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Ab Juni wird die Lehnitzstraße ausgebaut

Straßenbau in Oranienburg Ab Juni wird die Lehnitzstraße ausgebaut

Eine der viel befahrensten Straßen von Oranienburg, die Lehnitzstraße, wird ab Juni diesen Jahres grundsaniert. Bis Ende 2017 soll der Abschnitt zwischen Krebststraße und Knoten Saarlandstraße erneuert sein. Die Straßensanierung dürfte nicht nur große Staus rund um den Bahnhof nach sich ziehen, sondern auch erhebliche Parkplatzprobleme.

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Nach dem Straßenbau darf auf der Lehnitzstraße nicht mehr geparkt werden

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Im Frühsommer wird es ernst zum Ausbau der Lehnitzstraße. Am 6. Juni soll der erste Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Was alles auf die Anlieger und Gewerbetreibenden zukommt, erfuhren sie von Planern und Bauamtsmitarbeitern am Donnerstag im Takeda-Saal.

Der Ausbau von der Krebststraße bis zur Saarlandstraße ist als eine Grundinstandsetzung zu verstehen und dient in erster Linie der Fahrbahnsanierung und Erneuerung der Medienträger. Deshalb werden die Nebenanlagen nicht erneuert. Das Projekt erstreckt sich über zwei Jahre und wird in fünf Teilbauabschnitte unterteilt, die alle unter Vollsperrung laufen.

Die Ausbaustrecke ist 1037 Meter lang. Die Straßenbreite soll durchgängig 7,50 Meter betragen. Dafür muss die Fahrbahn zwischen Bykstraße und Knotenpunkt Saarlandstraße um einen Meter verbreitert werden. Die jeweiligen Zufahrten werden angepasst. Auf beiden Seiten werden Fahrradschutzstreifen markiert, Radfahrer sollen künftig auf der Straße fahren.

Sie wie im bereits ausgebauten Abschnitt bekommt die Lehnitzstraße auch auf dem grundsanierten Abschnitt beidseitig Radschutzstreifen

Sie wie im bereits ausgebauten Abschnitt bekommt die Lehnitzstraße auch auf dem grundsanierten Abschnitt beidseitig Radschutzstreifen.

Quelle: Robert Roeske

Kurz vor der Einmündung der Bykstraße und zwischen Lindenstraße und Lindenring entstehen Querungshilfen. An diesen Stellen wird die Straße auf neun Meter verbreitert. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Alle Grundstücke, sowohl private als auch die von Gewerbetreibenden, sollen jederzeit erreichbar sein. Wie die Garagenbesitzer am Lindenring zu ihren Autos kommen, wird noch genau geklärt. Die Stadt favorisiert eine Zufahrt über den Lindenring und das alte Kita-Gelände. Der Parkplatz des Landkreises gegenüber des Lindenrings bleibt immer zugänglich.

Der Durchgangsverkehr wird großzügig um die Lehnitzstraße herumgeführt. Anlieger erreichen ihre Grundstücke und Wohnungen während der Bauphase entweder über die Krebststraße oder die Saarlandstraße. Fußgänger und Radfahrer kommen jederzeit durch. Die Einbahnstraßenregelung der bereits ausgebauten Lehnitzstraße und der Willy-Brandt-Straße bleiben bestehen. Von Oktober 2016 bis März 2017 ist eine Winterpause beim Bau geplant.

Bevor der Straßenbau beginnt, wird von April bis Ende Mai der Schmutzwasserkanal saniert. Wegen der ehemaligen Kläranlage liegen unter der Lehnitzstraße die größten und ältesten Leitungen. Und sie liegen am tiefsten. Deshalb werden sie nicht herausgenommen, sondern im Inline-Verfahren saniert. Die Regenwasserkanäle, die Trinkwasser- und Gasleitungen sowie die Hausanschlüsse werden erneuert.

Der Startschuss fällt am 6. Juni mit dem Abschnitt, der sich in Richtung Saarlandstraße betrachtet von der südlichen Ausfahrt des Lindenrings bis auf Höhe der Stadtwerke einschließlich der Einmündung zur Bykstraße erstreckt. Ende Oktober soll er fertig und wieder befahrbar sein.

Der zweite Bauabschnitt schließt sich erst im April 2017 an. Dann wird von der Krebststraße bis zur Ausfahrt Lindenring gebaut. Die restliche Ausbaustrecke unterteilt sich dann noch mal in drei Bauabschnitte. Auf diese Weise sollen die Firmen besser erreichbar bleiben.

Ein Anlieger regte an, an der Bykstraße/Ecke André-Pican-Straße eine Ampel aufzustellen. Damit Linksabbieger auch eine Chance haben, aus der Bykstraße zu kommen.

Autos dürfen nach dem Ausbau nicht mehr auf der Straße stehen

Autos dürfen nach dem Ausbau nicht mehr auf der Straße stehen.

Quelle: Robert Roeske

Das Thema Parken führte zu Ärger bei den Anliegern, denn nach der Sanierung darf auf der Lehnitzstraße nicht mehr geparkt werden. Wegen des Radschutzstreifens ist dafür kein Platz mehr. Ein Anwohner fragte, wer eigentlich die treibende Kraft sei, die Parkplätze zu vermindern. Die Leute würden aus der Innenstadt vertrieben werden. „Und dann wundern Sie sich, dass die Kaufkraft weg ist und die Leute im Internet kaufen“, machte er sich Luft. Schon jetzt würden Pendler die ganze Woche in der Lehnitzstraße stehen und er als Anlieger müsste sonst wo parken. Um Parkplätze für die Anwohner müssten sich die Eigentümer der Wohnungen und Häuser kümmern, meinte Tiefbauamtsleiter Stephan Bernard. In diesem Jahr soll auch noch der Test für die Parkraumbewirtschaftung starten. Dann können Pendler nur noch auf dem „P&R-Platz“ parken.

Die Grundsanierung

Die Lehnitzstraße als Landesstraße L 211 wird im Abschnitt von der Krebststraße bis zum Knotenpunkt Saarlandstraße von April diesen Jahres bis Ende 2017 grundsaniert.

Die Maßnahme für insgesamt rund 4,9 Millionen Euro beginnt mit der Sanierung der Schmutzwasserleitungen. Am 6. Juni startet dann der erste von fünf Abschnitten im Straßenbau.

Baulastträger für die Fahrbahn ist der Landesbetrieb Straßenwesen, für die Nebenanlagen die Stadt Oranienburg. Die Stadt betreut im Auftrag des Landes die Planung und Baudurchführung.

Von Andrea Kathert

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