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Oberhavel 600 Tulpenzwiebeln für das Dorf
Lokales Oberhavel 600 Tulpenzwiebeln für das Dorf
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16:49 23.10.2017
Mit Spaten, Schaufeln und Körben für die Blumenzwiebeln ausgerüstet, fand sich am Sonnabend eine tatkräftige Arbeitsgruppe zusammen. Quelle: Ulrike Gawande
Sommerfeld

Als am Sonnabend um kurz nach neun der stellvertretende Ortsvorsteher von Sommerfeld, Reiner Tietz, mit seinem Auto am sogenannten Postdreieck, wo 2018 ein zweiter Spielplatz im Ort entstehen wird, vorfuhr, wurde er von einer Gruppe arbeitswütiger Bürger schon sehnsüchtig erwartet. Lagen doch in seinem Kofferraum die sechs Säcke mit den je 100 Blumenzwiebeln der Sorte „Tulpen Mix“.

Zum zweiten Mal nach 2016 fand somit im Ort eine Blumenzwiebelsteckaktion statt, mit der die Grundlage dafür geschaffen wurde, dass das Dorf sich im kommenden Jahr in ein bunt blühendes Kleinod im Frühling verwandelt kann. „Die Zwiebeln hat uns die Stadt Kremmen zur Verfügung gestellt, der Vorschlag zur Pflanzaktion stammt aber von unserem Ortsbeirat“, berichtete Reiner Tietz.

Und nachdem im vergangenen Jahr bereits rund um die Kirche gepflanzt worden war, stand nun die Dorfstraße vom Postdreieck bis zum Kirchplatz auf dem Verschönerungsprogramm der fleißigen Blumenzwiebelsetzer. „Manche Leute erfreuen sich daran, dass es vor ihren Haustüren schon aussieht“, weiß Reiner Tietz, der viele lobende Wort für seine Mitbürger fand, die stets ihre Vorgärten an den Straßen pflegen. Er würde es jedoch begrüßen und sich für das äußere Erscheinungsbild des Ortes wünschen, dass auch wirklich vor allen Haustüren das Laub geharkt und der Rasen gemäht wird.

Da sei eben noch viel Luft nach oben in Sommerfeld, findet auch Petra Schmidt, die vor fünf Jahren aus Neuruppin nach Sommerfeld gezogen ist. „Ich würde mir noch mehr Blumen wünschen“, so Schmidt, die eine der Initiatorinnen der Blumenzwiebelsteckaktion ist, für die sie sich noch mehr Interesse und Helfer gewünscht hätte. Im Frühjahr hatte sie bereits eine Müllsammelaktion organisiert. Die Kommunikation für solche Aktionen sei oft schwer, so die Erfahrung der Sommerfelderin.

Jeweils zehn Zentimeter tief wurden die Zwiebeln in den Boden gesetzt, immer im ausreichenden Abstand zur nächsten. Für die gestandenen Helfer kein Problem. „Ich bin ein Frühaufsteher und Gartenarbeit ist doch normal, wir sind hier doch auf dem Lande“, lachte Heidi Wolff und schulterte ihren Spaten, um das nächste Loch für die nächste Tulpenzwiebel zu graben. Auch sie glaubt, dass der Ort noch mehr Potenzial hat. Probleme gebe es aber eigentlich nur dort, wo die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke und Häuser nicht geklärt seien, ergänzt Rudi Kretschmann, Vorsitzender des Vereins „Sommerfelder Miteinander“. Man tue viel, um das Dorf zu verschönern.

Umso gespannter warte man deshalb auf die Ergebnisse des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, so Kretschmann. Im Juni hatte man entschieden, sich anlässlich des 775-jährigen Ortsbestehens an dem Ausscheid zu beteiligen. Gesucht wird kreisweit das schönste Dorf mit den engagiertesten Bewohnern. Vehlefanz hatte 2014 sogar den Landesentscheid erreicht. Der Wettbewerb war nach der Wende aus dem Ausscheid „Unser Dorf soll schöner werden“ hervorgegangen.

Von Ulrike Gawande

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