einfach können“, lachte der 40-Jährige. Kalt sei ihm nicht, im Wasser sei es gar regelrecht warm gewesen, „sehr angenehm“, so der Oranienburger. „Ich werde jetzt etwas trinken, und dann geht es ab nach Hause.“ Eine Baustelle warte dort auf ihn, „wir bauen am Haus“. Für Mario Koch war es ein ganz normaler Sonnabend.

Von Nadine Bieneck

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