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800 Jahre Oranienburg Großer Andrang beim Blaulichttag in Oranienburg
Lokales Oberhavel 800 Jahre Oranienburg Großer Andrang beim Blaulichttag in Oranienburg
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06:16 23.05.2016
Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, der Feuerwehr einmal aufs Dach zu steigen. Quelle: Fotos: Ulrike Gawande
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Oranienburg

„Ich finde alle Autos toll: die von der Feuerwehr, die von der Polizei und den Krankenwagen“, begeistert sich Joel aus Hennigsdorf. Am Sonnabend ist er zusammen mit Mutter Jeannine Wenzel, die sich informieren und nachfragen will, beim Blaulichttag in Oranienburg.

Siebenjähriger über Ausblick vom 13-Tonner begeistert

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Blaulichttag in Oranienburg

„Die Jungs sind ganz vernarrt in die Feuerwehr und die Polizei“, weiß auch Monique Knopf. Sie ist zum ersten Mal bei einem derartigen Treffen und freut sich besonders, dass die Kinder überall reinklettern und auch fast alles anfassen dürfen. „Mir hat die Aussicht von dem Bagger besonders gut gefallen“, freut sich Fynn aus Hennigsdorf. Gemeint ist der Ausblick von dem 13 Tonnen schweren Radlader des Technischen Hilfswerkes, dessen Schaufel ein Fassungsvermögen von 1,8 Kubikmetern hat. Mit den gewaltigen Rädern ist das Bergungsräumgerät 3,55 Meter hoch. Mächtig riesig für so einen Siebenjährigen wie Fynn.

Das neue Feuerwehrauto HLF 20 aus Velten. Quelle: Ulrike Gawande

Feuerwehrfahrzeuge können beeindruckend hoch werden

Höher hinaus geht es nur bei der Feuerwehr, wenn man, wie die Gäste aus Polen, die zum Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes in der Havelstadt zu Gast waren, mit dem Korb in die Höhe fahren durfte. So hat das ausgestellte Drehleiterfahrzeug DLK 23/12 aus Hennigsdorf, das 2015 für 550.000 Euro angeschafft wurde, eine Nennrettungshöhe von 23 Metern.

Nicht minder beeindruckend ist für die großen und kleinen Besucher aber auch, dem neuen Tanklöschfahrzeug der Schildower Feuerwehr aufs Dach zu steigen. Der Tatra T815/7 6x6 mit V8-Motor, der eine Pumpleistung von 3000 Litern pro Minute hat, wurde dieses Jahr in Dienst gestellt. Gezeigt würden die ältesten Fahrzeuge des Landkreises und die neuesten Errungenschaften, erklärt Veltens Stadtwehrführer Heiko Nägel die Fahrzeugauswahl. So sind auch Veltens HLF 20, der Hennigsdorfer Kommandowagen und der Glienicker Einsatzleitwagen zu besichtigen. Alle erst wenige Wochen oder Monate alt.

Der gerade in Dienst gestellte Tanklöschwagen aus Schildow. Quelle: Ulrike Gawande

Neben den Bürgern aus Oranienburg und den Nachbarorten, die entspannt auf dem Schlossplatz dem Landespolizeiorchester lauschen, stattete auch Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) dem Blaulichttag einen Besuch ab. Er unterhielt sich mit Nils Pinkert, Oberfeldwebel bei den Feldjägern in Berlin. Gefragt habe der Minister nicht allzu viel, so Pinkert, eher habe man sich unterhalten. Schließlich gibt es bei der Bundeswehr Nachwuchsbedarf. Es werde viel in die Werbung investiert, berichtet der junge Mann, damit die Armee als Arbeitgeber von den jungen Menschen wahrgenommen werde. Der Soldat auf Zeit schätzt an seinem Beruf die Abwechslung, könnte sich aber vorstellen, wenn sein Vertrag ausläuft, zur Polizei zu wechseln, wo er nur noch eine verkürzte Ausbildung absolvieren müsste.

Lange Schlangen vor den Essens- und Getränkeständen

Abseits der markant ausgestellten Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk standen auf dem Schlossplatz auch kleinere Gruppen den Besuchern an ihren jeweiligen Info-Ständen Rede und Antwort: Verkehrswacht, Notfallseelsorger, Einsatz-Nachsorge-Team und der Fahrradclub ADFC. Angesichts des schönen Wetters bildeten sich an den Eis- und Getränkeständen ebenso lange Schlagen, wie bei der Polizei, wo Fahrräder codiert werden konnten.

Viele interessierte Besucher beim Stand der Reservisten. Quelle: Ulrike Gawande

„Wir wollen Flagge zeigen und unsere Arbeit vorstellen“, erklärt Undine Kroschel von den Notfallseelsorgern aus Oberhavel. Viele Passanten hätten noch nie etwas von ihnen gehört. Und auch Feuerwehrleute und Polizisten seien schon gezielt an den Stand gekommen, um sich zu informieren. Mit insgesamt 14 ehrenamtlichen Helfern stehen die Notfallseelsorger in Oberhavel in akuten Krisen- und Notfallsituationen den Einsatzkräften zur Seite, um diese zu entlasten, indem sie sich um Betroffene, Angehörige oder Einsatzkräfte kümmern. Kroschel: „Wir bleiben so lange, bis das soziale Netz wieder trägt, die Menschen wieder einen Fuß auf dem Boden haben.“

So gut wie jeder Besucher konnte neue Eindrücke und Informationen mit nach Hause nehmen.

Von Ulrike Gawande

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