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Sammelbüchse prall gefüllt

Oranienburg Sammelbüchse prall gefüllt

Die Mitglieder des Heimatvereins Schmachtenhagen hatten seit Juli für den Verein der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gesammelt. Denn auch dessen Häuser in der Lehnitzstraße waren vom Starkregen in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun war Kassensturz und es gab eine Spende in Höhe von 350 Euro.

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Lebenshilfe-Geschäftsführerin Uta Gerber mit Annette Lehmann und Katrin Kittel vom Heimatvereinsvorstand und Bolko Prußok von der Lebenshilfe (v. l.).

Quelle: Heike bergt

Oranienburg. „Na, dafür können wir auf jeden Fall Farbe für die Wände kaufen“, freute sich Uta Gerber, Geschäftsführerin des Vereins Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Oberhavel Süd. Die Sammelbüchse, die sie am Dienstagvormittag von Katrin Kittel und Annette Lehmann vom Heimatverein Schmachtenhaben überreicht bekam, war ziemlich schwer und enthielt summa summarum 350 Euro.

Anfang Juli hatten die Schmachtenhagener die Sammelaktion gestartet. Nach dem Starkregen vom 29. Juni waren auch die Häuser der Lebenshilfe in der Lehnitzstraße 26 und 30 in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Neubau kam es zu einem Wassereinbruch. „Die Stellen konnten aber schnell verschlossen und alles trockengelegt werden. Die Bauleute waren ja noch im Haus“, so Uta Gerber. Schlimmer sah es im Altbau nebenan aus, wo es durchgeregnet hatte. Das Dach ist inzwischen gemacht, aber der Putz musste von den feuchten Wänden geschlagen werden. Alle Räume sind leer, der Freizeitreff ist bis heute geschlossen. „Unsere Hausmeister sind dabei, alles wieder zu verputzen und dann wird gemalert.“ Nicht zuletzt waren zwei kleine Pkw, mit denen Vereinsmitarbeiter zu behinderten Menschen nach Hause fahren,beim Hochwasser auf der Straße vollgelaufen.

Das ließ viele Schmachtenhagener nicht kalt. Sieben Sammelbüchsen hatten die beiden Initiatorinnen, Vereinschefin Katrin Kittel und Annette Lehmann, aufgestellt: im Bauernmarkt, beim Friseur und im Blumenladen. „Klar sind die Leegebrucher auch stark betroffen, aber behinderte Menschen haben es doch am schwersten, stehen oft am Rande der Gesellschaft. Sie brauchen besondere Hilfe“, begründet Annette Lehmann das Engagement. Beim Dorffest und beim Sportverein rührten sie die Werbetrommel. Der Heimatverein besteht zwölf Jahre, zählt 43 Mitglieder und ist bei der Organisation von Veranstaltungen im Ort eine feste Größe. Nun war also Kassensturz. Uta Gerber und Bolko Prußok bedankten sich bei allen Spendern von Herzen und nutzten die Gelegenheit, um noch einen Wunsch zu äußern: Wer könnte einen Weihnachtsbaum für den kleinen Saal spendieren? Zwei Meter hoch kann er sein. Die Bewohner würden sich freuen!

Von Heike Bergt

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