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800 Jahre Oranienburg Grundsteinlegung für Integrationshaus
Lokales Oberhavel 800 Jahre Oranienburg Grundsteinlegung für Integrationshaus
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16:36 14.11.2016
Mit Münzen und Zeitungen wurde die Kartusche befüllt. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Die Kupferkartusche mit Münzen und Tageszeitungen liegt seit gestern Nachmittag im Fundament des Hauses in der Gartenstraße 4. „Es ist ein Integrationsprojekt. Menschen mit kleinen Einkommen oder Alleinerziehende sollen hier ebenso zu Hause sein, wie Geflüchtete“, so Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski bei der Grundsteinlegung. Dafür bringt die städtische Gesellschaft 2,5 Millionen Euro auf. 22 Wohnungen, mit einem bis drei Räumen, sollen dafür bis zum Herbst kommenden Jahres gebaut werden und 50 Mietern künftig ein schönes Dach über dem Kopf bieten.

Im Aufsichtsrat der Woba habe man beraten, wo denn der Bedarf an Wohnraum in der Stadt am größten ist, so der Bürgermeister. Fazit: „Überall. Ob groß oder klein. In der Boomtown Oranienburg fehlt es an allen Ecken und Enden. In Sachen Wohnungsbau kann man im Moment nichts falsch machen“, so Hans-Joachim Laesicke, der auch private Investoren ermunterte, in der Stadt noch mehr Wohnungen zu bauen. Gleichzeitig wolle man diese Bauherren stärker finanziell ins Boot holen, damit auch die soziale Infrastruktur, wie Kitas, mit dem Zuzug Schritt halten kann.

Außen massiv, drinnen je nach Bedarf der Wohnungszuschnitt variabel, das Haus mit Laubengang, viergeschossig und im Erdgeschoss barrierefrei – mit diesem Projekt hatte der Architekt Oliver Langhammer aus Berlin im Frühjahr auf der Biennale in Venedig zum Thema „Bauen für Flüchtlinge“ teilgenommen. Nun sei das Haus auf Oranienburger Ansprüche zugeschnitten worden. „Ein Provisorium war schnell vom Tisch. Stattdessen gibt es ein Haus neuen Typs für die Integration“, in dem es auch einen Gemeinschaftsraum gibt, der durch den Märkischen Sozialverein mit betreut werden soll. Mit dem Hausprojekt ist Oliver Langhammer bei der Ausstellung zum Thema Integration im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main im Frühjahr 2017 dabei. „Es wir eines der wenigen der in Venedig vorgestellten, das Realität wird“, freut er sich. hb

Von Heike Bergt

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