Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
900 Teilnehmer beim Integrationssportfest

„Sport ist Quelle für Selbstvertrauen“ 900 Teilnehmer beim Integrationssportfest

900 Menschen mit und ohne Handicap, die jüngste sechs Jahre alt, der älteste 78, waren am Mittwoch in Hennigsdorf zum 17.Integrationssportfest gekommen. Neben de klassischen Dreikampf, warteten viele Geschicklichkeitsspiele auf die Teilnehmer aus ganz Oberhavel.

Hennigsdorf 52.64506919686 13.20732020957
Google Map of 52.64506919686,13.20732020957
Hennigsdorf Mehr Infos
Nächster Artikel
Auto kracht in Linienbus – 15.000 Euro Schaden

Die Geschicklichkeitsspiele machten allen Spaß.

Quelle: Fotos (2): Ulrike Gawande

Hennigsdorf. Der Hopsballslalom bei den Geschicklichkeitsspielen sei ganz schön schwer gewesen, erzählt Martin Schmidt. Für Nils Bernikas, ebenso wie Schmidt, von der Caritas Werkstatt St. Johannesberg aus Oranienburg, war der Rollstuhlslalom hingegen eine Leichtigkeit, verrät er schmunzelnd. Aber das wichtigste am Integrationssportfest sei für beide, gemeinsam Zeit zu verbringen, Bekannte zu treffen und vor allem beim Fest dabei zu sein.

Über 900 Menschen, mit und ohne Behinderung, aus 27 Schulen und Einrichtungen in Oberhavel, waren am Mittwoch nach Hennigsdorf zum 17.Integrationssportfest gekommen. Die jüngste Teilnehmerin sei sechs Jahre alt, der älteste Sportler 78, berichtet Steffen Leber, zuständig bei der PuR für die Kinder- und Jugendarbeit, und Hauptorganisator des Festes. Unterstützung bekam er von 62 Schülern des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums für die Betreuung des Dreikampfes. Fünfzig Mitarbeiter der PuR halfen auch bei den Geschicklichkeitsspielen.

„Die Teilnehmer haben einen unglaublichen Spaß“, beobachtet der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Die Linke). Er betreute das Torwandschießen. Für die Organisatoren seien die leuchtenden Augen der Sportler so ein doppelter Lohn. Die gegenseitige Achtung von Menschen mit und ohne Handicap stehe im Fokus, erklärt Leber. So gehen alle Teilnehmer mit einer Medaille nach Hause. Die Sieger, auch der des neu im Programm befindlichen Papierfliegerwettbewerbes, erhielten glänzende Pokale und Medaillen.

Auf die hoffen, bei den im Sommer anstehenden Paralympics in Rio, auch Kai-Kristian Kruse und Maike Naomi Schnittger. Er bei den Bahnradwettkämpfen, sie bei den Schwimmwettbewerben. „Ohne Medaille nach Hause zu fahren, wäre eine Enttäuschung“, sind sich die Sportler, die beide mit einer Sehbehinderung antreten, einig. „Wir wollen die Menschen motivieren, ihnen zeigen, dass mehr machbar ist, als sie denken“, erzählt die 22-jährige Schnittger.

Als Sportler wolle man gewinnen, Anerkennung bekommen, erzählt sie weiter, egal ob mit oder ohne Handicap. Kruse: „Sport ist eine Quelle für Selbstvertrauen.“ Man dürfe sich nicht durch eine Behinderung einschränken lassen, bekräftigt er, der schon Olympiasilber im Ruder gewonnen hat. Das gibt allen Sportlern Mut.

Von Ulrike Gawande

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg