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80 Plätze zusätzlich

Asyl in Birkenwerder 80 Plätze zusätzlich

Zusätzlich zu den aktuell vorhandenen Plätzen sollen in Birkenwerder 80 weitere Plätze für Asylbewerber geschaffen werden. Darüber informierten Landrat Ludger Weskamp (SPD) und Fachbereichsleiter Johannes Kühl am Dienstagabend während einer Informationsveranstaltung in der Pestalozzi-Grundschule in Birkenwerder.

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Kreissprecher Ronny Wappler (l.) sorgte für eine gute Verständlichkeit der Redebeiträge.

Quelle: Helge Treichel

Birkenwerder. Zusätzlich zu den aktuell vorhandenen Plätzen sollen in Birkenwerder 80 weitere Plätze für Asylbewerber geschaffen werden. Dazu werde das Bestandsobjekt in der Hubertusstraße erweitert. Dort sind bislang 40 Flüchtlinge untergebracht. Zwei zusätzliche Etagen sollen dort belegt werden. Darüber informierten Landrat Ludger Weskamp (SPD) und Fachbereichsleiter Johannes Kühl am Dienstagabend während einer Informationsveranstaltung in der Pestalozzi-Grundschule in Birkenwerder.

Bürgermeister nicht unterrichtet

Die erst vor zwei Wochen getroffene Entscheidung war auch für Bürgermeister Stephan Zimniok (B. i. F.) neu. In einer vorangegangenen Veranstaltung hatte er Senioren des Ortes deshalb lediglich über die schon geschaffenen Plätze informieren können. Außer den Plätzen in der Hubertusstraße gibt es ein Objekt an der Geschwister-Scholl-Straße, das Ende dieses Monats laut der bisherigen Planung mit gut 50 Flüchtlingen belegt werden soll.

Im gesamten Landkreis Oberhavel sind in diesem Jahr bereits 641  Asylbewerber untergebracht worden, sagte Ludger Weskamp. Weitere 1279 würden noch erwartet. Dabei werde auf eine dezen­trale Unterbringung gesetzt. Zum Beispiel seien bereits 212 Flüchtlinge in regulären Wohnungen untergebracht worden. Weitere Unterkünfte würden gesucht.

Polizeichef tritt Gerüchten entgegen

Ziel der Informationsveranstaltung sei es, zu informieren, zu erklären und Fragen zu beantworten, sagte der Landrat. Im Podium saßen neben den Kreisvertretern Lars Borchardt, Leiter der Polizeiinspektion Oberhavel, sowie Harald Schmidt vom Landesamt für Schule und Lehrerbildung. Schmidt bescheinigte der Pestalozzi-Grundschule, auf Flüchtlingskinder eingestellt zu sein. Lars Borchardt nutzte die Gelegenheit, mit Vorurteilen aufzuräumen. Eins davon laute, dass Asylbewerber Straftaten begehen. „Das ist aus Sicht der Polizei nicht zutreffend“, so der OHV-Polizeichef mit Blick auf die Statistik. Zudem versicherte der Gesetzeshüter, dass Asylbewerber wie alle anderen Einwohner behandelt würden. Im Lehnitzer Heim habe es in diesem Jahr 26 Straftaten gegeben, die allermeisten allerdings intern. Dabei gehe es beispielsweise um das TV-Programm oder die Nutzung der Waschmaschine. „Wir zahlen natürlich keine Schweigeprämie“, sagte Landrat Weskamp mit Blick auf Gerüchte über Diebstähle in Supermärkten.

Von Helge Treichel

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