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AWU wird Markenbotschafter

Velten AWU wird Markenbotschafter

Das Unternehmen wird künftig für den Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten werben, um ihn in der Region und darüber hinaus bekannter zu machen. So soll sich das RWK-Logo auf Fahrzeugen, Geschäftsausstattung und der Internetseite der Unternehmen wiederfinden. Auch andere Firmen ziehen nach.

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Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) mit AWU-Chef Manfred Speder.

Quelle: Foto: verwaltung

Velten. Regionaler Wachstumskern (RWK) Oranienburg-Hennigsdorf-Velten – allein der Titel ist wenig sexy. Mit einer Kampagne wollen die Bürgermeister der drei Städte nun dafür Sorgen, dass die Marke bekannter wird. Dafür werben immer mehr Unternehmen aus der Region für ihren RWK. Am Montag überreichte Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) eine Ernennungsurkunde an Manfred Speder, Geschäftsführer der Abfallwirtschafts-Union Oberhavel (AWU). Gemeinsam mit den beiden Tochterunternehmen, der Grunske Metall-Recycling und der ERV will die AWU künftig den Wachstumskern in der Region Berlin-Brandenburg bekannter machen. So soll sich das RWK-Logo auf Fahrzeugen, Geschäftsausstattung und der Internetseite der Unternehmen wiederfinden. Der Kooperationsvertrag dafür ist bereits geschlossen.

Die Liste weiterer möglicher RWK-Markenbotschafter ist lang: Rund 400 kleine und mittlere Unternehmen gehören dem Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten an. Seit 2005 ist die Region einer von 15 Entwicklungsschwerpunkten in Brandenburg. Branchen sollen nach dem Motto „Stärken stärken“gefördert, Infrastruktur ausgebaut werden. Beispiele sind der Abriss und die Sanierung der Alt-Walzwerksflächen in Hennigsdorf, die Gestaltung Bahnhofsumfeldes in Velten, ein gemeinsames Klimaschutzmanagement oder die Vermarktung der Region.

Auch Unternehmen in der Region profitieren, nicht nur mir Investitionsmitteln des Landes, bei denen sie in den vergangenen Jahren einen großen Teil erhalten haben. Durch die Bündelung der Kräfte und die Förderung durch das Land sind die Städte zu einem der attraktivsten Wirtschaftsstandorte in der Hauptstadtregion geworden. „Wir spüren das daran, dass uns Arbeitskräfte fehlen“, sagt Manfred Speder.

Zwar konnte er am Montag zehn neue Auszubildende begrüßen – sieben bei der AWU, drei bei Grunske. Aber zwei weitere Berufskraftfahrer könnte Speder ebenfalls sofort einstellen. Der Bedarf ist da. Auch Quereinsteiger können sich bewerben. „Es ist deshalb wichtig, dass diejenigen, die in unserer Region Arbeitsplätze schaffen, auch nach außen gemeinsam erkennbar sind“, erklärte Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner.

Auch etwa 20 andere Unternehmen aus haben sich mittlerweile bereit erklärt, Werbung für den Wachstumskern zu machen. So wird der Hennigsdorfer Glückwunschkartenverlag Kurt Eulzer das RWK-Logo auf seine rund 20 Millionen Grußkarten im Jahr drucken lassen. Auch die Wohnungsgenossenschaft Hennigsdorf (WGH) will künftig werben. Genau wie der KSE-Baustoffhandel in Germendorf, der auf seinen Flyern schon mit dem Logo wirbt, dazu sollen noch Aufkleber für die Fahrzeuge des Unternehmens kommen.

Am weitesten dürften die RWK-Logos allerdings auf den 50 Brummis von Hagemann-Logistics kommen. Sie rollen über Straßen in ganz Deutschland, das Logistikunternehmen war im Juni der erste Markenbotschafter. Das Unternehmen mit 130 Millionen Euro Jahresumsatz hat vier Standorte in Velten und Berlin und beschäftigt noch 130 Mitarbeiter. Auch hier brummt das Geschäft, Hagemann-Chef Wolfgang Ringleb sucht mindestens fünf Fahrer.

Von Marco Paetzel

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