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800 Jahre Oranienburg Begehbares Wissen auf dem Schlossplatz
Lokales Oberhavel 800 Jahre Oranienburg Begehbares Wissen auf dem Schlossplatz
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06:45 11.03.2016
Erlebbare Geschichte: Schautafeln mitten auf dem Schlossplatz informieren über die Entwicklung Oranienburgs. Quelle: Marco Winkler
Oranienburg

Trocken und warm. So hätte die Ausstellungseröffnung zur 800-Jahrfeier am Mittwochabend vor dem Schloss sein können. Doch gegen die Verlegung in einen abgeschlossenen Raum entschieden sich die Verantwortlichen. „Die Ausstellung soll viele Menschen erreichen“, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke auf dem Schlossplatz, wo die großflächigen Tafeln voller Wissen repräsentativ Platz fanden.

Konzipiert ist die Open-Air-Ausstellung „800 Jahre Oranienburg“ als lehrreicher und abwechslungsreicher Geschichtsgang für Einheimische, um „sich intensiver mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen“, so Laesicke. Besucher und Touristen könnten dabei ferner erfahren, dass die Kreisstadt„ viel mehr zu bieten hat als nur Bomben.“

Schnitten das obligatorische, rote Eröffnungsband durch: TKO-Projektmanager und Kurator der Ausstellung Herbert Schirmer, Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Alireza Assadi, Geschäftsführer der Stadtwerke. Quelle: Marco Winkler

Die historische Dauerausstellung hat Kurator und Projektmanager der Tourismus und Kultur Oranienburg (TKO) gGmbH Herbert Schirmer als „begehbare Festschrift“ angekündigt. Hier schließe sich ein Kreis. Auch wenn die Ausstellung nicht so umfangreich sei wie die Schrift. „Wer meint, es fehlt etwas, kann die Festschrift kaufen“, warb Laesicke.

Von der urkundlichen Ersterwähnung über das Schloss als Schwefelsäurefabrik, der Gründung einer Feuerwehr 1872 bis zur Landesgartenschau 2009 reicht die Palette an bebilderten Informationen. „Viele Oranienburger haben mit ihrer Zuarbeit geholfen“, so der Bürgermeiste über die „bunte, informative Ausstellung.“

Komplette Barrierefreiheit erst ab 20. März gegeben

Noch ist die Besichtigung allerdings nicht komplett barrierefrei, wie Karl-Heinz Grollmisch, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats Oberhavel, im Vorfeld bemerkte. „Kann man da nachrüsten?“, fragte er. Kann man. Eine provisorische Rampe gibt es schon. Bis zum 20. März sollen laut Laesicke des Weiteren eine feste Rampe sowie die barrierefreie Begehung innerhalb der Ausstellung ermöglicht werden.

Finanziert wurde das Jubiläumsprojekt von den Stadtwerken Oranienburg, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Geschäftsführer Alireza Assadi bat alle Besucher, Vandalismus vorzubeugen. Konzipiert ist die Dauerausstellung unter freiem Himmel. für mehrere Jahre. „Sie soll solange stehen wie sie ansehnlich ist“, so Hans-Joachim Laesicke. Es hänge davon ab, wie pfleglich die Oranienburger mit ihr umgehen. „Technisch wäre es möglich, dass sie die nächsten drei Jahre steht.“

Von Marco Winkler

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