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25 Jahre Oranienburg in 53 Minuten

800 Jahre Oranienburg 25 Jahre Oranienburg in 53 Minuten

Vorher-Nachher-Vergleiche sind beliebt. Zu sehen sind diese auch im Film „Oranienburg – 1990 bis 2015“ von Filmemacher Hans-Jürgen Georgi. Premiere ist am 7. Juni. Karten gibt es nicht zu kaufen. Die MAZ verlost aber 40 Exemplare.

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Auf Rädern und in der Wanne durch die Stadt

Die Orangerie vor der Restauration.

Quelle: Ralf Stork

Oranienburg. 1200 Dateien, jede mit zehn Minuten Bewegtbild. Das macht 12 000 Minuten. Genau diese 200 Stunden hat sich Hans-Jürgen Georgie angesehen – sortiert, bewertet, in einen Zusammenhang gesetzt. „Ich war selbst völlig erstaunt über die Menge des Material, das wir für Oranienburg gedreht haben.“ Entstanden ist aus all den Sequenzen im Auftrag der Stadt ein 53-minütiges Filmdokument über Oranienburg. Die Uraufführung wird am Dienstag, 7. Juni, im Oranienburger Kino veranstaltet (weitere Vorführungen folgen im Jahr.)

Die Orangerie heute

Die Orangerie heute. Im Film ist dieser Vorher-Nachher-Vergleich zu sehen.

Quelle: TKO/Kreutzer

Für den 67-jährigen Filmemacher war das kein neues Terrain. Bis 2014 war er Geschäftsführer des Lokalsenders Oberhavel TV. Mitte der 1990er Jahre hat er mit drei Freunden den Sender gegründet. 200 000 Mark nahm er dafür in die Hand, ein Drittel kam aus Fördermitteln der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Am 2. September 1996 flimmerte die erste Sendung über die Bildschirme in Oberhavel. Eine „erfüllte Zeit“ nennt der Historiker seine Jahre im lokalen Fernsehen. Da kam die Anfrage der Stadt, einen Film zur 800-Jahrfeier zu drehen, nicht überraschend. Material hatte er genug angesammelt über die Jahre. „Im Februar vorigen Jahres habe ich mit dem Sichten angefangen“, erzählt er. Zweimal die Woche kam er nach Oranienburg, um die „Rohdaten“ (viele davon noch auf Videokassetten gespeichert) zu digitalisieren.

Filmemacher Hans-Jürgen Georgi

Filmemacher Hans-Jürgen Georgi.

Quelle: Marco Winkler

Zu sehen ist im Film Oranienburger Geschichte, die Entwicklung der Stadt. „Es ist keine Parteischau“, sagt Georgi. Selbst Skurriles ist zu sehen: „Es gibt auch die Biber, die eigentlich Nutrias waren.“ Abzug der sowjetischen Streitkräfte, Sanierung der „Weißen Stadt“, Landesgartenschau 2009. Aber keine pure Werbung. „Es ist kein Imagefilm geworden für Touristen“, sagt der Regisseur. „Es ist ein Zeitdokument.“

Kartenverlosung – einfach am Dienstag, 17. Mai, anrufen

Als Historiker galt sein Augenmerk besonders der historischen Genauigkeit. Die Recherche war dementsprechend umfangreich. Zahlreiche Interviews wurden geführt. Weihnachten dann die Rohschnittabnahme. Die Stadt war zufrieden. „Nur marginal mussten Kleinigkeiten geändert werden“, so der Mann vom Fach. In Halle geboren, arbeitete er als Tonmeister bei der DEFA, bevor er sein Magister in Geschichte und Philosophie machte. Jetzt lebt er in Berlin. Und kommt am 7. Juni einmal mehr in die Heimstätte seines filmischen Schaffens. Um 18.30 Uhr beginnt der Jubiläumsfilm. Karten gibt es nicht zu kaufen. Die MAZ vergibt aber 40 Plätze. Wer diese ergattern will, sollte Dienstag, 17. Mai, um 14 Uhr anrufen: Tel. 03301 59 45 56.

Von Marco Winkler

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