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800 Jahre Oranienburg Als das Luthertum Einzug hielt
Lokales Oberhavel 800 Jahre Oranienburg Als das Luthertum Einzug hielt
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17:53 02.11.2017
Die nicht ganz komplette Autorenrunde mit Peter Richter, Bodo Becker, Hans Biereigel, Manuela Vehma, Ulrike Unger, Werner Liedtke und Stadtarchivar Christian Becker (v. l.) Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Es war bei einem Besuch in Leegebruchs Partnerstadt Lengerich. Dort stieß Ulrike Unger auf das Haus der Familie Beccard. Und den 1766 in Oranienburg geborenen Johann Friedrich (Isaak) Beccard. „Meine Neugierde war geweckt. Ein Hugenotte aus Oranienburg, der auf der Wanderschaft in Lengerich geheiratet und dort hängengeblieben war. Dort leben bis heute Nachfahren. Gibt es sie auch noch in Oranienburg? Die Leegebrucherin begab sich auf Spurensuche. Und machte dabei spannende Entdeckungen. „Nach Flucht und Asyl gelang die Integration der Hugenotten. Ein wieder hochaktuelles Thema“, so Ulrike Unger.

Sie gehört zur siebenköpfigen Autorenrunde, die am Mittwochabend in der Oranienburger Nicolaikirche Band 4 der „Bothzowia“-Reihe vorstellte. Die Autoren lasen dabei aus ausgewählten Beiträgen vor rund 50 interessierten Zuhörern. Das Redaktionskollegium für die Publikation bildeten Bodo Becker aus Lehnitz, Oranienburgs Stadtarchivar Christian Becker zusammen mit Kreismuseumschefin Manuela Vehma. Beiträge zum Band 4, der im Luther-Jahr Aufsätze zum Thema „Religion unter Toleranz“ vereint, steuerten zudem Hans Biereigel und Lyudmyla Ladyzhenska, Werner Liedtke und Peter Richter bei.

„Das Wort hatte immer großen Wert. Es kann aufbauen, zerstören, dokumentierend wirken. Sie haben ein weiteres Stück Stadtgeschichten dokumentiert“, so Pfarrer Arndt Farack, der in sein Gotteshaus eingeladen hatte.

Nach siebenjähriger Pause, die vor allem der 800-Jahr-Feier der Stadt und den damit verbundenen zu erarbeitenden Publikationen zur Stadtgeschichte geschuldet war, ist nun ein weiterer Band der Bothzowia-Reihe fertig geworden. Erstmals in einem Verlag, dem Verlag für Berlin-Brandenburg. Inhaber André Förster war zur Vorstellung von Pankow nach Oranienburg gekommen. Während sich Band 1 mit der „Stadt und den Dörfern im Wandel der Zeiten“ (2007) beschäftigte, ging es im Lagajahr 2009 um Gartenkunst, Schlösser, Architektur und Wissenschaft und in Band 3 (2010) um die Stadt am Wasser, den Kanalbau, die Binnenschifffahrt und den damit verbundenen Wirtschaftsaufschwung.

Im Jahr des 500. Jahrestages der Reformation hat Bodo Becker den Eingangsbeitrag der Neuerscheinung der Reformation der Kirche hierzulande gewidmet. Hans Biereigel schreibt über 300 Jahre jüdisches Leben in der Stadt, Peter Richters Beitrag widmet sich „Walter Bothe und die Musik“. Die Glaubenskraft der Kurfürstin Louise Henriette bis in den Tod und ihre gelebte Toleranz hat die Kreismuseumschefin sehr nahegehend erforscht und beschrieben.

„Vor 500 Jahren haben Luthers Worte gezündet“, so Pfarrer Farack. Das neue Buch hoffentlich auch. Es ist unter anderem in der Rungebuchhandlung für 9,90 Euro zu haben. Die Stadt hat auch die Auflage von 1000 Exemplaren von Band 4 mit 8000 Euro unterstützt.

Von Heike Bergt

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