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Oberhavel 91 Tore für krebskranken Dribbelkönig Nick
Lokales Oberhavel 91 Tore für krebskranken Dribbelkönig Nick
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13:19 21.02.2018
Diese Jungs und Mädchen spielten am Sonnabend für den erkrankten Nick. Die Einnahmen kommen der DKMS zu Gute. Quelle: Roeske
Hohen Neuendorf

Die vier Buchstaben wurden in neongrüner Farbe groß auf das weiße T-Shirt gedruckt – „NICK“ und die jeweilige Trikotnummer des Spielers stechen heraus. Die Teamkollegen des Fußballvereins Blau-Weiß Hohen Neuendorf hatten am Sonnabend für den erkrankten Mitspieler (13) ein Hallenturnier organisiert. Der Siebtklässler Nick ist an Leukämie erkrankt und braucht dringend einen Stammzellspender. Die Suche nach dem genetischen Zwilling ist schwierig. Am 17. Februar findet in der Hohen Neuendorfer Waldgrundschule die große Typisierungsaktion statt, um einen Stammzellenspender für den Dribbelkönig zu finden. Das Hallenturnier wurde kurzerhand auf die Beine gestellt. Die Startgelder der Teams kommen der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu Gute. Zudem hatte der Oranienburger FC eine Spende von 220 Euro im Gepäck.

Fünf Stunden lang gaben die Knirpse alles, schossen einen Treffer nach dem anderen – für Nick. „Hier zählt heute nicht der sportliche Erfolg“, stellt aber Andreas Nagel vom Hallen-Landesmeister Oranienburger FC klar. „Es zählt heute nur die Gesundheit des Jungen. Das wissen meine Spieler.“ Insgesamt waren sechs Mannschaften am Start.

Hohen Neuendorfs Trainer Mario Knohte (45). Quelle: Sebastian Morgner

Auch Hohen Neuendorf. „Als ich damals die Nachricht hörte, war es schlimm“, erinnert sich Nicks Mitspieler Marvin. „Wir denken alle an ihn und wollen, dass er wieder gesund wird. Natürlich würden wir ihn gerne öfter sprechen und sehen“, so Marvin, der oft mit Nick mit der Playstation zockt.

Auch Trainer Mario Knohte (45) versucht so gut es geht, mit der Situation umzugehen. „Wir waren alle erschüttert und hatten erst keine Worte“, so der Coach, der selbst schon bei der DKMS registriert ist. „Wenn man solche Nachrichten erhält, merkt man erst, wie unwichtig Sieg und Niederlage sind. Wie unwichtig plötzlich Tore werden.“ Der Kontakt zum Jungen sei vorhanden. „Letztens hatte er Geburtstag. Mein Sohn, ein Mitspieler und ich haben ihn besucht. Nick ist ein Kämpfer. Auf den Platz und neben dem Platz. Das zeichnet ihn aus. Wir drücken alle die Daumen, dass Nick bald wieder gesund wird.“ Bis dahin bleibt sein Trikot mit der Nummer 11 in der Tasche. „Das ist seine Trikotnummer.“

Hohen Neuendorf startete als „Team Nick“ und wurde hinter den Reinickendorfer Füchsen Zweiter. Dritter wurde Oranienburg vor TeBe und Borgsdorf. Quelle: Robert Roeske

Auch Bernd Ladewig wünscht sich, dass der Junge bald auf den Platz zurückkehrt. Der einstige Nachwuchstrainer von Hohen Neuendorf und vom Birkenwerder BC war Zuschauer beim Turnier. „Wenn ich das Geld hätte, würde ich ihm die gesamte Behandlung bezahlen“, so der 77-Jährige. „Ich finde es ein Unding, dass Geld gesammelt werden muss, um einem Kind zu helfen.“ Das weiße Trikot mit der Nummer 11 wird nur für ein Pressefoto aus der Tasche geholt. Dort steht sein Name groß geschrieben. NICK – in neongrünen Buchstaben.

Der Oranienburger FC (r.) hatte eine Spende von 220 Euro dabei. Quelle: Sebastian Morgner
In neungrüner Farbe: Nick stand auf den T-Shirts der Mitspieler Quelle: Sebastian Morgner

Von Sebastian Morgner

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