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Wenn der Vater mit dem Sohne

Oranienburg Wenn der Vater mit dem Sohne

Den symbolischen ersten Spatenstich fürs neue Wohn- und Geschäftshaus gab es am Freitagmittag – am Montag rücken bereits die Bagger an. Und die Bauherren, Rudolf Ehrhardt und Sohn Cliff Ehrhardt hoffen, dass ihr Familienbetrieb, die Oberhavel Verwaltungs GmbH vielleicht schon im Sommer 2017 Einzug halten kann. Und die Mieter.

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Die Bauherren Rudolf Ehrhardt und Sohn Cliff (M.) mit dem Bau-Modell. Am Freitag hatten sie Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und den Architekten Dirk Bopst aus Potsdam (r.) zu Gast.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Für das neue Wohn- und Geschäftshaus in der Fischerstraße 11 ist gestern der symbolische erste Spatenstich erfolgt. Am Montag rücken die Bagger für Baugrube an. Bauherren sind Rudolf Ehrhardt und Sohn Cliff, die bereits jetzt einen „Familienbetrieb“ führen, die Oberhavel Hausverwaltung GmbH mit Sitz in Zehdenick und in der Schulstraße 7 in Oranienburg.

„Mit drei Häusern in Zehdenick fing 1990 alles an“ erinnert sich Rudolf Ehrhardt, einst Produktionsleiter bei Konsum Backwaren. Mittlerweile verwaltet die GmbH, gegründet 2001, rund 1000 Wohnungen von Einzelpersonen und Eigentümergemeinschaften. 2010 stieg Sohn Cliff ins Geschäft mit ein. „Wir machen alles, von der Verwaltung über die Buchhaltung, die Betriebskostenabrechnung bis zum Hausmeisterservice“, erklärt Rudolf Ehrhardt. Heute beschäftigt die GmbH zehn Mitarbeiter.

Zwar hat Vater Rudolf Ehrhardt bereits die Sanierung von zwei Häusern am Kirchplatz 9 und 1o in Zehdenick durchgezogen und ist im Baumetier nicht unbeleckt, aber nun startet das erste gemeinsame Bauprojekt von Vater und Sohn, dafür haben sie die Ehrhardt & Ehrhardt GbR gegründet.

Diese will nun an der Fischerstraße 1,7 Millionen Euro in das neue Wohn- und Geschäftshaus investieren – und wenn das Wetter über den Winter mitspielt – im Sommer 2017 beziehen. Erste Schwierigkeiten sind schon gemeistert: 63 Betonpfähle mussten ins Erdreich gebracht werden, damit der Neubau sicher steht. Denn hier befand sich das Ur-Fußbett der Havel, die später verlegt worden war. Ein Baukörper steht im hinteren Grundstücksteil. Es hat vier Wohnungen mit Balkonen und Terrasse, das Haupthaus an der Fischerstraße bietet im Erdgeschoss der Filiale eines Oranienburger Schuhanbieter mit Internetverkauf Platz, darüber wird der Familienbetrieb der Hausverwaltung seinen neue Firmensitz bekommen: „In der Schulstraße ist es einfach zu eng geworden.“ Dazu kommen weitere vier Wohnungen.

Ob die Fassade weiß, hell- oder dunkelgrau wird, da sind sich Vater und Sohn noch nicht ganz einig. Aber beide stolz auf den besonderen Designvorschlag des Architekten: Eine Art Laubengang aus Metall umgibt das Wohngebäude, ähnliches findet sich am Wohn- und Geschäftshaus wieder. Eine Idee, die sich Rudolf Ehrhardt in Realität in Portugal angesehen und die ihn begeistert hat. „Solch ein modernes Gebäude steht Oranienburg gut zu Gesicht“, findet der Potsdamer Architekt Dirk Bopst. Hier gebe es eine gesunde Mischung aus Alt und Neu.

Nachbar Steffen Hennes hatte mit seinem Lux-Augenoptik-Neubau „einen wichtigen neuen Akzent gesetzt“, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Das hatte Signalwirkung für andere. „Der Platz wird wiederbelebt und urbaner. Und auch von der anderen Seite gibt es städtebauliche Impulse: Der Speicher wir ausgebaut.“

Das bestätigte auch Rudolf Ehrhardt für die Fischerstraße : „Mein arabischer Nachbar will so ähnlich bauen.“

Von Heike Bergt

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